SRCP-Erweiterungen: Unterschied zwischen den Versionen

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K (Portnummer und Protokollname sind offiziell vergeben SRCP-Server-Suchdienst)
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* [http://avahi.org/ Avahi], als praktisch schon etablierter Standard für Linux.
 
* [http://avahi.org/ Avahi], als praktisch schon etablierter Standard für Linux.
  
Unter anderem ist es hiermit möglich, Angaben über die Portnummer zu veröffentlichen, auf der der Server seinen Dienst anbietet. Da es für das SRCP-Protokoll noch keine offiziell über [http://www.iana.org/ IANA/IETF] reservierte Portnummer gibt, hat ein SRCP-Administrator problemlos die Freiheit, einen von der aktuellen SRCP-Spezifikation abweichenden Wert zu wählen. Auch die Anzahl der in einem Netz betriebenen SRCP-Server ist damit nicht eingeschränkt.
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Unter anderem ist es hiermit möglich, Angaben über die Portnummer zu veröffentlichen, auf der der Server seinen Dienst anbietet. Obgleich es für das SRCP-Protokoll mittlerweile eine offiziell über [http://www.iana.org/ IANA/IETF] reservierte Portnummer (4303) und Protokollbezeichner (srcp) gibt, hat ein SRCP-Administrator problemlos die Freiheit, einen von der aktuellen SRCP-Spezifikation abweichenden Wert für die Portnummer zu wählen. Auch die Anzahl der in einem Netz betriebenen SRCP-Server ist damit nicht eingeschränkt.
  
 
Dem Administrator eines SRCP-Servers bleibt es überlassen, auf dem gleichen Rechner auch einen „Zeroconf“-Systemdienst einzurichten. Er muß, wenn er auf seiner Modellbahn entsprechende SRCP-Clients benutzen möchte, das Programm installieren und so konfigurieren, dass der SRCP-Dienst veröffentlicht wird. Alternativ kann ein SRCP-Server sich auch automatisiert beim Zeroconf-Dienst anmelden. Die eigentliche Arbeit für die Nutzung des SD-Dienstes liegt beim Entwickler des „Einsteck-und-Spiel“-SRCP-Clients, denn dieser SRCP-Client muß nicht nur SRCP sprechen, sondern auch noch ein DNS-SD/mDNS-Client sein.
 
Dem Administrator eines SRCP-Servers bleibt es überlassen, auf dem gleichen Rechner auch einen „Zeroconf“-Systemdienst einzurichten. Er muß, wenn er auf seiner Modellbahn entsprechende SRCP-Clients benutzen möchte, das Programm installieren und so konfigurieren, dass der SRCP-Dienst veröffentlicht wird. Alternativ kann ein SRCP-Server sich auch automatisiert beim Zeroconf-Dienst anmelden. Die eigentliche Arbeit für die Nutzung des SD-Dienstes liegt beim Entwickler des „Einsteck-und-Spiel“-SRCP-Clients, denn dieser SRCP-Client muß nicht nur SRCP sprechen, sondern auch noch ein DNS-SD/mDNS-Client sein.

Version vom 2. Februar 2007, 20:13 Uhr

Das initiale Posting

Dieses Dokument soll eine Zusammenfassung der Diskussion „SRCP-Erweiterungen“ (erster Eintrag war am 27.12.2006) darlegen.

Hier der initiale Eintrag:

Hallo SRCP-Fans!

ich entwickle bereits seit einiger Zeit Software für SRCP, habe mich aber nie aktiv hier an Diskussionen beteiligt (ehrlich gesagt ist das mein erster Eintrag in der Gruppe ;). Während der Entwicklung kamen einige Ideen, die ich nun hier zur Diskussion stellen möchte:

  1. Ich hätte gern einen Dienst für Clients, mit dem sie den Server (bzw. dessen IP-Adresse) finden können. Da gibt es sicher mehrere Möglichkeiten, ich dachte an Broadcast oder an eine DHCP-Option.
  2. Stichwort CRCF: Was ist mit der Entwicklung? Ich hätte gern dieses Feature für SRCP und würde mich ggf. an der Mitentwicklung beteiligen.

Treffen sich die SRCP-Entwickler eigentlich regelmäßig zu einer Art Stammtisch?

Gruß, Sven.

Es gab eine rege Beteiligung an der Diskussion, beide Ideen wurden darin ausführlich diskutiert.


SRCP-Server-Suchdienst

Sehr schnell kam der Vorschlag, für diesen Bedarf einen Zeroconf-Systemdienst (DNS-SD/mDNS) einzusetzen. Dieser ermöglicht die Suche bzw. das Veröffentlichen beliebiger Systemdiente durch das Versenden eines ServiceDiscovery-Multicasts. Es existieren hierfür derzeit zwei zueinander kompatible Implementierungen, die beide als OpenSource freigegeben sind:

  • Bonjour, von Apple für Mac, UNIXoide-Systeme und Windows.
  • Avahi, als praktisch schon etablierter Standard für Linux.

Unter anderem ist es hiermit möglich, Angaben über die Portnummer zu veröffentlichen, auf der der Server seinen Dienst anbietet. Obgleich es für das SRCP-Protokoll mittlerweile eine offiziell über IANA/IETF reservierte Portnummer (4303) und Protokollbezeichner (srcp) gibt, hat ein SRCP-Administrator problemlos die Freiheit, einen von der aktuellen SRCP-Spezifikation abweichenden Wert für die Portnummer zu wählen. Auch die Anzahl der in einem Netz betriebenen SRCP-Server ist damit nicht eingeschränkt.

Dem Administrator eines SRCP-Servers bleibt es überlassen, auf dem gleichen Rechner auch einen „Zeroconf“-Systemdienst einzurichten. Er muß, wenn er auf seiner Modellbahn entsprechende SRCP-Clients benutzen möchte, das Programm installieren und so konfigurieren, dass der SRCP-Dienst veröffentlicht wird. Alternativ kann ein SRCP-Server sich auch automatisiert beim Zeroconf-Dienst anmelden. Die eigentliche Arbeit für die Nutzung des SD-Dienstes liegt beim Entwickler des „Einsteck-und-Spiel“-SRCP-Clients, denn dieser SRCP-Client muß nicht nur SRCP sprechen, sondern auch noch ein DNS-SD/mDNS-Client sein.

Beispiel für eine avahi Konfigurationsdatei. Abgelegt unter /etc/avahi/services/scrpd.service (Kubuntu Linux). Die Einträge sind natürlich nur beispielhaft.

<service-group>
   <name replace-wildcards="yes">srcpd on %h</name>
   <service protocol="any">
       <type>_srcp._tcp</type>
       <host-name>srcp.example.com</host-name>
       <port>12345</port>
       <txt-record>SRCP auf Mobaserver</txt-record>
   </service>
</service-group>

CRCF-Erweiterungen

Obwohl CRCF (Common Railroad Configuration Files) vor einigen Jahren einmal vorgeschlagen wurde, wurde es nicht angenommen, da es möglicherweise zu wenig Interessenten fand. Umso mehr Interessenten fanden sich nun in dieser Diskussion. Das deutet darauf hin, dass CRCF weiterhin ein Thema ist. Über die Idee von CRCF hinaus gab es einige weitgehendere Ideen dazu.


Anforderungen an CRCF

  • Umständlich Eingabe von Informationen über Loks und Zubehör soll entfallen
  • Anlagenweite Anzeige von Klartextnamen anstatt von Adressen
  • Im Bezug auf den Server-Suchdienst könnte CRCF die Hostnamen (IP-Adressen) der SRCP-Server verwalten
  • Verwaltung statischer Informationen
  • Verwaltung dynamischer Informationen
  • CRCF in ausdruckbarer Form
  • Gliederung der CRCF
  • SRCP-Server sollten Zugriff auf die CRCF erhalten
  • Kommunikation zwischen Clients


Fragestellungen

  • Wo soll die CRCF liegen?
  • Wie soll der Auskunftsdienst aussehen?
  • Wie sollen dynamische Informationen von der CRCF verwaltet werden?
  • Betrifft die Kommunikation zwischen Clients die CRCF?

Folgendes Schema sollte als Grundlage für weitere Diskussionen dienen:

(TODO: Abbildung)


Implementierungsvorschläge

Datenablage gemäß CRCF Spezifikation 0.2.0

  • basiert auf SRCP
  • physikalisch liegen die CRCF-Daten beim SRCP-Server
  • Auskunftdienst ist Bestandteil von SRCP (Befehl CONFGET)
  • ist praktisch auf SRCP 0.7.1 ausgerichtet, deswegen fehlen wichtige Details der 0.8.X-Welt, wie z.B. Busse
  • unterstützt die CRCF als textbasierte Dateien
  • Verwaltung der Daten in Sinne von SRCP -> d.h. Die einzelnen Datenfelder kommen aus der SRCP-Welt
  • hält ausschliesslich statische Daten bereit
  • enthält auch Daten über die Eigenschaften eines Servers
  • pro SRCP-Server eine CRCF

Datenablage bei einem spezialisierten SRCP-Client

  • die CRCF-Daten liegen bei einem SRCP-Client
  • Anfragen an die CRCF erfolgen zunächst an den SRCP-Server, der die Daten an den spezialisierten Client weiterleitet
  • nutzt SRCP als Tunnel, da CRCF-Anfragen nur weitergeleitet werden
  • Auskunftsbefehl ist jedoch als SRCP-Kommando auszuführen
  • Durch das ungesehene Weiterleiten von Nachrichten durch den SRCP-Server wird eine Kommunikation zwischen Clients ermöglicht
  • der Client muss sich bei allen verfügbaren SRCP-Server anmelden, damit Daten anlagenweit verteilt werden können
  • Der Client kann dann konsistent statische und dynamische Daten verwalten
  • SRCP-Server haben die Möglichkeit an Informationen von CRCF zu gelangen
  • Verwaltung von Daten, die über die SRCP-Welt hinausgehen, beispielsweise die Verwaltung von Fahrstrassen und kompletten Layouts

Datenablage bei einem separaten CRCF-Server

  • Auskunftsdienst muss als neues Protokoll implementiert werden
  • SRCP-Clients sowie SRCP-Server können anfragen
  • Verwaltung von rein statischen Daten
  • Falls zusätzlich zum Auskunftsdienst ein Meldedienst implementiert wird, können auch dynamische Daten verwaltet werden
  • Kommunikation zwischen Clients könnte mittels einer Mailboxfunktion möglich werden
  • das SRCP-Protokoll wird nicht geändert, CRCF existiert parallel
  • SRCP-Server haben die Möglichkeit an Informationen von CRCF zu gelangen
  • SRCP-Server können Meldungen an die CRCF senden, um deren Inhalt zu aktualisieren

Bereitstellung der CRCF-Daten via Zeroconf-Dienst

  • ...

Erweiterung des bisherigen Befehlsvorrats

Der bisherige Namensraum von CRCF umfaßt keine Befehle, die Objekte einer höheren Abstraktionsebene beschreiben. Für die Attribute dieser makroskopischen Objekte gibt es ebenfalls noch keine Festlegung. Zum Teil sind die Werte dieser Attribute statisch zum Teil ändern sich sich während des Betriebs. Der Bedarf für folgende Begriffe ist vorhanden:

Stellwerk (RWCC, Railway Control Center)
Steuerungsinstanz, die Fahrstraßen verwaltet, für ein oder mehrere Bahnhöfe zuständig ist, Zugmeldungen abwickelt, ihr zuständiges Streckennetz kennt, einzuhaltende Geschwindigkeiten überwacht und bei Überschreitungen eingreift etc.
Gleisbild (LAYOUT)
Streckennetzbeschreibung eines Stellwerkbezirks, enthält Angaben zur Dimension, Position einzelner Gleisbildelemente, etc.
Fahrstraße (ROUTE)
Sicherheitstechnisch überwachter Streckenabschnitt innerhalb eines Stellwerks, der über Informationen zur Start- und Zielsignal, Soll-Weichenstellungen, Freimeldeabschnitte, Typinformation (für anzuwendenden Regelsatz), den aktuellen Zustand (eingestellt, aufgelöst, reserviert, teilaufgelöst) etc. verfügt.
Weichenstraße (?)
Sammlung schaltbarer Magnetartikel und ihrer Sollstellungen ohne sicherheitstechnische Überwachung
Anmerkung von svesch: Das ist meiner Meinung nach kein neues Objekt, das ist nur eine Liste von GAs.
Zugsteuerung (TNCC, Train Control Center)
Instanz, die die Logistik eines gegebenen Vorrats an Zügen übernimmt z.B. fahrplangesteuerte Fahrten von Zügen zwischen Bahnhöfen
Zug (TRAIN)
Instanz, die über ihre Zugnummer identifizierbar ist, eine oder mehrere Lokomotiven ansteuert, Informationen zu Typ und Länge verfügt etc.

(TODO: weitere ergänzen)

SRCP-Erweiterungen

Der bisherige Umfang des SRCP-Protokolls definiert keine Möglichkeit, mit der SRCP-Clients untereinander direkt Informationen austauschen können. Ein Bedarf dafür ist jedoch durchaus gegeben, wie folgende Auflistung zeigt:

  • Zugmeldungen zwischen Stellwerken
  • Zuglenkung über Zuglaufverfolgung (ZLV) und Zugnummernmeldeanlage (ZNA)
  • Zugbeeinflussung mit geschwindigkeitsüberwachender Instanz (Stellwerk) und Zugsteuerung
  • Scripting-Schnittstelle für Stellwerk- und Zugsteuersoftware
  • Austausch von statischen und dynamischen CRCF-Daten mit einer CRCF-Datenverwaltungsinstanz
  • Koppelung mehrerer SRCP-Server zu einer Master/Slave-Konstellation (FIXME: falsch einsortiert)

Weiterhin ist es mit SRCP prinzipiell möglich, eine Modellbahnanlage über mehrere SRCP-Server zu bedienen, es gibt aber bisher kein Konzept, das einen Informationsübergang zwischen den Server-Bereichen erlaubt.

Zur Realisierung dieser neu zu implementierenden Informationswege wurden die im folgenden näher erläuterten Konzepte vorgeschlagen.


Neuer Befehl im Kommandomodus

Bewertung des Vorschlags

Die Implementierung wird nicht weiterverfolgt, da der Vorschlag zur neuen Gerätegruppe besser ins bisherige SRCP paßt. Die hier andiskutierten CRCF-Nachrichten können mit dem anderen Vorschlag ebenfalls transportiert werden.

Vorschlag

Die aktuell SRCP-Spezifikation umfaßt für den Kommandomodus einen definierten Satz an Befehlen, die in der folgenden allgemeinen Syntax an den Server gesendet werden:

<kommando> <kommandoparameter> 

Da die Befehle auf definierte Gerätegruppen wirken, die wieder bestimmten Bussen zugeordnet sind, resultiert zur weiteren Spezifizierung folgende allgemeine Befehlssyntax:

<kommando> <bus> <gerätegruppe> <parameter>

Der Bus mit Nummer 0 ist dem Server selbst vorbehalten und dient zur Adressierung von Servereinstellungen. Die Anzahl der übergebenen Parameter ist variabel.

Vom Server abgearbeitete Befehle werden an alle im Infomodus verbundene SRCP-Clients als eine Art „SRCP-Broadcast“ mit der folgenden allgemeinen Syntax weitergeleitet:

<codenr> INFO <bus> <gerätegruppe> <parameter>

Die angeschlossenen SRCP-Clients selbst sind anhand ihrer Session-Id identifizier- und eindeutig unterscheidbar.

Von dieser Situation ausgehend, kann ein neues Kommando ergänzt werden, dass von SRCP-Server selbst nur zum Weiterleiten einer Nachricht an die angeschlossenen SRCP-Clients genutzt wird. Den Inhalt der Nachricht muß der SRCP-Server nicht interpretieren. Die Form der Nachricht kann/soll/muß den gängigen SRCP-Konventionen bezüglich Zeichensatz, Länge etc. genügen.

Ein erster (anarchischer) Ansatz könte in SRCP 0.8-Terminologie so aussehen:

Im Kommando-Modus verbundender Client:

ECHO 0 <message>

Darauf der SRCP-Server an alle verbundenen Clients:

<timestamp> <codenr> INFO 0 ECHO <message>

Einzweiter, mehr geordneter Ansatz, schreibt die Verwendung definierter Befehle (SRCP-Makros) vor, analog also beispielsweise so:

Im Kommando-Modus verbundender Client:

MACRO 0 <message>

Darauf der SRCP-Server an alle verbundenen Clients:

<timestamp> <codenr> INFO 0 MACRO <message>

Wobei <message> diesmal eine Folge von definierten (genormten) Befehlen inklusive deren Wert-Parametern sein muß. Diese Makros müssen natürlich den Kommunikationsbedarf der Clients (Frage/Antwort-Spiele) abdecken.

Der dritte Ansatz wäre, statt der neu zu erfindenden Makros, CRCF zu benutzen:

Im Kommando-Modus verbundender Client:

 CRCF 0 <message>

Darauf der SRCP-Server an alle verbundenen Clients:

 <timestamp> <codenr> INFO 0 CRCF <message>

Der Inhalt von <message> wäre dann eine CRCF-Befehlsfolge.

Angenommen eine Ablaufsteuerung (als eigener SRCP-Client) möchte eine Fahrstraße einstellen, dann sendet er an das zuständige Stellwerk folgende (CRCF-)Befehlsfolge:

ROUTE <routeid> SET STATE 1

Den Erfolg bekommt er dann vom Stellwerk zurückgemeldet oder kann ihn auch abfragen z.B. gemäß:

ROUTE <routeid> GET STATE

Den Bedarf, dass ein SRCP-Client einem Stellwerk Daten zur Konfiguration von Fahrstraßen sendet, wäre prinzipiell auch möglich:

ROUTE <routeid> ADD GA <busid> <address> <port> <state>

Oder entfernen:

ROUTE <routeid> REMOVE GA <busid> <address>

Um eine Client-Client-Verbindung zu unterhalten, müßte der Sender eines CRCF-Befehls seine SRCP-Session-ID immer mitsenden, dann könnte die Antwort zielgerichtet erfolgen:

CRCF 0 <sender-sessionid> <empfänger-sessionid> <CRCF-message>

Mit dem Inhalt von <sessionid> ließe sich ein CRCF-Broadcast einfach von einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung unterscheiden:

  1. Der Wert ist 0: Broadcast
  2. Der Wert ist >0: Punkt-zu-Punkt-Verbindung

Auch das Thema "Zugbeeinflussung" läßt sich hiermit darstellen. Ein Zug muß während seiner Fahrt Geschwindigkeitsregeln einhalten, die das Stellwerk überwacht. Bei Überschreitungen sendet das Stellwerk einen Abbremsbefehl:

 CRCF 0 <sender-session-id> 0 TRAIN <train-id> SPEED SET 0

Neuer Sitzungstyp

Bewertung

Die Diskussion dauert noch an, daher ist keine abschliessende Bewertung möglich

Vorschlagstext

Die Implementationen von CRCF bzw. Generic Messages und den bisher definierten SRCP-Sitzungen werden komplett getrennt.

Motivation:

  • Ermöglicht Kapselung von unterschiedlichen Client-Funktionalitäten: die bestehenden Sitzungen und Generic Messages sind für komplett unterschiedliche Zwecke gedacht. Die bisherigen Steuerungs-Sitzungen dienen der Kommunikation mit der Modellbahn-Hardware, Generic Messages dienen der Kommunikation der Clients untereinander.
  • Dies senkt die Anforderungen an einen reinen Steuerungs-Server, er muss Generic Messages nicht unterstützen.
  • Es erspart mobilen Eingabegeräten z.B. einem Handregler den extremen Traffic, den intelligentere stationäre Clients untereinander haben.

Bei der Einschätzung des Programmieraufwands gehen die Meinungen auseinander. Die einen sehen Zusatzaufwand in der dritten TCP-Verbindung, andererseits erhöht die Kapselung der Funktionalitäten die Wartbarkeit des Systems.

Eigene Sitzungen trennen sowohl den Namensraum für Steuerung und Generic Messages als auch den durch beide Kommunikationsformen entstehenden Netzwerkverkehr:

SET PROTOCOL GM 0.3
SET CONNECTIONMODE GM INFO|COMMAND

Programmiertechnisch wird sowohl für den SRCP-Server als auch den SRCP-Client die Unterhaltung einer bzw. zweier weiterer Netzwerkverbindungen notwendig. Alternativ ist ein Systemdienst möglich, der nur GM-Sitzungen, aber keine Steuerungs-Sitzungen unterstütz.

Neue Gerätegruppe

Bewertung

Allgemein nutzbare Kommunikationsstrecke. SRCP muß um einige Details erweitert werden (siehe unten). Es entsteht ein permanenter Pflegedienst für Vergabe der Messagetypen (kann automatisiert werden)

Vorschlagstext

Für den generalisierten Messageaustausch wird eine neue Devicegruppe auf Bus 0 eingerichtet:

GM Generic Message

Die einzige (sinnvoll) anzuwendende Methode ist SET.

Im Kommandomodus:

SET 0 GM <AntwortID> <EmpfängerID> <messagetype> <messagetext>

EmpfängerID ist SessionID, die die Message erhalten soll. Ist diese 0, so wird die Message als Broadcast an alle INFO Sessions gesendet. Die AntwortID ist die SessionID (oder 0) der INFO Session, an die eine evt. Antwortmessage gesendet werden soll.

Im INFO Modus:

INFO 0 GM <AntwortID> <EmpfängerID> <messagetype> <messagetext>

Für <messagetext> gelten die im SRCP üblichen Einschränkungen:

  • keine Leerzeichen (kann man durch Konvention z.B. durch URL Codierung umgehen).
  • maximale Zeilenlänge 1000 Zeichen (inkl. der Befehle & CRLF).

<messagetype> ist ein zentral gepflegte Liste von Clientidentifiern um den Messagetyp erkennen zu können.

Beispiel: Ein Client fragt nach den Einzelheiten des Gerätes GA 1 auf Bus 17. (Schritt A) Antwort an SessionID 45 erbeten.

SET 0 GM 45 0 CRCF CONFGET 17 GA 1

Wie der INFO aussieht, dürfte offensichtlich sein. Er geht an alle INFO Sessions. (Schritt B)

INFO 0 GM 45 0 CRCF CONFGET 17 GA 1


Wenn ein CRCF Service diese Message erhalten hat, sendet er eine passende Antwort an den SRCP Server (Schritt C)

SET 0 GM 25 45 CRCF CONFINFO 17 GA 1 ....

Die Infosession des CRCF Services ist im Beispiel 25, die Antwort wird vom SRCP Server direkt an die SESSION 45 weitergeleitet.

INFO 0 GM 25 45 CRCF CONFINFO 17 GA 1 ....

Der Nachrichtenfluß ist im Bild dargestellt. CA ist die Command Session von Client A, IA die Infosession. Client B (CRCF Server analog).

Weitere Anfragen kann der Client direkt an Session 25 stellen. Er erhält die Info sofort, wenn Session 25 terminieren sollte. Dann kann er wieder auf Empfänger 0 (= alle) umstellen.

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