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		<title>DerMoba - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Diskussion:N_gleisfaq&amp;diff=8905</id>
		<title>Diskussion:N gleisfaq</title>
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				<updated>2005-07-07T19:51:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* Der Link zu [[N_gleisfaq#Jens_Emmermann]] führt ins NIX, man könnte es auch die t-online HP nennen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Landschaftsbau&amp;diff=8662</id>
		<title>Landschaftsbau</title>
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				<updated>2005-07-07T06:37:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Gleise und Bahndamm */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel finden Sie Informationen über den Bau der sichtbaren Landschaft. Der Unterbau wird in  [[Einmaleins des Anlagenbaus|1x1 des Anlagenbaus]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorüberlegungen==&lt;br /&gt;
Noch bevor man anfängt, das erste Gleis aufs Papier zu zeichnen, sollte man sich im Groben darüber klar sein, in welcher Landschaft die Modellbahn spielt. Beim Vorbild zwingt die Landschaft der Bahnstrecke ihren Weg auf, der Bahndamm muß Hügel nivellieren, Seen und Flüssen ausweichen oder sie überqueren, Täler ausfahren oder Berge mittels eines Tunnels durchstechen. Als Anlagenbauer hat man es selbst in der Hand, welche Hindernisse man der Bahn in den Weg stellt, um so die Auswahl der Lokomotiven, Wagen oder sogar der Spurweite zu begründen. Die Kunst ist es, die Landschaftsteile nicht zufällig über die Fläche zu verteilen (der Maulswurfshügel mit Tunnel ist so ein schlechtes Beispiel) sondern es so aussehen zu lassen, als ob die enge Kurve, zu der man durch die stets begrenzten Ausmaße des Modellbahnzimmers gezwungen wird, durch die Landschaft vorgegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterbau==&lt;br /&gt;
Die ebene Platte ist der denkbar schlechteste [[Einmaleins_des_Anlagenbaus#Unterbau|Unterbau]] für eine realistisch wirkende Landschaft. Selbst in einer brettebenen Landschaft braucht der Bahnkörper rechts und links einen Entwässerungsgraben. Wer dies aus der Platte ausfräsen will, macht sich dreifache Arbeit: Fräsen, Von unten versteifen, Wegschmeißen und Neubauen. Lediglich im Bahnhofsbereich ist eine Platte sinnvoll, auch hier sollte die Kontur der Platte den Gleisen angepaßt werden, um drumherum noch Landschaft anzudeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich vorher nur grob über die Berge und Täler klar ist, wird zum offenen Leistenrahmen greifen, da hier die Landschaftskontur durch Hinzufügen oder Kürzen von Stützen in der Bauphase jederzeit geändert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Willens und in der Lage ist, die Landschaft bis ins letzte Detail durchzuplanen, kann zur [[Einmaleins_des_Anlagenbaus#Spanten|Spantenbauweise]] greifen. Der Mehraufwand bei der Planung wird durch schnelleren Bau und höhere Stabilität wettgemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen völlig anderen Weg beschreitet der Aufbau aus Styroporplatten. Die Landschaft wird schichtweise gestaltet, nur Bahntrasse und Bauplätze für Gebäude aus Sperrholz aufgeklebt. Der Vorteil ist das geringe Gewicht und die anschauliche, flexible Bauweise. Wo ein Berg zu hoch ist, wird das Messer angesetzt, wo ein Hügel zu niedrig, schnell noch was draufgeklebt.&lt;br /&gt;
Der Nachteil ist die Empfindlichkeit des Werkstoffes, man muß die Oberfläche kaschieren, d.h. mit Stoff oder Papier bekleben, und kann keine Beine befestigen. Zweckmäßig ist es, so eine Landschaft in einen Segment- oder Modulkasten einzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Landschaftshaut===&lt;br /&gt;
Auf das Gerüst aus Spanten oder Leisten muß eine Deckschicht aufgebracht werden, um einerseits das Auge des Betrachters vom Blick in die Eingeweide der Anlage fernzuhalten, andererseits Bäume, Strächer, Häuser festzuhalten. In frührern Zeiten wurden leimgetränkte Bettlaken zusammengeknautscht, um Berge darzustellen, heute nimmt man zweckmäßigerweise ein Drahtgewebe. Die Maschengröße richtet sich nach der nächsten Schicht: für kleistergetränktes Zeitungspapier reicht Kaninchendraht, wer direkt Gips aufspachteln will, nimmt feinmaschiges Fliegengitter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gleise und Bahndamm ==&lt;br /&gt;
Der Bahndamm sollte in der Modell-Landschaft einen Ruhepol bilden. Die Modellbahn mag Steigungen der Trasse so wenig wie das Vorbild, so sollte man auch im Modell unnötige Höhenunterschiede vermeiden. Dagegen können sich die Berge und Täler ''neben'' der Trasse umso mehr variieren und in ungeahnte Höhen vorstoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswahl der Gleise ist (hoffentlich) ein Kapitel für sich.&lt;br /&gt;
Um einen realistischen Eindruck zu erzielen, ist es unerläßlich, die Gleise einzuschottern und farblich zu behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bäume und Sträucher ==&lt;br /&gt;
Vom Pfeifenputzer zum Kunstwerk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiesen ==&lt;br /&gt;
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch gut an die gefärbten Sägespäne, mit denen man in den fünfziger und auch noch sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts Modelleisenbahnanlagen schmückte. &lt;br /&gt;
Heute sind es Flocken und Fasern aus Kunststoff, die oft schon täuschend echt den Eindruck von Rasen, aber auch hohem Gras vermitteln können. Perfektionisten greifen dann auch noch zu Hochspannung - mit &amp;quot;Elektrostaten&amp;quot; aufgebrachte Grasfasern sind heute das Nonplusultra.&lt;br /&gt;
Eine Anleitung für den Selbstbau eines solchen Gerätes findet man unter &lt;br /&gt;
[http://www.mtkb.de/download/Begrasung/Gras.htm MTKB] (Modulbauteam Köln-Bonn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Felder ==&lt;br /&gt;
Landwirtschaft leider ohne Subventionen....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Felsen ==&lt;br /&gt;
Der Bau der Felsen hängt zunächst vom gewählten Unterbau ab. Wer eine Platte gewählt hat, muß erstmal einen Berg bauen, wer den Berg durch die Spanten schon vorgegeben hat, muß ''lediglich'' die Felsen modellieren.&lt;br /&gt;
Vor dem Modellieren des Felsens sollte man sich über das Vorbild klar werden: Schieferfelsen sehen einfach anders aus als Sandstein, nicht nur wegen der Farbe, sondern vor allem durch die unterschiedliche Struktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gipsfelsen===&lt;br /&gt;
Gipsfelsen werden direkt auf die Landschaftshaut modelliert. In einem ersten dünnen Auftrag werden die Poren des Untergrunds verschlossen, im zweiten Auftrag die grobe Struktur. Hier ist es hilfreich, von vornherein auf eine einheitliche Schichtung der Felsen zu achten und nicht wild drauflos kreuz und quer zu modellieren.&lt;br /&gt;
Die Feinarbeit erfolgt mit einem Schraubenzieher, Stecheisen oder Messer in hald angetrockneten Gips. Wichtig sind dabei vor allem scharfe Kanten und klare Strukturen, um später keine ''Softeisfelsen'' zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Echte Felsen===&lt;br /&gt;
Man kann die Gipsfelsen mit Bruchstücken echter Steine kombinieren. Dabei ergeben sich mehrere Schwierigkeiten: &lt;br /&gt;
* Die Steine müssen so fein strukturiert sein, daß sie wie verkleinerte Felsen wirken, &lt;br /&gt;
* das Gewicht der ohnehin schon schweren Gipsfelsen vergrößert sich beträchtlich,&lt;br /&gt;
* die Steine müssen durch geschicktes Modellieren in den restlichen Hang eingepaßt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Korkfelsen===&lt;br /&gt;
Einige Zubehöranbieter haben Rindenstücke der Korkeiche im Sortiment, die eine felsähnliche Struktur hat. Abgesehen vom Gewicht ergeben sich die gleichen Schwierigkeiten wie bei echten Felsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Felsen aus Faserplatten===&lt;br /&gt;
Wenn man Faserplatten unregelmäßig bricht, ergeben sich an der Bruchkante schöne Strukturen, die übereinandergeschichtet eine Felsstruktur imitieren. Zum weiteren Modellieren nimmt man zweckmäßigerweise eine leichte Spachtelmasse auf Basis von Holzfasern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Styroporfelsen===&lt;br /&gt;
Wer seine Landschaft aus Styropor-Schichten aufbaut, wird die Felsen direkt ''aus dem Vollen'' schnitzen. Voraussetzung ist ein sehr scharfes Messer, da Bruchkanten sofort die kugelige Struktur des Untergrunds verraten. Da dieses Material sehr leicht abbröselt, muß es  durch eine aufgespachtelte Schicht vor Berührungen geschützt werden. Hier bietet sich wegen des Gewichtsvorteils Pappmach&amp;amp;eacute; an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Farbgebung der Felsen===&lt;br /&gt;
Die Farbe von Felsen in der Natur reicht von Schiefergrau bis Kreideweiß.&lt;br /&gt;
Zuerst wird die gesamte Struktur in einer relativ hellen Farbe grundiert. Wer dazu abgetönte Wandfarbe nimmt, muß diese gut verdünnen, da sonst die mühsam herausgearbeiteten feinen Strukturen gleich zugekleistert werden. Als nächstes werden die Spalten und Ritzen mit einer dunklen Lasur betont. Hierzu verwendet man kein Schwarz, da die Felsen sonst leblos und tot wirken, sondern sehr dunkles Braun, Grün oder Violett. Sind die Spalten nach dem Auftrocknen nicht dunkel genug, muß man diesen Vorgang (auch mehrfach) wiederholen. Dies wirkt lebendiger, als alle Ritzen gleichmäßig durchzufärben.&lt;br /&gt;
Als nächster Schritt werden Moose und Algen angedeutet. Die feuchten Stellen werden vorsichtig grün eingefärbt, um später eine Grundlage für Flocken und Foliage zu haben.&lt;br /&gt;
Zum Schluß werden mit einem fast trockenen Pinsel Lichter gesetzt. Dieses Granieren (engl. drybrushing) mit der hellsten Felsenfarbe betont die Spitzen und erhabenen Kanten der Felsen und erhöht die dreidimensionale Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewässer ==&lt;br /&gt;
Verschiedenste Materialien stehen dem Gewässerbauer zur Verfügung. Ausgerechnet Wasser schneidet dabei am schlechtesten ab....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strassen ==&lt;br /&gt;
Auch auf der Modellbahn kann nicht alles auf Gleisen laufen. Mittlerweile finden Autos auf Schauanlagen schon mehr interesse als die Eisenbahn....&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Labau1.gif&amp;diff=7927</id>
		<title>Datei:Labau1.gif</title>
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				<updated>2005-06-30T09:25:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: Landschaftsbau mit Schaumstoff&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Landschaftsbau mit Schaumstoff&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Modellbahn-Raum&amp;diff=6817</id>
		<title>Modellbahn-Raum</title>
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				<updated>2005-06-30T09:07:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Lieratur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Grundsätzliches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== der Modellbahn-Raum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Leider hat man als Modellbahner selten die beliebige Wahl zwischen verschiedenen Räumlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem sollte man einige Idealvorstellungen beachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raumklima: der Raum sollte möglichst konstante klimatische Bedingungen aufweisen (ca.20° Lufttemperatur und 50% relative Luftfeuchtigkeit). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helligkeit: der Modellbahner scheut das Tageslicht, aber eine gleichmässige und ausreichende Beleuchtung ist wichtig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größe: so groß als möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorteilhaft ist auch eine Trennung von Anlage und Arbeitsplatz, insbesondere, wenn &amp;quot;schmutzige&amp;quot; Arbeiten ausgeführt werden. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigsten Modellbahner haben wohl die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Räumen, wo sie ihre Modellbahn aufstellen können. Gerade deshalb habe ich mich bemüht, im Themenkreis zum Bau einer Modellbahn auch auf die dadurch entstehenden Probleme einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Temperatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine für den Menschen angenehme Raumtemperatur - so zwischen 18 und 21 Grad Celsius - ist auch für die Modellbahn richtig. Niemand wird die Modellbahn in einen Kühlraum oder eine Sauna einbauen. Problematisch wird es dann, wenn die Temperaturen stark schwanken, z.B. zwischen Sommer und Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderes Problem entsteht in Kellerräumen, wenn im Sommer die warme (manchmal sogar schwüle) Aussenluft in den kalten Keller gelangt, dort abkühlt und entsprechend Feuchtigkeit abgibt. Der Kellerraum sollte daher ganzjährig geheizt werden können. Allerdings müsste man den Kellerraum schon erheblich aufheizen, wenn man diesen Effekt im Sommer vollständig kompensieren wollte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschiedliche Materialausdehnung können bei grösseren Temperaturschwankungen - ein klassisches Problem bei Dachböden - u.U. zu Schäden beim Gleisaufbau führen. Schienenstösse sollten nicht fugenlos ausgeführt werden, sondern Raum für die Ausdehnung lassen (allerdings nicht so viel, dass die Fahrsicherheit leidet!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zuschnitt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits erwähnt: in den seltensten Fällen kann man als Modellbahner den Raum frei wählen, sondern muss sich mit dem Vorhandenen abfinden. Doch auch hier einige Hinweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Es sollte nach Möglichkeit kein Durchgangsraum als Aufstellungsort gewählt werden.&lt;br /&gt;
* Mit den verschiedenen Spurweiten kann man sich an die Gegebenheiten in gewissem Rahmen anpassen.&lt;br /&gt;
* Die Anlage sollte so aufgestellt werden, dass sie überall zugänglich ist (nicht nur beim Bau, sondern auch beim Betrieb)!&lt;br /&gt;
* Fenster, Heizkörper, Reinigungsöffnungen von Kaminen u.ä. müssen erreichbar sein! Ggf. herausnehmbare bzw. klappbare Anlagenteile vorsehen.&lt;br /&gt;
* Zu Heizkörpern sollte auch ein ausreichender Abstand gehalten werden, um keinen Wärmestau zu erzeugen.&lt;br /&gt;
* Auch Mansarden (Dachschrägen) berücksichtigen! Diese können z.B. als Schattenbahnhof genutzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Punkte sollte man bereits bei der Planung der Modellbahn berücksichtigen. Ideal ist es natürlich, wenn man bei einem Neu- oder Umbau Elektroanschlüsse und Heizkörper usw. passend zur Anlage planen kann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuchtigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während bei zu trockener Luft kaum mit Schäden zu rechnen ist (es sei denn es brennt), ärgert zu feuchte Luft den Modellbahner häufig mit Oxidation (Rost, Korrision) an Metallteilen. Gefährdet sind hier Gleise (bei Märklin vor allem der Mittelleiter!). Ausserdem kann eine (oft jahreszeitlich bedingte) sehr stark wechselnde Luftfeuchtigkeit zum &amp;quot;Arbeiten&amp;quot; von Holz (Unterbau) führen, die Anlage verzieht sich, Trassenbretter werden krumm etc. Es sollte daher nur gut abgelagertes Holz verarbeitet werden, Massivholz besser vermeiden, Holzteile am besten imprägnieren oder Lackieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassische Frage in jeder 2.Bausparzeitschrift ist: &amp;quot;Mein Keller ist feucht, was kann ich dagegen tun?&amp;quot; Nun, die Gründe sind vielfältigster Art, daher kann kein pauschaler Rat erfolgen, nur einige Hinweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keller werden vor allem im Sommer feucht, wenn die warme Luft von draussen im Keller abgekühlt wird und dadurch das enthaltene Wasser abgibt, daher Keller im Sommer möglichst wenig lüften!&lt;br /&gt;
* Sind Kellerwände ständig feucht, sollte die Ursache (nicht nur im Interesse der Modellbahn) von einem Fachmann festgestellt und entsprechende Massnahmen unternommen werden. Es gibt hier viele Gründe:&lt;br /&gt;
** &amp;quot;echte&amp;quot; Feuchtigkeit bei hohem Grundwasserspiegel;&lt;br /&gt;
** nicht erkannte Wasserschäden durch defekte Leitungen oder überlaufende Dachentwässerung; &lt;br /&gt;
*: Beachten Sie dabei auch:&lt;br /&gt;
** eine Isolierung der Kellerwände verhindert zwar, dass Wasser an den Wänden kondensiert, die Luftfeuchtigkeit wird jedoch damit nicht (bzw. nicht direkt) verändert. Allerdings kann die Raumtemperatur dadurch erhöht und auf diesem Weg die Kondensation verringert werden.&lt;br /&gt;
** Werden Wände, die von aussen bzw. unten her feucht sind, innen isoliert, treten u.U. verstärkt Bauschäden auf: das Mauerwerk kann die Feuchtigkeit nicht mehr abgeben! Hier müssen unbedingt hinterlüftete Isolierungen angebracht und das Mauerwerk so behandelt werden, dass keine Feuchtigkeit mehr eintreten kann. Auch hier gibt es verschiedene Verfahren, über die der Fachmann entscheiden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast in jedem Keller kann man beobachten, dass im Sommer die Luftfeuchtigkeit durch die sich abkühlende Aussenluft zunimmt. Es gibt verschiedene Wege, dies zu beheben. Entfeuchten kann man mit chemischen Mitteln (meist in Säckchen verpackt), die die Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Zu unterscheiden ist hier zwischen Präparaten die weggeworfen werden (z.B. von UHU) und solchen, die im Backofen getrocknet und wiederverwendet werden können. Die Entfeuchtungsleistung ist meist relativ gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alternative sind elektrische Entfeuchtungsgeräte (arbeiten ähnlich wie ein Kühlschrank). Auf Dauer dürften die elektrischen Entfeuchter (rotz der hohen Anschaffungskosten von ca. 800-1500 DEM) zumindest billiger als die Wegwerf-Mittel kommen, ausserdem kann hier die gewünschte Luftfeuchtigkeit eingestellt werden. Diese Geräte können oft auch geliehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eine aktuelle Erfahrung meinerseits:''' Ich habe ein Gerät (für max.180 Kubikmeter Raumgrösse) ausgeliehen, pro Woche DM 95,-- + MWSt. Leihgebühr. Kaufpreis wären DM 1.800,--.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgestellt wurde der Entfeuchter in 2 zusammenhängenden Räumen von 36 bzw. 11 qm Fläche und ca. 2,30 m Höhe, entspricht zusammen ca. 108 Kubikmeter Rauminhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von 5 Tagen wurde die Luftfeuchtigkeit von 65% auf 53 % gesenkt, dabei wurden 14,5 l Wasser abgeschieden. Die Lufttemperatur liegt bei konstant 19 Grad Celsius. In den letzten beiden Tagen ist die Luftfeuchtigkeit etwa gleichgeblieben, das bedeutet dass die letzten 2 l Wasser aus den Wänden gekommen sind. In einigen Tagen werde ich das Gerät zurückgeben und beobachten, wie schnell die Luftfeuchtigkeit wieder steigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staub ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelleisenbahnen sind feinmechanische Präzisionswerke (gut, nicht alle...) und dementsprechend empfindlich gegenüber Staub, Schmutz usw. Klassischer Märklin-Schaden ist ein durch Fussel blockiertes Getriebe, weil man immer auf dem Teppichboden gefahren ist.... in diesem Zusammenhang sollte man auch dran denken, dass bei groben Arbeiten (Sägen, Schleifen, Bohren) das fahrende Material besser weggepackt werden sollte. (übrigens sind brennende Glühbirnen besonders empfindlich gegen Erschütterungen, daher nicht bei eingeschalteter Stadtbeleuchtung rumhämmern!). Eine Modellbahnanlage z.B. im Schlafzimmer sollte möglichst vor Staub geschützt werden, während klimatische Probleme hier eher zwischen den Ehepartnern entstehen als bei der Modellbahnanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu staubige Luft ist meist mit sehr geringer Luftfeuchtigkeit verbunden. Auch dafür gibt es natürlich Geräte, wie Luftbefeuchter oder sogenannte Luftwäscher oder auch Luftreiniger (Gebläse mit Filter). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wand- und Bodenbeläge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur aus den vorherigen Ausführungen ergeben sich die folgenden Tips zu Wand und Boden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Teppichböden sind Staubfallen und sollten eher vermieden werden. Ausserdem: schon mal einen abgefallenen Puffer in der &amp;quot;Auslegeware&amp;quot; gesucht?&lt;br /&gt;
* (Zu) Harte Bodenbeläge sind ebenfalls zu vermeiden, da auch mal was empfindliches runterfallen kann..&lt;br /&gt;
* am zweckmässigsten sind Bodenbeläge, die glatt und wischfest sind, ich empfehle PVC, Linoleum oder Kork (versiegelt). Am unempfindlichsten sind PVC-Beläge von der Rolle.&lt;br /&gt;
* Wände sollten verputzt und gestrichen sein. Verputzte Wände bieten einen besseren Klimaausgleich als z.B. nackte Betonwände!&lt;br /&gt;
* Bei nicht isolierten Keller- oder auch Dachgeschoßräumen bietet sich eine ggf. hinterlüftete, isolierte Gipskarton-Verkleidung an. Hier nochmals der Hinweis: Es sollte unbedingt von einem Fachmann (ich sagte Fachmann, nicht einfach vom Verkäufer im Baumarkt!) geprüft werden, welche Konstruktion aufgrund der vorliegenden Situation erforderlich ist, da sonst mehr Schaden als Nutzen entsteht!&lt;br /&gt;
* Ein Hintergrund für die Modellbahn kann direkt auf die Wand aufgemalt bzw. geklebt (Hintergrundtapeten) werden, dabei sollte beachtet werden dass ein Hintergrund am besten wirkt wenn er ca. 10 cm Abstand von der Anlage hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein kurzes Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ideale Raum für die Modellbahn ist klimatisch ausgeglichen, d.h. konstante Temperatur von ca. 18-20 Grad, Luftfeuchtigkeit sollte bei ca. 50% liegen, die Luft möglichst staubfrei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis wird man das wohl genauso selten finden wie die Lieblingslok in der gewünschten Spurweite mit sauberster Detaillierung und perfektem Lauf... Aber wir Modellbahner sind ja Kompromisse gewöhnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== geeignete Materialien ==&lt;br /&gt;
{| border=1 &lt;br /&gt;
| Bezeichnung&lt;br /&gt;
| Aufbau, Lieferform&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| Verwendung&lt;br /&gt;
| Eigenschaften&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Massivholz&lt;br /&gt;
| aus vollem Holz ges&amp;amp;auml;gt bzw. gefr&amp;amp;auml;st, von d&amp;amp;uuml;nnen Leisten&lt;br /&gt;
5x5 mm bis Bretter bzw. Kanth&amp;amp;ouml;lzer und Balken&lt;br /&gt;
| als Leisten, Kanth&amp;amp;ouml;lzer, Beine, auch z.B. Unterlage bei Rampen,&lt;br /&gt;
Rahmenbau mit Sperrholzplatte&lt;br /&gt;
| preiswert, leicht&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Pressspanplatte&lt;br /&gt;
| aus Holzsp&amp;amp;auml;nen mit Leimzugabe gepresst, verschiedene Spangr&amp;amp;ouml;&amp;amp;szlig;en&lt;br /&gt;
(rauh/fein), St&amp;amp;auml;rke 8-50 mm,&amp;amp;nbsp; in Platten 1,75 x 2,50 m und gr&amp;amp;ouml;&amp;amp;szlig;er&lt;br /&gt;
| fr&amp;amp;uuml;her oft als Grundplatte verwendet&lt;br /&gt;
| verzugsfest, aber nicht formstabil (h&amp;amp;auml;ngt leicht durch) und relativ&lt;br /&gt;
schwer;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;nur mit hochwertigen S&amp;amp;auml;gebl&amp;amp;auml;ttern bearbeiten (werden schnell&lt;br /&gt;
stumpf); Oberfl&amp;amp;auml;che oft mit Resten von Trennmitteln behaftet, daher&lt;br /&gt;
halten Kleber und Farben oft kaum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;relativ preiswert, aber nicht empfehlenswert, ggf. dicke Ausf&amp;amp;uuml;hrungen&lt;br /&gt;
als Arbeitsplatte. Normale Pressspanplatten sind nicht wasserfest und quellen&lt;br /&gt;
bei Feuchtigkeit leicht auf.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Hartfaserplatte&lt;br /&gt;
| aus Holzfasern mit Leimzugabe gepresst, 5-10 mm stark, in Platten wie&lt;br /&gt;
Pressspan, oft einseitig kunststoffbeschichtet&lt;br /&gt;
| Seitenverkleidung von Anlagen,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Modulk&amp;amp;auml;sten (auf Massivholzrahmen),&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Hintergrund (z.B. bemalt oder mit&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Hintergrundtapete beklebt)&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| nicht f&amp;amp;uuml;r tragende Teile verwendbar, relativ preiswert, oft auch&lt;br /&gt;
als Abfall zu finden (Schrankr&amp;amp;uuml;ckwand, meist einseitig Kunststoffbeschichtung).&lt;br /&gt;
Wird oft mit Pressspanplatten verwechselt.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| MDF (mitteldichte Faserplatte)&lt;br /&gt;
| aus Holzfasern mit Leimzugabe gepresst, 10-30 mm (?) stark, in Platten, teilweise  kunststoffbeschichtet&lt;br /&gt;
| speziell für Möbelbau konstruiertes Material&lt;br /&gt;
| billig, aber schwer; in den Stirnseiten halten Schrauben und Nägel nur schlecht. Für Modellbahnanlagen eher unbrauchbar.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Weichfaserplatte&lt;br /&gt;
| ebenfalls aus Holzfasern, aber weicher als Hartfaser (weniger Leim/Druck),&lt;br /&gt;
in Platten mit ca. 5-20 mm Dicke&lt;br /&gt;
| schalld&amp;amp;auml;mmende Unterlage f&amp;amp;uuml;r&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Gleistrasse (auf Sperrholz o.&amp;amp;auml;.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;auch gebrochen f&amp;amp;uuml;r Nachbildung geschichteter Gesteinsformationen&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;oder als Pinnbret&lt;br /&gt;
| Weich, bricht leicht, schalld&amp;amp;auml;mmend&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Sperrholz&lt;br /&gt;
| auch Furniersperrholz, aus d&amp;amp;uuml;nnen, im rechten Winkel zueinander&lt;br /&gt;
laufenden Schichten verleimt ( immer ungerade Anzahl!), in Platten (unter&lt;br /&gt;
5 mm auch in kleinen St&amp;amp;uuml;cken) bis ca. 20mm St&amp;amp;auml;rke; dar&amp;amp;uuml;ber&lt;br /&gt;
als Muliplex-Platten bis 50 mm St&amp;amp;auml;rke.&lt;br /&gt;
| Grundplatten, Modulk&amp;amp;auml;sten,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Trassen, Spanten; d&amp;amp;uuml;nnes (2-3mm) f&amp;amp;uuml;r Geb&amp;amp;auml;udebau u.&amp;amp;auml;.&lt;br /&gt;
| leichter als Spanplatten, relativ&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;verzugsfest (je mehr Lagen, desto besser!). Multiplex-Platten sind&lt;br /&gt;
relativ schwer und werden h&amp;amp;auml;ufig als Arbeitsplatten f&amp;amp;uuml;r Werkb&amp;amp;auml;nke&lt;br /&gt;
verwendet.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Tischlerplatte&lt;br /&gt;
| Auch Stab- oder St&amp;amp;auml;bchensperrholz, zwischen einer Ober- und Unterschicht&lt;br /&gt;
jeweils aus d&amp;amp;uuml;nnem Holz sind Holzst&amp;amp;auml;be (Faserverlauf quer zu&lt;br /&gt;
den Deckplatten) eingeleimt. Ab 13 mm - 25 mm in Platten.&lt;br /&gt;
| Grundplatten, Modulk&amp;amp;auml;sten, Spanten&lt;br /&gt;
| noch leichter als Sperrholz, verzugsfest,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;allerdings erst ab ca. 13 mm St&amp;amp;auml;rke erh&amp;amp;auml;ltlich&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlprofile&lt;br /&gt;
| Gepre&amp;amp;szlig;te und gestanzte L-Profile aus Stahl, ggf. auch aus Alu&lt;br /&gt;
oder anderen Metallen&lt;br /&gt;
| Rahmen, Beine&lt;br /&gt;
| als Lochraster-Winkelprofile&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;f&amp;amp;uuml;r Regalbau etc.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== benötigtes Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sollten vorhanden sein (und sind es wohl auch in jeder Heimwerker-Werkstatt):&lt;br /&gt;
Hammer, Schraubenzieher in verschiedenen Größen, Vorstecher, Kombizange, Seitenschneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|  &lt;br /&gt;
| Bezeichnung&lt;br /&gt;
| Aufbau, Lieferform&lt;br /&gt;
| Verwendung&lt;br /&gt;
| Eigenschaften&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Kreissäge&lt;br /&gt;
| Handkreissäge, Tischkreissäge, Kappsäge&lt;br /&gt;
| gerade Schnitte, Ablängen von Leisten&lt;br /&gt;
| preiswert, leicht&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stichsäge&lt;br /&gt;
| Empfehlenswert: Pendelhub&lt;br /&gt;
| Kurvenschnitte&lt;br /&gt;
| Kurvenschnitte&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Oberfräse&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Kantenbearbeitung, Nut fräsen, Grifflöcher fräsen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bernhard Stein: ''Meisterschule Modellbahnbau.'' Augustus Verlag, 1992, 3804301479&lt;br /&gt;
* Joachim M. Hill: ''Modellbahn Anlagenplanung. Der richtige Weg zur vorbildgetreuen Modellbahn.'' Alba Publikation, Ddf., Düsseldorf 2002, 3870945974&lt;br /&gt;
* Gernot Balcke: ''Wir bauen eine Modellbahn. Vom richtigen Anfang zum großen Fahr- Erlebnis.'' Alba Publikation, Ddf., Düsseldorf 1986, 387094448X&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Modellbahn-Raum&amp;diff=1932</id>
		<title>Modellbahn-Raum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Modellbahn-Raum&amp;diff=1932"/>
				<updated>2005-06-30T09:07:14Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Grundsätzliches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== der Modellbahn-Raum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Leider hat man als Modellbahner selten die beliebige Wahl zwischen verschiedenen Räumlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem sollte man einige Idealvorstellungen beachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raumklima: der Raum sollte möglichst konstante klimatische Bedingungen aufweisen (ca.20° Lufttemperatur und 50% relative Luftfeuchtigkeit). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helligkeit: der Modellbahner scheut das Tageslicht, aber eine gleichmässige und ausreichende Beleuchtung ist wichtig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größe: so groß als möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorteilhaft ist auch eine Trennung von Anlage und Arbeitsplatz, insbesondere, wenn &amp;quot;schmutzige&amp;quot; Arbeiten ausgeführt werden. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigsten Modellbahner haben wohl die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Räumen, wo sie ihre Modellbahn aufstellen können. Gerade deshalb habe ich mich bemüht, im Themenkreis zum Bau einer Modellbahn auch auf die dadurch entstehenden Probleme einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Temperatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine für den Menschen angenehme Raumtemperatur - so zwischen 18 und 21 Grad Celsius - ist auch für die Modellbahn richtig. Niemand wird die Modellbahn in einen Kühlraum oder eine Sauna einbauen. Problematisch wird es dann, wenn die Temperaturen stark schwanken, z.B. zwischen Sommer und Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderes Problem entsteht in Kellerräumen, wenn im Sommer die warme (manchmal sogar schwüle) Aussenluft in den kalten Keller gelangt, dort abkühlt und entsprechend Feuchtigkeit abgibt. Der Kellerraum sollte daher ganzjährig geheizt werden können. Allerdings müsste man den Kellerraum schon erheblich aufheizen, wenn man diesen Effekt im Sommer vollständig kompensieren wollte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschiedliche Materialausdehnung können bei grösseren Temperaturschwankungen - ein klassisches Problem bei Dachböden - u.U. zu Schäden beim Gleisaufbau führen. Schienenstösse sollten nicht fugenlos ausgeführt werden, sondern Raum für die Ausdehnung lassen (allerdings nicht so viel, dass die Fahrsicherheit leidet!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zuschnitt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits erwähnt: in den seltensten Fällen kann man als Modellbahner den Raum frei wählen, sondern muss sich mit dem Vorhandenen abfinden. Doch auch hier einige Hinweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Es sollte nach Möglichkeit kein Durchgangsraum als Aufstellungsort gewählt werden.&lt;br /&gt;
* Mit den verschiedenen Spurweiten kann man sich an die Gegebenheiten in gewissem Rahmen anpassen.&lt;br /&gt;
* Die Anlage sollte so aufgestellt werden, dass sie überall zugänglich ist (nicht nur beim Bau, sondern auch beim Betrieb)!&lt;br /&gt;
* Fenster, Heizkörper, Reinigungsöffnungen von Kaminen u.ä. müssen erreichbar sein! Ggf. herausnehmbare bzw. klappbare Anlagenteile vorsehen.&lt;br /&gt;
* Zu Heizkörpern sollte auch ein ausreichender Abstand gehalten werden, um keinen Wärmestau zu erzeugen.&lt;br /&gt;
* Auch Mansarden (Dachschrägen) berücksichtigen! Diese können z.B. als Schattenbahnhof genutzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Punkte sollte man bereits bei der Planung der Modellbahn berücksichtigen. Ideal ist es natürlich, wenn man bei einem Neu- oder Umbau Elektroanschlüsse und Heizkörper usw. passend zur Anlage planen kann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuchtigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während bei zu trockener Luft kaum mit Schäden zu rechnen ist (es sei denn es brennt), ärgert zu feuchte Luft den Modellbahner häufig mit Oxidation (Rost, Korrision) an Metallteilen. Gefährdet sind hier Gleise (bei Märklin vor allem der Mittelleiter!). Ausserdem kann eine (oft jahreszeitlich bedingte) sehr stark wechselnde Luftfeuchtigkeit zum &amp;quot;Arbeiten&amp;quot; von Holz (Unterbau) führen, die Anlage verzieht sich, Trassenbretter werden krumm etc. Es sollte daher nur gut abgelagertes Holz verarbeitet werden, Massivholz besser vermeiden, Holzteile am besten imprägnieren oder Lackieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassische Frage in jeder 2.Bausparzeitschrift ist: &amp;quot;Mein Keller ist feucht, was kann ich dagegen tun?&amp;quot; Nun, die Gründe sind vielfältigster Art, daher kann kein pauschaler Rat erfolgen, nur einige Hinweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keller werden vor allem im Sommer feucht, wenn die warme Luft von draussen im Keller abgekühlt wird und dadurch das enthaltene Wasser abgibt, daher Keller im Sommer möglichst wenig lüften!&lt;br /&gt;
* Sind Kellerwände ständig feucht, sollte die Ursache (nicht nur im Interesse der Modellbahn) von einem Fachmann festgestellt und entsprechende Massnahmen unternommen werden. Es gibt hier viele Gründe:&lt;br /&gt;
** &amp;quot;echte&amp;quot; Feuchtigkeit bei hohem Grundwasserspiegel;&lt;br /&gt;
** nicht erkannte Wasserschäden durch defekte Leitungen oder überlaufende Dachentwässerung; &lt;br /&gt;
*: Beachten Sie dabei auch:&lt;br /&gt;
** eine Isolierung der Kellerwände verhindert zwar, dass Wasser an den Wänden kondensiert, die Luftfeuchtigkeit wird jedoch damit nicht (bzw. nicht direkt) verändert. Allerdings kann die Raumtemperatur dadurch erhöht und auf diesem Weg die Kondensation verringert werden.&lt;br /&gt;
** Werden Wände, die von aussen bzw. unten her feucht sind, innen isoliert, treten u.U. verstärkt Bauschäden auf: das Mauerwerk kann die Feuchtigkeit nicht mehr abgeben! Hier müssen unbedingt hinterlüftete Isolierungen angebracht und das Mauerwerk so behandelt werden, dass keine Feuchtigkeit mehr eintreten kann. Auch hier gibt es verschiedene Verfahren, über die der Fachmann entscheiden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast in jedem Keller kann man beobachten, dass im Sommer die Luftfeuchtigkeit durch die sich abkühlende Aussenluft zunimmt. Es gibt verschiedene Wege, dies zu beheben. Entfeuchten kann man mit chemischen Mitteln (meist in Säckchen verpackt), die die Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Zu unterscheiden ist hier zwischen Präparaten die weggeworfen werden (z.B. von UHU) und solchen, die im Backofen getrocknet und wiederverwendet werden können. Die Entfeuchtungsleistung ist meist relativ gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alternative sind elektrische Entfeuchtungsgeräte (arbeiten ähnlich wie ein Kühlschrank). Auf Dauer dürften die elektrischen Entfeuchter (rotz der hohen Anschaffungskosten von ca. 800-1500 DEM) zumindest billiger als die Wegwerf-Mittel kommen, ausserdem kann hier die gewünschte Luftfeuchtigkeit eingestellt werden. Diese Geräte können oft auch geliehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eine aktuelle Erfahrung meinerseits:''' Ich habe ein Gerät (für max.180 Kubikmeter Raumgrösse) ausgeliehen, pro Woche DM 95,-- + MWSt. Leihgebühr. Kaufpreis wären DM 1.800,--.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgestellt wurde der Entfeuchter in 2 zusammenhängenden Räumen von 36 bzw. 11 qm Fläche und ca. 2,30 m Höhe, entspricht zusammen ca. 108 Kubikmeter Rauminhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von 5 Tagen wurde die Luftfeuchtigkeit von 65% auf 53 % gesenkt, dabei wurden 14,5 l Wasser abgeschieden. Die Lufttemperatur liegt bei konstant 19 Grad Celsius. In den letzten beiden Tagen ist die Luftfeuchtigkeit etwa gleichgeblieben, das bedeutet dass die letzten 2 l Wasser aus den Wänden gekommen sind. In einigen Tagen werde ich das Gerät zurückgeben und beobachten, wie schnell die Luftfeuchtigkeit wieder steigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staub ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelleisenbahnen sind feinmechanische Präzisionswerke (gut, nicht alle...) und dementsprechend empfindlich gegenüber Staub, Schmutz usw. Klassischer Märklin-Schaden ist ein durch Fussel blockiertes Getriebe, weil man immer auf dem Teppichboden gefahren ist.... in diesem Zusammenhang sollte man auch dran denken, dass bei groben Arbeiten (Sägen, Schleifen, Bohren) das fahrende Material besser weggepackt werden sollte. (übrigens sind brennende Glühbirnen besonders empfindlich gegen Erschütterungen, daher nicht bei eingeschalteter Stadtbeleuchtung rumhämmern!). Eine Modellbahnanlage z.B. im Schlafzimmer sollte möglichst vor Staub geschützt werden, während klimatische Probleme hier eher zwischen den Ehepartnern entstehen als bei der Modellbahnanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu staubige Luft ist meist mit sehr geringer Luftfeuchtigkeit verbunden. Auch dafür gibt es natürlich Geräte, wie Luftbefeuchter oder sogenannte Luftwäscher oder auch Luftreiniger (Gebläse mit Filter). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wand- und Bodenbeläge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur aus den vorherigen Ausführungen ergeben sich die folgenden Tips zu Wand und Boden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Teppichböden sind Staubfallen und sollten eher vermieden werden. Ausserdem: schon mal einen abgefallenen Puffer in der &amp;quot;Auslegeware&amp;quot; gesucht?&lt;br /&gt;
* (Zu) Harte Bodenbeläge sind ebenfalls zu vermeiden, da auch mal was empfindliches runterfallen kann..&lt;br /&gt;
* am zweckmässigsten sind Bodenbeläge, die glatt und wischfest sind, ich empfehle PVC, Linoleum oder Kork (versiegelt). Am unempfindlichsten sind PVC-Beläge von der Rolle.&lt;br /&gt;
* Wände sollten verputzt und gestrichen sein. Verputzte Wände bieten einen besseren Klimaausgleich als z.B. nackte Betonwände!&lt;br /&gt;
* Bei nicht isolierten Keller- oder auch Dachgeschoßräumen bietet sich eine ggf. hinterlüftete, isolierte Gipskarton-Verkleidung an. Hier nochmals der Hinweis: Es sollte unbedingt von einem Fachmann (ich sagte Fachmann, nicht einfach vom Verkäufer im Baumarkt!) geprüft werden, welche Konstruktion aufgrund der vorliegenden Situation erforderlich ist, da sonst mehr Schaden als Nutzen entsteht!&lt;br /&gt;
* Ein Hintergrund für die Modellbahn kann direkt auf die Wand aufgemalt bzw. geklebt (Hintergrundtapeten) werden, dabei sollte beachtet werden dass ein Hintergrund am besten wirkt wenn er ca. 10 cm Abstand von der Anlage hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein kurzes Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ideale Raum für die Modellbahn ist klimatisch ausgeglichen, d.h. konstante Temperatur von ca. 18-20 Grad, Luftfeuchtigkeit sollte bei ca. 50% liegen, die Luft möglichst staubfrei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis wird man das wohl genauso selten finden wie die Lieblingslok in der gewünschten Spurweite mit sauberster Detaillierung und perfektem Lauf... Aber wir Modellbahner sind ja Kompromisse gewöhnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== geeignete Materialien ==&lt;br /&gt;
{| border=1 &lt;br /&gt;
| Bezeichnung&lt;br /&gt;
| Aufbau, Lieferform&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| Verwendung&lt;br /&gt;
| Eigenschaften&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Massivholz&lt;br /&gt;
| aus vollem Holz ges&amp;amp;auml;gt bzw. gefr&amp;amp;auml;st, von d&amp;amp;uuml;nnen Leisten&lt;br /&gt;
5x5 mm bis Bretter bzw. Kanth&amp;amp;ouml;lzer und Balken&lt;br /&gt;
| als Leisten, Kanth&amp;amp;ouml;lzer, Beine, auch z.B. Unterlage bei Rampen,&lt;br /&gt;
Rahmenbau mit Sperrholzplatte&lt;br /&gt;
| preiswert, leicht&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Pressspanplatte&lt;br /&gt;
| aus Holzsp&amp;amp;auml;nen mit Leimzugabe gepresst, verschiedene Spangr&amp;amp;ouml;&amp;amp;szlig;en&lt;br /&gt;
(rauh/fein), St&amp;amp;auml;rke 8-50 mm,&amp;amp;nbsp; in Platten 1,75 x 2,50 m und gr&amp;amp;ouml;&amp;amp;szlig;er&lt;br /&gt;
| fr&amp;amp;uuml;her oft als Grundplatte verwendet&lt;br /&gt;
| verzugsfest, aber nicht formstabil (h&amp;amp;auml;ngt leicht durch) und relativ&lt;br /&gt;
schwer;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;nur mit hochwertigen S&amp;amp;auml;gebl&amp;amp;auml;ttern bearbeiten (werden schnell&lt;br /&gt;
stumpf); Oberfl&amp;amp;auml;che oft mit Resten von Trennmitteln behaftet, daher&lt;br /&gt;
halten Kleber und Farben oft kaum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;relativ preiswert, aber nicht empfehlenswert, ggf. dicke Ausf&amp;amp;uuml;hrungen&lt;br /&gt;
als Arbeitsplatte. Normale Pressspanplatten sind nicht wasserfest und quellen&lt;br /&gt;
bei Feuchtigkeit leicht auf.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Hartfaserplatte&lt;br /&gt;
| aus Holzfasern mit Leimzugabe gepresst, 5-10 mm stark, in Platten wie&lt;br /&gt;
Pressspan, oft einseitig kunststoffbeschichtet&lt;br /&gt;
| Seitenverkleidung von Anlagen,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Modulk&amp;amp;auml;sten (auf Massivholzrahmen),&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Hintergrund (z.B. bemalt oder mit&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Hintergrundtapete beklebt)&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| nicht f&amp;amp;uuml;r tragende Teile verwendbar, relativ preiswert, oft auch&lt;br /&gt;
als Abfall zu finden (Schrankr&amp;amp;uuml;ckwand, meist einseitig Kunststoffbeschichtung).&lt;br /&gt;
Wird oft mit Pressspanplatten verwechselt.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| MDF (mitteldichte Faserplatte)&lt;br /&gt;
| aus Holzfasern mit Leimzugabe gepresst, 10-30 mm (?) stark, in Platten, teilweise  kunststoffbeschichtet&lt;br /&gt;
| speziell für Möbelbau konstruiertes Material&lt;br /&gt;
| billig, aber schwer; in den Stirnseiten halten Schrauben und Nägel nur schlecht. Für Modellbahnanlagen eher unbrauchbar.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Weichfaserplatte&lt;br /&gt;
| ebenfalls aus Holzfasern, aber weicher als Hartfaser (weniger Leim/Druck),&lt;br /&gt;
in Platten mit ca. 5-20 mm Dicke&lt;br /&gt;
| schalld&amp;amp;auml;mmende Unterlage f&amp;amp;uuml;r&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Gleistrasse (auf Sperrholz o.&amp;amp;auml;.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;auch gebrochen f&amp;amp;uuml;r Nachbildung geschichteter Gesteinsformationen&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;oder als Pinnbret&lt;br /&gt;
| Weich, bricht leicht, schalld&amp;amp;auml;mmend&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Sperrholz&lt;br /&gt;
| auch Furniersperrholz, aus d&amp;amp;uuml;nnen, im rechten Winkel zueinander&lt;br /&gt;
laufenden Schichten verleimt ( immer ungerade Anzahl!), in Platten (unter&lt;br /&gt;
5 mm auch in kleinen St&amp;amp;uuml;cken) bis ca. 20mm St&amp;amp;auml;rke; dar&amp;amp;uuml;ber&lt;br /&gt;
als Muliplex-Platten bis 50 mm St&amp;amp;auml;rke.&lt;br /&gt;
| Grundplatten, Modulk&amp;amp;auml;sten,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Trassen, Spanten; d&amp;amp;uuml;nnes (2-3mm) f&amp;amp;uuml;r Geb&amp;amp;auml;udebau u.&amp;amp;auml;.&lt;br /&gt;
| leichter als Spanplatten, relativ&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;verzugsfest (je mehr Lagen, desto besser!). Multiplex-Platten sind&lt;br /&gt;
relativ schwer und werden h&amp;amp;auml;ufig als Arbeitsplatten f&amp;amp;uuml;r Werkb&amp;amp;auml;nke&lt;br /&gt;
verwendet.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Tischlerplatte&lt;br /&gt;
| Auch Stab- oder St&amp;amp;auml;bchensperrholz, zwischen einer Ober- und Unterschicht&lt;br /&gt;
jeweils aus d&amp;amp;uuml;nnem Holz sind Holzst&amp;amp;auml;be (Faserverlauf quer zu&lt;br /&gt;
den Deckplatten) eingeleimt. Ab 13 mm - 25 mm in Platten.&lt;br /&gt;
| Grundplatten, Modulk&amp;amp;auml;sten, Spanten&lt;br /&gt;
| noch leichter als Sperrholz, verzugsfest,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;allerdings erst ab ca. 13 mm St&amp;amp;auml;rke erh&amp;amp;auml;ltlich&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlprofile&lt;br /&gt;
| Gepre&amp;amp;szlig;te und gestanzte L-Profile aus Stahl, ggf. auch aus Alu&lt;br /&gt;
oder anderen Metallen&lt;br /&gt;
| Rahmen, Beine&lt;br /&gt;
| als Lochraster-Winkelprofile&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;f&amp;amp;uuml;r Regalbau etc.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== benötigtes Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sollten vorhanden sein (und sind es wohl auch in jeder Heimwerker-Werkstatt):&lt;br /&gt;
Hammer, Schraubenzieher in verschiedenen Größen, Vorstecher, Kombizange, Seitenschneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|  &lt;br /&gt;
| Bezeichnung&lt;br /&gt;
| Aufbau, Lieferform&lt;br /&gt;
| Verwendung&lt;br /&gt;
| Eigenschaften&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Kreissäge&lt;br /&gt;
| Handkreissäge, Tischkreissäge, Kappsäge&lt;br /&gt;
| gerade Schnitte, Ablängen von Leisten&lt;br /&gt;
| preiswert, leicht&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stichsäge&lt;br /&gt;
| Empfehlenswert: Pendelhub&lt;br /&gt;
| Kurvenschnitte&lt;br /&gt;
| Kurvenschnitte&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Oberfräse&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Kantenbearbeitung, Nut fräsen, Grifflöcher fräsen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lieratur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bernhard Stein: ''Meisterschule Modellbahnbau.'' Augustus Verlag, 1992, 3804301479&lt;br /&gt;
* Joachim M. Hill: ''Modellbahn Anlagenplanung. Der richtige Weg zur vorbildgetreuen Modellbahn.'' Alba Publikation, Ddf., Düsseldorf 2002, 3870945974&lt;br /&gt;
* Gernot Balcke: ''Wir bauen eine Modellbahn. Vom richtigen Anfang zum großen Fahr- Erlebnis.'' Alba Publikation, Ddf., Düsseldorf 1986, 387094448X&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Modellbahn-Raum&amp;diff=1931</id>
		<title>Modellbahn-Raum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Modellbahn-Raum&amp;diff=1931"/>
				<updated>2005-06-30T09:00:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Feuchtigkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Grundsätzliches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== der Modellbahn-Raum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Leider hat man als Modellbahner selten die beliebige Wahl zwischen verschiedenen Räumlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem sollte man einige Idealvorstellungen beachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raumklima: der Raum sollte möglichst konstante klimatische Bedingungen aufweisen (ca.20° Lufttemperatur und 50% relative Luftfeuchtigkeit). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helligkeit: der Modellbahner scheut das Tageslicht, aber eine gleichmässige und ausreichende Beleuchtung ist wichtig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größe: so groß als möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorteilhaft ist auch eine Trennung von Anlage und Arbeitsplatz, insbesondere, wenn &amp;quot;schmutzige&amp;quot; Arbeiten ausgeführt werden. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigsten Modellbahner haben wohl die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Räumen, wo sie ihre Modellbahn aufstellen können. Gerade deshalb habe ich mich bemüht, im Themenkreis zum Bau einer Modellbahn auch auf die dadurch entstehenden Probleme einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Temperatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine für den Menschen angenehme Raumtemperatur - so zwischen 18 und 21 Grad Celsius - ist auch für die Modellbahn richtig. Niemand wird die Modellbahn in einen Kühlraum oder eine Sauna einbauen. Problematisch wird es dann, wenn die Temperaturen stark schwanken, z.B. zwischen Sommer und Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderes Problem entsteht in Kellerräumen, wenn im Sommer die warme (manchmal sogar schwüle) Aussenluft in den kalten Keller gelangt, dort abkühlt und entsprechend Feuchtigkeit abgibt. Der Kellerraum sollte daher ganzjährig geheizt werden können. Allerdings müsste man den Kellerraum schon erheblich aufheizen, wenn man diesen Effekt im Sommer vollständig kompensieren wollte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschiedliche Materialausdehnung können bei grösseren Temperaturschwankungen - ein klassisches Problem bei Dachböden - u.U. zu Schäden beim Gleisaufbau führen. Schienenstösse sollten nicht fugenlos ausgeführt werden, sondern Raum für die Ausdehnung lassen (allerdings nicht so viel, dass die Fahrsicherheit leidet!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zuschnitt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits erwähnt: in den seltensten Fällen kann man als Modellbahner den Raum frei wählen, sondern muss sich mit dem Vorhandenen abfinden. Doch auch hier einige Hinweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Es sollte nach Möglichkeit kein Durchgangsraum als Aufstellungsort gewählt werden.&lt;br /&gt;
* Mit den verschiedenen Spurweiten kann man sich an die Gegebenheiten in gewissem Rahmen anpassen.&lt;br /&gt;
* Die Anlage sollte so aufgestellt werden, dass sie überall zugänglich ist (nicht nur beim Bau, sondern auch beim Betrieb)!&lt;br /&gt;
* Fenster, Heizkörper, Reinigungsöffnungen von Kaminen u.ä. müssen erreichbar sein! Ggf. herausnehmbare bzw. klappbare Anlagenteile vorsehen.&lt;br /&gt;
* Zu Heizkörpern sollte auch ein ausreichender Abstand gehalten werden, um keinen Wärmestau zu erzeugen.&lt;br /&gt;
* Auch Mansarden (Dachschrägen) berücksichtigen! Diese können z.B. als Schattenbahnhof genutzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Punkte sollte man bereits bei der Planung der Modellbahn berücksichtigen. Ideal ist es natürlich, wenn man bei einem Neu- oder Umbau Elektroanschlüsse und Heizkörper usw. passend zur Anlage planen kann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuchtigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während bei zu trockener Luft kaum mit Schäden zu rechnen ist (es sei denn es brennt), ärgert zu feuchte Luft den Modellbahner häufig mit Oxidation (Rost, Korrision) an Metallteilen. Gefährdet sind hier Gleise (bei Märklin vor allem der Mittelleiter!). Ausserdem kann eine (oft jahreszeitlich bedingte) sehr stark wechselnde Luftfeuchtigkeit zum &amp;quot;Arbeiten&amp;quot; von Holz (Unterbau) führen, die Anlage verzieht sich, Trassenbretter werden krumm etc. Es sollte daher nur gut abgelagertes Holz verarbeitet werden, Massivholz besser vermeiden, Holzteile am besten imprägnieren oder Lackieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassische Frage in jeder 2.Bausparzeitschrift ist: &amp;quot;Mein Keller ist feucht, was kann ich dagegen tun?&amp;quot; Nun, die Gründe sind vielfältigster Art, daher kann kein pauschaler Rat erfolgen, nur einige Hinweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keller werden vor allem im Sommer feucht, wenn die warme Luft von draussen im Keller abgekühlt wird und dadurch das enthaltene Wasser abgibt, daher Keller im Sommer möglichst wenig lüften!&lt;br /&gt;
* Sind Kellerwände ständig feucht, sollte die Ursache (nicht nur im Interesse der Modellbahn) von einem Fachmann festgestellt und entsprechende Massnahmen unternommen werden. Es gibt hier viele Gründe:&lt;br /&gt;
** &amp;quot;echte&amp;quot; Feuchtigkeit bei hohem Grundwasserspiegel;&lt;br /&gt;
** nicht erkannte Wasserschäden durch defekte Leitungen oder überlaufende Dachentwässerung; &lt;br /&gt;
*: Beachten Sie dabei auch:&lt;br /&gt;
** eine Isolierung der Kellerwände verhindert zwar, dass Wasser an den Wänden kondensiert, die Luftfeuchtigkeit wird jedoch damit nicht (bzw. nicht direkt) verändert. Allerdings kann die Raumtemperatur dadurch erhöht und auf diesem Weg die Kondensation verringert werden.&lt;br /&gt;
** Werden Wände, die von aussen bzw. unten her feucht sind, innen isoliert, treten u.U. verstärkt Bauschäden auf: das Mauerwerk kann die Feuchtigkeit nicht mehr abgeben! Hier müssen unbedingt hinterlüftete Isolierungen angebracht und das Mauerwerk so behandelt werden, dass keine Feuchtigkeit mehr eintreten kann. Auch hier gibt es verschiedene Verfahren, über die der Fachmann entscheiden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast in jedem Keller kann man beobachten, dass im Sommer die Luftfeuchtigkeit durch die sich abkühlende Aussenluft zunimmt. Es gibt verschiedene Wege, dies zu beheben. Entfeuchten kann man mit chemischen Mitteln (meist in Säckchen verpackt), die die Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Zu unterscheiden ist hier zwischen Präparaten die weggeworfen werden (z.B. von UHU) und solchen, die im Backofen getrocknet und wiederverwendet werden können. Die Entfeuchtungsleistung ist meist relativ gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alternative sind elektrische Entfeuchtungsgeräte (arbeiten ähnlich wie ein Kühlschrank). Auf Dauer dürften die elektrischen Entfeuchter (rotz der hohen Anschaffungskosten von ca. 800-1500 DEM) zumindest billiger als die Wegwerf-Mittel kommen, ausserdem kann hier die gewünschte Luftfeuchtigkeit eingestellt werden. Diese Geräte können oft auch geliehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eine aktuelle Erfahrung meinerseits:''' Ich habe ein Gerät (für max.180 Kubikmeter Raumgrösse) ausgeliehen, pro Woche DM 95,-- + MWSt. Leihgebühr. Kaufpreis wären DM 1.800,--.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgestellt wurde der Entfeuchter in 2 zusammenhängenden Räumen von 36 bzw. 11 qm Fläche und ca. 2,30 m Höhe, entspricht zusammen ca. 108 Kubikmeter Rauminhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von 5 Tagen wurde die Luftfeuchtigkeit von 65% auf 53 % gesenkt, dabei wurden 14,5 l Wasser abgeschieden. Die Lufttemperatur liegt bei konstant 19 Grad Celsius. In den letzten beiden Tagen ist die Luftfeuchtigkeit etwa gleichgeblieben, das bedeutet dass die letzten 2 l Wasser aus den Wänden gekommen sind. In einigen Tagen werde ich das Gerät zurückgeben und beobachten, wie schnell die Luftfeuchtigkeit wieder steigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staub ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelleisenbahnen sind feinmechanische Präzisionswerke (gut, nicht alle...) und dementsprechend empfindlich gegenüber Staub, Schmutz usw. Klassischer Märklin-Schaden ist ein durch Fussel blockiertes Getriebe, weil man immer auf dem Teppichboden gefahren ist.... in diesem Zusammenhang sollte man auch dran denken, dass bei groben Arbeiten (Sägen, Schleifen, Bohren) das fahrende Material besser weggepackt werden sollte. (übrigens sind brennende Glühbirnen besonders empfindlich gegen Erschütterungen, daher nicht bei eingeschalteter Stadtbeleuchtung rumhämmern!). Eine Modellbahnanlage z.B. im Schlafzimmer sollte möglichst vor Staub geschützt werden, während klimatische Probleme hier eher zwischen den Ehepartnern entstehen als bei der Modellbahnanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu staubige Luft ist meist mit sehr geringer Luftfeuchtigkeit verbunden. Auch dafür gibt es natürlich Geräte, wie Luftbefeuchter oder sogenannte Luftwäscher oder auch Luftreiniger (Gebläse mit Filter). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wand- und Bodenbeläge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur aus den vorherigen Ausführungen ergeben sich die folgenden Tips zu Wand und Boden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Teppichböden sind Staubfallen und sollten eher vermieden werden. Ausserdem: schon mal einen abgefallenen Puffer in der &amp;quot;Auslegeware&amp;quot; gesucht?&lt;br /&gt;
* (Zu) Harte Bodenbeläge sind ebenfalls zu vermeiden, da auch mal was empfindliches runterfallen kann..&lt;br /&gt;
* am zweckmässigsten sind Bodenbeläge, die glatt und wischfest sind, ich empfehle PVC, Linoleum oder Kork (versiegelt). Am unempfindlichsten sind PVC-Beläge von der Rolle.&lt;br /&gt;
* Wände sollten verputzt und gestrichen sein. Verputzte Wände bieten einen besseren Klimaausgleich als z.B. nackte Betonwände!&lt;br /&gt;
* Bei nicht isolierten Keller- oder auch Dachgeschoßräumen bietet sich eine ggf. hinterlüftete, isolierte Gipskarton-Verkleidung an. Hier nochmals der Hinweis: Es sollte unbedingt von einem Fachmann (ich sagte Fachmann, nicht einfach vom Verkäufer im Baumarkt!) geprüft werden, welche Konstruktion aufgrund der vorliegenden Situation erforderlich ist, da sonst mehr Schaden als Nutzen entsteht!&lt;br /&gt;
* Ein Hintergrund für die Modellbahn kann direkt auf die Wand aufgemalt bzw. geklebt (Hintergrundtapeten) werden, dabei sollte beachtet werden dass ein Hintergrund am besten wirkt wenn er ca. 10 cm Abstand von der Anlage hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein kurzes Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ideale Raum für die Modellbahn ist klimatisch ausgeglichen, d.h. konstante Temperatur von ca. 18-20 Grad, Luftfeuchtigkeit sollte bei ca. 50% liegen, die Luft möglichst staubfrei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis wird man das wohl genauso selten finden wie die Lieblingslok in der gewünschten Spurweite mit sauberster Detaillierung und perfektem Lauf... Aber wir Modellbahner sind ja Kompromisse gewöhnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== geeignete Materialien ==&lt;br /&gt;
{| border=1 &lt;br /&gt;
| Bezeichnung&lt;br /&gt;
| Aufbau, Lieferform&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| Verwendung&lt;br /&gt;
| Eigenschaften&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Massivholz&lt;br /&gt;
| aus vollem Holz ges&amp;amp;auml;gt bzw. gefr&amp;amp;auml;st, von d&amp;amp;uuml;nnen Leisten&lt;br /&gt;
5x5 mm bis Bretter bzw. Kanth&amp;amp;ouml;lzer und Balken&lt;br /&gt;
| als Leisten, Kanth&amp;amp;ouml;lzer, Beine, auch z.B. Unterlage bei Rampen,&lt;br /&gt;
Rahmenbau mit Sperrholzplatte&lt;br /&gt;
| preiswert, leicht&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Pressspanplatte&lt;br /&gt;
| aus Holzsp&amp;amp;auml;nen mit Leimzugabe gepresst, verschiedene Spangr&amp;amp;ouml;&amp;amp;szlig;en&lt;br /&gt;
(rauh/fein), St&amp;amp;auml;rke 8-50 mm,&amp;amp;nbsp; in Platten 1,75 x 2,50 m und gr&amp;amp;ouml;&amp;amp;szlig;er&lt;br /&gt;
| fr&amp;amp;uuml;her oft als Grundplatte verwendet&lt;br /&gt;
| verzugsfest, aber nicht formstabil (h&amp;amp;auml;ngt leicht durch) und relativ&lt;br /&gt;
schwer;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;nur mit hochwertigen S&amp;amp;auml;gebl&amp;amp;auml;ttern bearbeiten (werden schnell&lt;br /&gt;
stumpf); Oberfl&amp;amp;auml;che oft mit Resten von Trennmitteln behaftet, daher&lt;br /&gt;
halten Kleber und Farben oft kaum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;relativ preiswert, aber nicht empfehlenswert, ggf. dicke Ausf&amp;amp;uuml;hrungen&lt;br /&gt;
als Arbeitsplatte. Normale Pressspanplatten sind nicht wasserfest und quellen&lt;br /&gt;
bei Feuchtigkeit leicht auf.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Hartfaserplatte&lt;br /&gt;
| aus Holzfasern mit Leimzugabe gepresst, 5-10 mm stark, in Platten wie&lt;br /&gt;
Pressspan, oft einseitig kunststoffbeschichtet&lt;br /&gt;
| Seitenverkleidung von Anlagen,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Modulk&amp;amp;auml;sten (auf Massivholzrahmen),&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Hintergrund (z.B. bemalt oder mit&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Hintergrundtapete beklebt)&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| nicht f&amp;amp;uuml;r tragende Teile verwendbar, relativ preiswert, oft auch&lt;br /&gt;
als Abfall zu finden (Schrankr&amp;amp;uuml;ckwand, meist einseitig Kunststoffbeschichtung).&lt;br /&gt;
Wird oft mit Pressspanplatten verwechselt.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| MDF (mitteldichte Faserplatte)&lt;br /&gt;
| aus Holzfasern mit Leimzugabe gepresst, 10-30 mm (?) stark, in Platten, teilweise  kunststoffbeschichtet&lt;br /&gt;
| speziell für Möbelbau konstruiertes Material&lt;br /&gt;
| billig, aber schwer; in den Stirnseiten halten Schrauben und Nägel nur schlecht. Für Modellbahnanlagen eher unbrauchbar.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Weichfaserplatte&lt;br /&gt;
| ebenfalls aus Holzfasern, aber weicher als Hartfaser (weniger Leim/Druck),&lt;br /&gt;
in Platten mit ca. 5-20 mm Dicke&lt;br /&gt;
| schalld&amp;amp;auml;mmende Unterlage f&amp;amp;uuml;r&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Gleistrasse (auf Sperrholz o.&amp;amp;auml;.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;auch gebrochen f&amp;amp;uuml;r Nachbildung geschichteter Gesteinsformationen&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;oder als Pinnbret&lt;br /&gt;
| Weich, bricht leicht, schalld&amp;amp;auml;mmend&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Sperrholz&lt;br /&gt;
| auch Furniersperrholz, aus d&amp;amp;uuml;nnen, im rechten Winkel zueinander&lt;br /&gt;
laufenden Schichten verleimt ( immer ungerade Anzahl!), in Platten (unter&lt;br /&gt;
5 mm auch in kleinen St&amp;amp;uuml;cken) bis ca. 20mm St&amp;amp;auml;rke; dar&amp;amp;uuml;ber&lt;br /&gt;
als Muliplex-Platten bis 50 mm St&amp;amp;auml;rke.&lt;br /&gt;
| Grundplatten, Modulk&amp;amp;auml;sten,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Trassen, Spanten; d&amp;amp;uuml;nnes (2-3mm) f&amp;amp;uuml;r Geb&amp;amp;auml;udebau u.&amp;amp;auml;.&lt;br /&gt;
| leichter als Spanplatten, relativ&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;verzugsfest (je mehr Lagen, desto besser!). Multiplex-Platten sind&lt;br /&gt;
relativ schwer und werden h&amp;amp;auml;ufig als Arbeitsplatten f&amp;amp;uuml;r Werkb&amp;amp;auml;nke&lt;br /&gt;
verwendet.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Tischlerplatte&lt;br /&gt;
| Auch Stab- oder St&amp;amp;auml;bchensperrholz, zwischen einer Ober- und Unterschicht&lt;br /&gt;
jeweils aus d&amp;amp;uuml;nnem Holz sind Holzst&amp;amp;auml;be (Faserverlauf quer zu&lt;br /&gt;
den Deckplatten) eingeleimt. Ab 13 mm - 25 mm in Platten.&lt;br /&gt;
| Grundplatten, Modulk&amp;amp;auml;sten, Spanten&lt;br /&gt;
| noch leichter als Sperrholz, verzugsfest,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;allerdings erst ab ca. 13 mm St&amp;amp;auml;rke erh&amp;amp;auml;ltlich&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlprofile&lt;br /&gt;
| Gepre&amp;amp;szlig;te und gestanzte L-Profile aus Stahl, ggf. auch aus Alu&lt;br /&gt;
oder anderen Metallen&lt;br /&gt;
| Rahmen, Beine&lt;br /&gt;
| als Lochraster-Winkelprofile&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;f&amp;amp;uuml;r Regalbau etc.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== benötigtes Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sollten vorhanden sein (und sind es wohl auch in jeder Heimwerker-Werkstatt):&lt;br /&gt;
Hammer, Schraubenzieher in verschiedenen Größen, Vorstecher, Kombizange, Seitenschneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|  &lt;br /&gt;
| Bezeichnung&lt;br /&gt;
| Aufbau, Lieferform&lt;br /&gt;
| Verwendung&lt;br /&gt;
| Eigenschaften&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Kreissäge&lt;br /&gt;
| Handkreissäge, Tischkreissäge, Kappsäge&lt;br /&gt;
| gerade Schnitte, Ablängen von Leisten&lt;br /&gt;
| preiswert, leicht&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stichsäge&lt;br /&gt;
| Empfehlenswert: Pendelhub&lt;br /&gt;
| Kurvenschnitte&lt;br /&gt;
| Kurvenschnitte&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Oberfräse&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Kantenbearbeitung, Nut fräsen, Grifflöcher fräsen&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Modellbahn-Raum&amp;diff=1930</id>
		<title>Modellbahn-Raum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Modellbahn-Raum&amp;diff=1930"/>
				<updated>2005-06-30T08:59:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* der Modellbahn-Raum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Grundsätzliches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== der Modellbahn-Raum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Leider hat man als Modellbahner selten die beliebige Wahl zwischen verschiedenen Räumlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem sollte man einige Idealvorstellungen beachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raumklima: der Raum sollte möglichst konstante klimatische Bedingungen aufweisen (ca.20° Lufttemperatur und 50% relative Luftfeuchtigkeit). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helligkeit: der Modellbahner scheut das Tageslicht, aber eine gleichmässige und ausreichende Beleuchtung ist wichtig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größe: so groß als möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorteilhaft ist auch eine Trennung von Anlage und Arbeitsplatz, insbesondere, wenn &amp;quot;schmutzige&amp;quot; Arbeiten ausgeführt werden. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigsten Modellbahner haben wohl die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Räumen, wo sie ihre Modellbahn aufstellen können. Gerade deshalb habe ich mich bemüht, im Themenkreis zum Bau einer Modellbahn auch auf die dadurch entstehenden Probleme einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Temperatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine für den Menschen angenehme Raumtemperatur - so zwischen 18 und 21 Grad Celsius - ist auch für die Modellbahn richtig. Niemand wird die Modellbahn in einen Kühlraum oder eine Sauna einbauen. Problematisch wird es dann, wenn die Temperaturen stark schwanken, z.B. zwischen Sommer und Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderes Problem entsteht in Kellerräumen, wenn im Sommer die warme (manchmal sogar schwüle) Aussenluft in den kalten Keller gelangt, dort abkühlt und entsprechend Feuchtigkeit abgibt. Der Kellerraum sollte daher ganzjährig geheizt werden können. Allerdings müsste man den Kellerraum schon erheblich aufheizen, wenn man diesen Effekt im Sommer vollständig kompensieren wollte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschiedliche Materialausdehnung können bei grösseren Temperaturschwankungen - ein klassisches Problem bei Dachböden - u.U. zu Schäden beim Gleisaufbau führen. Schienenstösse sollten nicht fugenlos ausgeführt werden, sondern Raum für die Ausdehnung lassen (allerdings nicht so viel, dass die Fahrsicherheit leidet!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zuschnitt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits erwähnt: in den seltensten Fällen kann man als Modellbahner den Raum frei wählen, sondern muss sich mit dem Vorhandenen abfinden. Doch auch hier einige Hinweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Es sollte nach Möglichkeit kein Durchgangsraum als Aufstellungsort gewählt werden.&lt;br /&gt;
* Mit den verschiedenen Spurweiten kann man sich an die Gegebenheiten in gewissem Rahmen anpassen.&lt;br /&gt;
* Die Anlage sollte so aufgestellt werden, dass sie überall zugänglich ist (nicht nur beim Bau, sondern auch beim Betrieb)!&lt;br /&gt;
* Fenster, Heizkörper, Reinigungsöffnungen von Kaminen u.ä. müssen erreichbar sein! Ggf. herausnehmbare bzw. klappbare Anlagenteile vorsehen.&lt;br /&gt;
* Zu Heizkörpern sollte auch ein ausreichender Abstand gehalten werden, um keinen Wärmestau zu erzeugen.&lt;br /&gt;
* Auch Mansarden (Dachschrägen) berücksichtigen! Diese können z.B. als Schattenbahnhof genutzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Punkte sollte man bereits bei der Planung der Modellbahn berücksichtigen. Ideal ist es natürlich, wenn man bei einem Neu- oder Umbau Elektroanschlüsse und Heizkörper usw. passend zur Anlage planen kann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuchtigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während bei zu trockener Luft kaum mit Schäden zu rechnen ist (es sei denn es brennt), ärgert zu feuchte Luft den Modellbahner häufig mit Oxidation (Rost, Korrision) an Metallteilen. Gefährdet sind hier Gleise (bei Märklin vor allem der Mittelleiter!). Ausserdem kann eine (oft jahreszeitlich bedingte) sehr stark wechselnde Luftfeuchtigkeit zum &amp;quot;Arbeiten&amp;quot; von Holz (Unterbau) führen, die Anlage verzieht sich, Trassenbretter werden krumm etc. Es sollte daher nur gut abgelagertes Holz verarbeitet werden, Massivholz besser vermeiden, Holzteile am besten imprägnieren oder Lackieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassische Frage in jeder 2.Bausparzeitschrift ist: &amp;quot;Mein Keller ist feucht, was kann ich dagegen tun?&amp;quot; Nun, die Gründe sind vielfältigster Art, daher kann kein pauschaler Rat erfolgen, nur einige Hinweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keller werden vor allem im Sommer feucht, wenn die warme Luft von draussen im Keller abgekühlt wird und dadurch das enthaltene Wasser abgibt, daher Keller im Sommer möglichst wenig lüften!&lt;br /&gt;
* Sind Kellerwände ständig feucht, sollte die Ursache (nicht nur im Interesse der Modellbahn) von einem Fachmann festgestellt und entsprechende Massnahmen unternommen werden. Es gibt hier viele Gründe:&lt;br /&gt;
** &amp;quot;echte&amp;quot; Feuchtigkeit bei hohem Grundwasserspiegel;&lt;br /&gt;
** nicht erkannte Wasserschäden durch defekte Leitungen oder überlaufende Dachentwässerung; &lt;br /&gt;
      Beachten Sie dabei auch:&lt;br /&gt;
** eine Isolierung der Kellerwände verhindert zwar, dass Wasser an den Wänden kondensiert, die Luftfeuchtigkeit wird jedoch damit nicht (bzw. nicht direkt) verändert. Allerdings kann die Raumtemperatur dadurch erhöht und auf diesem Weg die Kondensation verringert werden.&lt;br /&gt;
** Werden Wände, die von aussen bzw. unten her feucht sind, innen isoliert, treten u.U. verstärkt Bauschäden auf: das Mauerwerk kann die Feuchtigkeit nicht mehr abgeben! Hier müssen unbedingt hinterlüftete Isolierungen angebracht und das Mauerwerk so behandelt werden, dass keine Feuchtigkeit mehr eintreten kann. Auch hier gibt es verschiedene Verfahren, über die der Fachmann entscheiden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast in jedem Keller kann man beobachten, dass im Sommer die Luftfeuchtigkeit durch die sich abkühlende Aussenluft zunimmt. Es gibt verschiedene Wege, dies zu beheben. Entfeuchten kann man mit chemischen Mitteln (meist in Säckchen verpackt), die die Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Zu unterscheiden ist hier zwischen Präparaten die weggeworfen werden (z.B. von UHU) und solchen, die im Backofen getrocknet und wiederverwendet werden können. Die Entfeuchtungsleistung ist meist relativ gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alternative sind elektrische Entfeuchtungsgeräte (arbeiten ähnlich wie ein Kühlschrank). Auf Dauer dürften die elektrischen Entfeuchter (rotz der hohen Anschaffungskosten von ca. 800-1500 DEM) zumindest billiger als die Wegwerf-Mittel kommen, ausserdem kann hier die gewünschte Luftfeuchtigkeit eingestellt werden. Diese Geräte können oft auch geliehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eine aktuelle Erfahrung meinerseits:''' Ich habe ein Gerät (für max.180 Kubikmeter Raumgrösse) ausgeliehen, pro Woche DM 95,-- + MWSt. Leihgebühr. Kaufpreis wären DM 1.800,--.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgestellt wurde der Entfeuchter in 2 zusammenhängenden Räumen von 36 bzw. 11 qm Fläche und ca. 2,30 m Höhe, entspricht zusammen ca. 108 Kubikmeter Rauminhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von 5 Tagen wurde die Luftfeuchtigkeit von 65% auf 53 % gesenkt, dabei wurden 14,5 l Wasser abgeschieden. Die Lufttemperatur liegt bei konstant 19 Grad Celsius. In den letzten beiden Tagen ist die Luftfeuchtigkeit etwa gleichgeblieben, das bedeutet dass die letzten 2 l Wasser aus den Wänden gekommen sind. In einigen Tagen werde ich das Gerät zurückgeben und beobachten, wie schnell die Luftfeuchtigkeit wieder steigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staub ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelleisenbahnen sind feinmechanische Präzisionswerke (gut, nicht alle...) und dementsprechend empfindlich gegenüber Staub, Schmutz usw. Klassischer Märklin-Schaden ist ein durch Fussel blockiertes Getriebe, weil man immer auf dem Teppichboden gefahren ist.... in diesem Zusammenhang sollte man auch dran denken, dass bei groben Arbeiten (Sägen, Schleifen, Bohren) das fahrende Material besser weggepackt werden sollte. (übrigens sind brennende Glühbirnen besonders empfindlich gegen Erschütterungen, daher nicht bei eingeschalteter Stadtbeleuchtung rumhämmern!). Eine Modellbahnanlage z.B. im Schlafzimmer sollte möglichst vor Staub geschützt werden, während klimatische Probleme hier eher zwischen den Ehepartnern entstehen als bei der Modellbahnanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu staubige Luft ist meist mit sehr geringer Luftfeuchtigkeit verbunden. Auch dafür gibt es natürlich Geräte, wie Luftbefeuchter oder sogenannte Luftwäscher oder auch Luftreiniger (Gebläse mit Filter). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wand- und Bodenbeläge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur aus den vorherigen Ausführungen ergeben sich die folgenden Tips zu Wand und Boden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Teppichböden sind Staubfallen und sollten eher vermieden werden. Ausserdem: schon mal einen abgefallenen Puffer in der &amp;quot;Auslegeware&amp;quot; gesucht?&lt;br /&gt;
* (Zu) Harte Bodenbeläge sind ebenfalls zu vermeiden, da auch mal was empfindliches runterfallen kann..&lt;br /&gt;
* am zweckmässigsten sind Bodenbeläge, die glatt und wischfest sind, ich empfehle PVC, Linoleum oder Kork (versiegelt). Am unempfindlichsten sind PVC-Beläge von der Rolle.&lt;br /&gt;
* Wände sollten verputzt und gestrichen sein. Verputzte Wände bieten einen besseren Klimaausgleich als z.B. nackte Betonwände!&lt;br /&gt;
* Bei nicht isolierten Keller- oder auch Dachgeschoßräumen bietet sich eine ggf. hinterlüftete, isolierte Gipskarton-Verkleidung an. Hier nochmals der Hinweis: Es sollte unbedingt von einem Fachmann (ich sagte Fachmann, nicht einfach vom Verkäufer im Baumarkt!) geprüft werden, welche Konstruktion aufgrund der vorliegenden Situation erforderlich ist, da sonst mehr Schaden als Nutzen entsteht!&lt;br /&gt;
* Ein Hintergrund für die Modellbahn kann direkt auf die Wand aufgemalt bzw. geklebt (Hintergrundtapeten) werden, dabei sollte beachtet werden dass ein Hintergrund am besten wirkt wenn er ca. 10 cm Abstand von der Anlage hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein kurzes Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ideale Raum für die Modellbahn ist klimatisch ausgeglichen, d.h. konstante Temperatur von ca. 18-20 Grad, Luftfeuchtigkeit sollte bei ca. 50% liegen, die Luft möglichst staubfrei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis wird man das wohl genauso selten finden wie die Lieblingslok in der gewünschten Spurweite mit sauberster Detaillierung und perfektem Lauf... Aber wir Modellbahner sind ja Kompromisse gewöhnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== geeignete Materialien ==&lt;br /&gt;
{| border=1 &lt;br /&gt;
| Bezeichnung&lt;br /&gt;
| Aufbau, Lieferform&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| Verwendung&lt;br /&gt;
| Eigenschaften&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Massivholz&lt;br /&gt;
| aus vollem Holz ges&amp;amp;auml;gt bzw. gefr&amp;amp;auml;st, von d&amp;amp;uuml;nnen Leisten&lt;br /&gt;
5x5 mm bis Bretter bzw. Kanth&amp;amp;ouml;lzer und Balken&lt;br /&gt;
| als Leisten, Kanth&amp;amp;ouml;lzer, Beine, auch z.B. Unterlage bei Rampen,&lt;br /&gt;
Rahmenbau mit Sperrholzplatte&lt;br /&gt;
| preiswert, leicht&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Pressspanplatte&lt;br /&gt;
| aus Holzsp&amp;amp;auml;nen mit Leimzugabe gepresst, verschiedene Spangr&amp;amp;ouml;&amp;amp;szlig;en&lt;br /&gt;
(rauh/fein), St&amp;amp;auml;rke 8-50 mm,&amp;amp;nbsp; in Platten 1,75 x 2,50 m und gr&amp;amp;ouml;&amp;amp;szlig;er&lt;br /&gt;
| fr&amp;amp;uuml;her oft als Grundplatte verwendet&lt;br /&gt;
| verzugsfest, aber nicht formstabil (h&amp;amp;auml;ngt leicht durch) und relativ&lt;br /&gt;
schwer;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;nur mit hochwertigen S&amp;amp;auml;gebl&amp;amp;auml;ttern bearbeiten (werden schnell&lt;br /&gt;
stumpf); Oberfl&amp;amp;auml;che oft mit Resten von Trennmitteln behaftet, daher&lt;br /&gt;
halten Kleber und Farben oft kaum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;relativ preiswert, aber nicht empfehlenswert, ggf. dicke Ausf&amp;amp;uuml;hrungen&lt;br /&gt;
als Arbeitsplatte. Normale Pressspanplatten sind nicht wasserfest und quellen&lt;br /&gt;
bei Feuchtigkeit leicht auf.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Hartfaserplatte&lt;br /&gt;
| aus Holzfasern mit Leimzugabe gepresst, 5-10 mm stark, in Platten wie&lt;br /&gt;
Pressspan, oft einseitig kunststoffbeschichtet&lt;br /&gt;
| Seitenverkleidung von Anlagen,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Modulk&amp;amp;auml;sten (auf Massivholzrahmen),&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Hintergrund (z.B. bemalt oder mit&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Hintergrundtapete beklebt)&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| nicht f&amp;amp;uuml;r tragende Teile verwendbar, relativ preiswert, oft auch&lt;br /&gt;
als Abfall zu finden (Schrankr&amp;amp;uuml;ckwand, meist einseitig Kunststoffbeschichtung).&lt;br /&gt;
Wird oft mit Pressspanplatten verwechselt.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| MDF (mitteldichte Faserplatte)&lt;br /&gt;
| aus Holzfasern mit Leimzugabe gepresst, 10-30 mm (?) stark, in Platten, teilweise  kunststoffbeschichtet&lt;br /&gt;
| speziell für Möbelbau konstruiertes Material&lt;br /&gt;
| billig, aber schwer; in den Stirnseiten halten Schrauben und Nägel nur schlecht. Für Modellbahnanlagen eher unbrauchbar.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Weichfaserplatte&lt;br /&gt;
| ebenfalls aus Holzfasern, aber weicher als Hartfaser (weniger Leim/Druck),&lt;br /&gt;
in Platten mit ca. 5-20 mm Dicke&lt;br /&gt;
| schalld&amp;amp;auml;mmende Unterlage f&amp;amp;uuml;r&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Gleistrasse (auf Sperrholz o.&amp;amp;auml;.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;auch gebrochen f&amp;amp;uuml;r Nachbildung geschichteter Gesteinsformationen&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;oder als Pinnbret&lt;br /&gt;
| Weich, bricht leicht, schalld&amp;amp;auml;mmend&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Sperrholz&lt;br /&gt;
| auch Furniersperrholz, aus d&amp;amp;uuml;nnen, im rechten Winkel zueinander&lt;br /&gt;
laufenden Schichten verleimt ( immer ungerade Anzahl!), in Platten (unter&lt;br /&gt;
5 mm auch in kleinen St&amp;amp;uuml;cken) bis ca. 20mm St&amp;amp;auml;rke; dar&amp;amp;uuml;ber&lt;br /&gt;
als Muliplex-Platten bis 50 mm St&amp;amp;auml;rke.&lt;br /&gt;
| Grundplatten, Modulk&amp;amp;auml;sten,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;Trassen, Spanten; d&amp;amp;uuml;nnes (2-3mm) f&amp;amp;uuml;r Geb&amp;amp;auml;udebau u.&amp;amp;auml;.&lt;br /&gt;
| leichter als Spanplatten, relativ&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;verzugsfest (je mehr Lagen, desto besser!). Multiplex-Platten sind&lt;br /&gt;
relativ schwer und werden h&amp;amp;auml;ufig als Arbeitsplatten f&amp;amp;uuml;r Werkb&amp;amp;auml;nke&lt;br /&gt;
verwendet.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Tischlerplatte&lt;br /&gt;
| Auch Stab- oder St&amp;amp;auml;bchensperrholz, zwischen einer Ober- und Unterschicht&lt;br /&gt;
jeweils aus d&amp;amp;uuml;nnem Holz sind Holzst&amp;amp;auml;be (Faserverlauf quer zu&lt;br /&gt;
den Deckplatten) eingeleimt. Ab 13 mm - 25 mm in Platten.&lt;br /&gt;
| Grundplatten, Modulk&amp;amp;auml;sten, Spanten&lt;br /&gt;
| noch leichter als Sperrholz, verzugsfest,&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;allerdings erst ab ca. 13 mm St&amp;amp;auml;rke erh&amp;amp;auml;ltlich&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlprofile&lt;br /&gt;
| Gepre&amp;amp;szlig;te und gestanzte L-Profile aus Stahl, ggf. auch aus Alu&lt;br /&gt;
oder anderen Metallen&lt;br /&gt;
| Rahmen, Beine&lt;br /&gt;
| als Lochraster-Winkelprofile&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;f&amp;amp;uuml;r Regalbau etc.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== benötigtes Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sollten vorhanden sein (und sind es wohl auch in jeder Heimwerker-Werkstatt):&lt;br /&gt;
Hammer, Schraubenzieher in verschiedenen Größen, Vorstecher, Kombizange, Seitenschneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|  &lt;br /&gt;
| Bezeichnung&lt;br /&gt;
| Aufbau, Lieferform&lt;br /&gt;
| Verwendung&lt;br /&gt;
| Eigenschaften&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Kreissäge&lt;br /&gt;
| Handkreissäge, Tischkreissäge, Kappsäge&lt;br /&gt;
| gerade Schnitte, Ablängen von Leisten&lt;br /&gt;
| preiswert, leicht&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stichsäge&lt;br /&gt;
| Empfehlenswert: Pendelhub&lt;br /&gt;
| Kurvenschnitte&lt;br /&gt;
| Kurvenschnitte&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Oberfräse&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Kantenbearbeitung, Nut fräsen, Grifflöcher fräsen&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=5827</id>
		<title>Gleisbau einschließlich Montage und Einschottern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=5827"/>
				<updated>2005-06-30T08:48:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Bettungsgleise, Gleisbettungen, Einschottern =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Von Edbert van Eimeren''' ''(Diskussion willkommen)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Roco Line Gleise mit Bettung führen immer wieder zu Diskussionen über ihren Sinn oder Unsinn. Ich will hier versuchen die Vor- und Nachteile dieses Systems aufzuzeigen und damit etwas mehr Klarheit über die Einsatzmöglichkeiten zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter will ich auf die Alternativen Styroplast Gleisbettungen und das Selber Einschottern kurz eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Roco Line mit Bettung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roco Line Gleise mit Bettung bestehen aus dem normalen Roco Line Gleisen, der Bettung aus einem flexiblen Kunststoff und einem Kunststoffteil zur Versteifung des Gleises und zur zusätzlichen Stabilisierung der Verbindung zwischen zwei Gleisstücken. Form und Maße der Gleisbettung entsprechen dem Vorbild. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile und Einsatzgebiete ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Es gelten natürlich die allgemeinen Vorteile des Roco Line Gleissystems wie große Radien, Vielfalt an Weichen- und Gleistypen, gut abgestimmte Geometrie, die kaum Ausgleichstücke benötigt.&lt;br /&gt;
* Das Bettungsgleis ist vollständig. Das heißt, dass ohne weiteren Aufwand ein Gleis mit allen drum und dran verlegt werden kann.&lt;br /&gt;
* Das Bettungsgleis ist stabil (Roco bezeichnet es als trittsicher). Die Verbindung zwischen zwei Gleisstücken erfolgt nicht nur über die Schienenlaschen, sondern zusätzlich über die Kunststoff Versteifung. Dadurch lässt sich das Gleis sehr gut zum häufigen Auf- und Abbau verwenden.&lt;br /&gt;
* Der Hohlraum der Gleisbettung kann zum Verlegen von Kabeln genutzt werden.&lt;br /&gt;
* Die Weichen Antriebe (mit oder ohne Digital Dekoder) liegen innerhalb des Bettungskörpers, sind also 'unsichtbar'. Das erspart das mühsame Anbringen von Antrieben unterflur.&lt;br /&gt;
* Die Polarisiserung wird durch einfaches Einstecken eines Kabels (unabhängig ob ein elektrischer Antrieb vorhanden ist) realisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit Vorteile:''' Vollständiges Gleis, stabil, einfach aufzubauen, Weichenantriebe unsichtbar, Polarisiserung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit Einsatzgebiete:''' 'Teppich' Bahn, Einfaches Verlegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich gibt es auch Nachteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Preis der Roco Line Gleise mit Bettung ist deutlich höher als der, von Gleisen ohne Bettung. Dies trifft insbesondere auf die Weichen und das Flexgleis zu.&lt;br /&gt;
* Das Aussehen der Gleisbettung wird von vielen bemängelt. Dies betrifft einerseits die Farbgebung, die jedoch leicht angepasst werden kann. Andererseits ist die Struktur des Schotters zu rund und zu wenig hervorgehoben. Dies kann man (zumindest mit einfachen Mitteln) nicht ändern. Drittens ist die Trennfuge zwischen zwei Gleisstücken (wenn auch nur bei genauer Betrachtung) noch sichtbar.&lt;br /&gt;
* Die maßstäbliche Breite der Gleisbettung zwingt zum Verschnitt an der Böschung bei der Zusammenführung zweier Gleise an Weichen. Solche Gleise sind dann nicht mehr freizügig einsetzbar, oder müssen durch neue Böschungsstreifen repariert werden.&lt;br /&gt;
* Die Bettung ist zwar in sich elastisch, aber das Gleis muss dennoch auf der Trasse befestigt werden. Daher ist eine wesentliche Geräusch Dämmung nicht zu erwarten. Ganz im Gegenteil kann der Hohlraum unter der Bettung als Resonanzraum dienen und damit die Lautstärke erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit Nachteile:''' Preis, Optik (der Bettung), Verschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Weichenproblematik ist der Grund, warum Fleischmann seine Profi Gleise zwar mit Schotter aber ohne Böschung fertigt. Ebenso ist dies der Grund für die großen Abzweig Winkel beim Märklin M- und C-Gleis''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die obigen Aussagen treffen in den meisten Punkten sinngemäß auch auf das hier nicht betrachtete C-Gleis von Märklin zu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gleisbettungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vielen Gleissystemen gibt es Gleisbettungen aus Styroplast von der Firma Merkur (H0: Märklin K Gleis, Fleischmann Modellgleis, Roco 2.5mm Gleis, Roco Line Gleis, Peco), (N: Arnold, Minitrix, Roco), (Z: Märklin) oder entsprechende Gleisbettungen des Herstellers (Tillig, Bemo, Peco).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Styroplast Gleisbettungen bestehen aus einem geschäumten Kunststoff, sowie einem Schotterbelag aus ??? (Kork?). Es gibt sie in allen Gleis- und Weichenformen sowie zusätzlich für Parallelgleise. Für den nicht sichtbaren Bereich gibt es Streifen ohne [[Böschung]] und [[Schotter]]. Der verwendete Kunststoff ist elastisch und damit Geräusch dämmend. Die Gleise werden einfach in die Bettungen eingedrückt und halten ohne weitere Befestigung. Sie sind problemlos wieder zu entfernen. Die Bettungen sind flach mit Überbreite (Parallelgleise). Zum Erhalt einer Böschung wird ein vorgeschnittenens Teil entfernt und der Schotterbelag entsprechend umgelegt. Der Schotter ist scharfkantiger und variert stärker in Größe und Farbe als bei den Roco Line Bettungen. Es gibt ein passendes Teil zur Gleis Überhöhung bei Bögen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einfaches Verlegen, da Gleise und Weichen exakt passen.&lt;br /&gt;
* Bettungen für Parallelgleise erleichtern das präzise Arbeiten.&lt;br /&gt;
* Gleise und Weichen können jederzeit wieder entfernt werden.&lt;br /&gt;
* Das Aussehen ist realistischer als bei Roco Line mit Bettung.&lt;br /&gt;
* Da keine mechanische Verbindung durch Nägel, Schrauben oder Leim zwischen Gleis und Trasse besteht, ergibt sich eine recht gute Geräusch Dämmung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man ist bezüglich des Aussehens (Schotterform, Größe, Farbe) festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kosten (ca. EUR 1.30 je Gleis, EUR 2.40 je Weiche, EUR 3.20 je Flexgleis)&lt;br /&gt;
*: ''(Ob ein selbst gefertigtes Gleisbett z.B. aus Korkstreifen plus Einschottern deutlich billiger ist, wage ich allerdings zu bezweifeln)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selber Einschottern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einschottern der Gleise wird immer wieder als das Non Plus Ultra empfohlen. Damit sollen die besten Ergebnisse (in Hinblick auf das Aussehen) erzielt werden. Aber es ist sicherlich auch die Methode mit dem höchsten Arbeitsaufwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Materialien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schotter werden viele Materialien verwendet. Klein gesiebte Steine, Kork Krümmel, Schaumstoff Flocken, zerkleinerte Walnuss Schalen (schön scharfkantig), ... Fast alle Hersteller von Geländebau Materialien bieten auch Schotter an. Diese sind jedoch oft massstäblich zu groß. Ausweichen auf die nächst kleinere Baugröße hilft oft nicht, da es dann zu klein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kleber wird meistens ein Gemisch aus Weissleim, Wasser und Pril empfohlen. Dieses dunkelt jedoch das Schotter Material nach. Das ist bei der Auswahl der Schotter Farbe zu berücksichtigen. Besser geeignet wären eigentlich Dauer elastische Kleber, die jedoch in der Regel nicht transparent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am häufigsten werden die Materialien von ASOA und Reinershagen empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Mario Graul'': Auhagen - TT Schotter passt für H0 wie die Faust aufs Auge, ob es preiswerter ist kann ich nicht sagen, ist bei Auhagen aber anzunehmen. Selbst aussieben aus Streusplitt (zum Streuen im Winter) dürfte wohl am billigsten sein. Nach Aussagen meiner Vereins Kollegen ist Steinschotter zu laut. Walnussschalen dagegen sehr leise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile ===&lt;br /&gt;
* Größte Auswahl in Hinsicht auf Farbe, Form und Größe des Schotters.&lt;br /&gt;
* Mit dem entsprechenden Aufwand optisch die besten Ergebnisse.&lt;br /&gt;
* Einzige Möglichkeit verschiedene Schotter Arten darzustellen.&lt;br /&gt;
* Einzige Möglichkeit individuellen Wünschen Rechnung zu tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
* Hoher Aufwand.&lt;br /&gt;
* Bis ein ansprechendes Ergebnis erzielt wird, sind etliche Versuche bezüglich Material und Arbeitsweise notwendig.&lt;br /&gt;
* Eingeschotterte Gleise können nur mit Gefahr der Beschädigung von Gleis und Schotterbett wieder entfernt werden.&lt;br /&gt;
* Das Einschottern von Weichen ist problematisch, da die Stell Funktion nicht durch Schotter oder Leim behindert werden darf.&lt;br /&gt;
* Durch den Leim ergibt sich eine starre Verbindung zwischen Trasse und Gleis. Daher gibt es praktisch keine Geräusch Dämpfung.&lt;br /&gt;
* Die Notwendigkeit eines zusätzlichen Unterbaus z.B. durch Korkstreifen erhöht den Aufwand und die Kosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Methode man wählt hängt von den eigenen Bedürfnissen ab. Eine Empfehlung kann und will ich nicht geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Spielbahner, der häufig wechselnde Gleisfiguren baut, wird sicherlich einen genaueren Blick auf das Bettungsgleis werfen.&lt;br /&gt;
* Der Modellbahner, dem der Aufwand des Einschotterns zu hoch ist, wird seine Wahl zwischen dem Bettungsgleis und den vorgefertigten Gleisbettungen treffen.&lt;br /&gt;
* Für den Perfektionisten oder Individualisten wird es gar keine Frage sein, dass selber Einschottern die einzige Möglichkeit für ihn/sie ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlegen von Gleisen: Planung und Ausführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Von Edbert van Eimeren''' ''(Diskussion willkommen)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Planung und Ausführung einer Modellbahn Anlage sind einige Punkte zu berücksichtigen um einen reibungslosen Betrieb sicher zu stellen. Ich habe versucht die wichtigsten Punkte dafür in der folgenden Liste zusammen zu stellen. ''(Alle hier gemachten Aussagen beziehen sich auf die Baugröße H0, gelten jedoch sinngemäß / Maßstabs angepasst auch für die anderen Baugrößen.) ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stromzuführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wesentliche Voraussetzung für den sicheren Betrieb ist eine gute, ausreichende Strom Zuführung. Das heisst vor allem zwei Dinge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausreichender Querschnitt der Zuleitungen (1 - 1,5 mm2).&lt;br /&gt;
* Möglichst viele Einspeisungs Punkte (etwa alle drei Meter), um die Verluste durch schlechte Schienen Verbindungen klein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenlaschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stromversorgung unserer Modellbahn Lokomotiven erfolgt über die Schienen. Daher sind die trennbaren Verbindungen zwischen den Gleis Stücken die Schwachstelle dieses Systems. Was kann nun getan werden, um die Probleme möglichst gering zu halten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lose Schienenlaschen wegwerfen und durch neue mit straffen Sitz ersetzen.&lt;br /&gt;
* Lange Gleisstücke verwenden ([[Flexgleis]], lange Geraden), um die Zahl der Schienen Stösse zu verringern.&lt;br /&gt;
* Die Schienen Stösse zusätzlich verlöten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gleisverlegung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite wichtige Voraussetzung für den sicheren Betrieb ist eine saubere Verlegung der Gleise. Das heisst, dass es an den Schienen Stössen keine Höhen oder Seiten Differenz zwischen den Schienen geben darf. Hierzu gibt es leider keine speziellen Tips. Es hilft nur das sorgfältige Arbeiten beim Verlegen der Gleise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mindestradien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Radien auf unseren Modellbahn Anlagen sind maßstäblich viel zu klein. Dies wird besonders offensichtlich bei langen Schnellzug Wagen. Dennoch sind wir in der Regel aufgrund unserer Platzverhältnisse gezwungen hier Kompromisse einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleinsten Radien der Modellbahn Hersteller (ca. 350 mm) sind jedoch sehr extrem, da sie 30m Vorbild Radius entsprechen. Das sind Radien, die nur bei Straßenbahnen verwendet werden. Der kleinste Radius beim Vorbild (auf Nebenbahnen) beträgt 180m (= 2m in H0).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlimmer ist jedoch, dass dieser Radius auch betrieblich problematisch ist. Das rührt daher, dass sich Probleme mit einem Fahrwerk umso stärker auswirken, je kleiner der Radius ist, in den es gezwungen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher sollten die beiden kleinsten Radien (350+ und 400+) möglichst nicht verwendet werden. Anzustreben ist ein Mindest Radius von ca. 500mm. Wer lange Schnellzug Wagen fahren will, sollte (auch aus optischen Gründen) besser mit Radien von 600mm und mehr planen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[NEM]] 111 empfiehlt folgende Mindestradien in Abhängigkeit von der Wagenlänge des Vorbilds, dem Streckentyp und der Spurweite '''G'''. In Klammern sind die sich daraus ergebenden Werte für H0/N in mm angegeben. Die geringeren Werte für Schmalspur beruhen auf der Tatsache, dass Schmalspurwagen in der Regel deutlich kürzer und schmaler sind. ''(Die kleinsten Radien sind meiner Meinung nach lediglich ein Kompromiss in Richtung Modellbahn Hersteller)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Streckentyp&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Wagenlänge Vorbild&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Schmalspur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bis 20m&lt;br /&gt;
! bis 24,2m&lt;br /&gt;
! bis 27,2m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''kleinster Radius'''&lt;br /&gt;
| '''22*G''' (363,0/198)&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''15*G''' (247,5/135)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Nebengleise (Bahnhof)'''&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''20*G''' (330,0/180)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Hauptgleise (Nebenbahn)'''&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''40*G''' (660,0/360)&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Hauptgleise (Hauptbahn)'''&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''40*G''' (660,0/360)&lt;br /&gt;
| '''45*G''' (742,5/405)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[FREMO]] [[Module]] gelten folgende Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Mindestradius der Streckengleise beträgt '''1000 mm'''. In Bahnhöfen sollte deutlich mehr genommen werden. Der Mindestradius der Rangiergleise beträgt 700mm, bei einem minimalen Weichenwinkel von 1:6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: '''Diese Radien gelten auch für verdeckte Strecken!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weichen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weichen mit ihren beweglichen Zungen, der Lücke im Herzstück Bereich, den Radlenkern und dem Zwang zur Richtungs Änderung stellen einen betrieblichen Problem Punkt dar. Daher sollte man in seiner Planung möglichst schlanke Weichen mit geringem Abzweig Winkel und großem Abzweig Radius vorsehen. Dies gilt insbesondere für zwei Situationen:&lt;br /&gt;
* Verbindung zwischen zwei parallelen Gleisen, da hier automatisch eine [[Gleisbau_einschließlich_Montage_und_Einschottern#S-Kurve|S-Kurve]] entsteht.&lt;br /&gt;
* Bogenweichen: die schon anspruchsvolle Situation durch Bogenfahrt und Weiche sollte nicht noch zusätzlich durch enge Bögen verschärft werden.&lt;br /&gt;
Generell gilt je größer der Weichen Radius, desto kleiner ist die Fahrwerks Auslenkung. Und damit gibt es dann im Betrieb weniger Probleme.&lt;br /&gt;
Im Zweifelsfall heisst es auch hier, lieber die Planung reduzieren, als die Betriebs Sicherheit gefährden. Also lieber zwei Gleise weniger im Bahnhof, als dass die Züge über zu enge Weichen holpern müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== S-Kurven ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verlegen von S-Kurven ist ein häufig gemachter Fehler. Durch den direkt an eine Bogen anschliessenden Gegenbogen sind die Richtungs Änderungen, die einem Fahrwerk aufgezwungen werden besonders groß. Es besteht daher an solchen Stellen besondere Entgleisungs Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abhilfe ist genauso einfach, wie manchmal durch den vorhandenen Platz nicht realisierbar. Zwischen Bogen und Gegenbogen muss eine kurze Gerade eingefügt werden. (Eine Loklänge reicht im allgemeinen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ kann man auch mehr Platz für den S-Bogen vorsehen und dann größere Radien oder noch besser Flexgleise verwenden. Wenn man ein Flexgleis nur an den beiden Enden fixiert ergibt sich automatisch ein betrieblich besserer variabler Radius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verbindung paralleler Gleis Strecken lässt sich die S-Kurve jedoch nicht vermeiden. Hier helfen nur schlanke Weichen mit möglichst großem Radius des Abzweigs. Ab 700 - 800 mm Weichenradius sollte es dann ohne betriebliche Probleme gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergangsbögen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Vorbild erfolgt der Wechsel von einer geraden Strecke in einen Bogen nicht abrupt, sondern durch sich stetig verkleinernde Radien, bis der Ziel Radius erreicht ist. Dies lässt den Radsätzen genug Zeit um sich auf die Kurvenfahrt einzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prinzipien der Fahrdynamik gelten auch für Modellbahn Fahrzeuge. Wenn auch die Bedingungnen bei der Modellbahn eher schlechter sind (ungefederte, ungedämpfte Radsätze und Drehgestelle). Daher ist es sicher eine gute Idee, Übergangs Bögen auch im Modellbahn Bereich einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies lässt sich auf zwei Arten erreichen:&lt;br /&gt;
* Durch Flexgleise, die entsprechend verlegt werden. Dies ist die beste Methode, da der Übergang kontinuierlich erfolgt.&lt;br /&gt;
* Durch Verwendung immer kleinerer Radien, sofern genügend große Radien als Fertiggleise zur Verfügung stehen. Dies ist sicher nicht optimal, da immer noch 'sprunghafte' Änderungen der Fahrt Richtung stattfinden. Dennoch sind diese Änderungen jeweils geringer, als wenn direkt der Zielradius benutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider gibt es hierbei auch einen Nachteil: Der Platzbedarf steigt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Thema Übergangsbögen siehe auch die [[NEM]] 113, im Internet auf der Seite von [http://home.wtal.de/dde/doc/dde-18.htm/ Dieter Demessieur] und die Ausführung auf dem [http://homepages.munich.netsurf.de/Thomas.Roedel/bahnnetz/mogl2_d.htm BahnNetz Server]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steigungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steigungen sind auf einer Modellbahn Anlage ein notwendiges Übel, um den Betrieb auf mehreren Ebenen zu erlauben. Hierbei ist eine Höhen Differenz von etwa 10cm (H0, je Ebene) zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt nun drei kritische Punkte bei Bau / Planung einer Steigung zu berücksichtigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Übergang in / aus der Steigung sollte allmählich erfolgen. Das heisst, entweder ein längeres Gleisstück entsprechend in der Vertikalen zu biegen oder den Übergang aus mehreren kurzen Gleisen zusammen zu setzen.&lt;br /&gt;
* Eine Steigung stellt eine zusätzliche Belastung für die Loks dar. Sie sollte daher möglichst gering sein. Ein Wert von 2% ist ideal. (2% == 2cm Höhen Differenz auf 100cm waagerechte Strecke.) Dies bedeutet 5m Strecke um auf eine andere Ebene (+/- 10cm, H0) zu kommen. Das ist jedoch oft nicht realisierbar. Daher sind auf vielen Modellbahn Anlagen eher Steigungen von 4% anzutreffen. Dabei kann schon die Grenzlast der Lokomotiven erreicht werden, was dazu zwingt die Zuglängen zu reduzieren. In Baugröße N wurde schon bei 3% Steigung und langen Zügen von Problemen berichtet.&lt;br /&gt;
* Bögen in Steigungen stellen eine zusätzliche Belastung dar. Sie sind daher mit möglichst großen Radien auszuführen. Dies gilt insbesondere für Gleiswendel. (Größerer Radius =&amp;gt; längere Strecke =&amp;gt; geringere Steigung ==&amp;gt; mehr Betriebs Sicherheit) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdeckte Streckenteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird oft gesagt, dass in den nicht sichtbaren Bereichen die kleineren Radien verwendet werden können. Dies ist äusserst problematisch. Gerade in den nicht sichtbaren Bereichen ist ein reibungsloser Betrieb absolut notwendig, da diese Bereiche bei der fertigen Anlage in der Regel nur schlecht zugänglich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher sollte man gerade hier keine Risiken eingehen und nicht unter 450mm Radius gehen. Ebenso sollte man im nicht sichtbaren Bereich keinesfalls die engsten oder abgefahrensten Weichen verwenden. Weiter sollte hier die Verlegung der Gleise mit besonderer Sorgfalt erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der oben angesprochenen Punkte müssen schon bei der Planung berücksichtigt werden, da sie nachträglich kaum noch geändert werden können. (Mindestradien, S-Kurven, Übergangsbögen, Steigungen, nicht sichtbare Bereiche) Manchmal hilft nur das Abspecken des Gleisplans um zu einer betriebssicheren Modellbahn Anlage zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Famous Last Words ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Dies ist die dritte Fassung der FAQ Gleissysteme. Wir hoffen, dass sie möglichst viele Fragen zum Thema Auswahl eines Gleissystems beantwortet. Falls etwas fehlt oder ihr noch Ergänzungen habt, schreibt einfach an einen der Autoren. (Edbert)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1928</id>
		<title>Gleisbau einschließlich Montage und Einschottern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1928"/>
				<updated>2005-06-30T08:41:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Roco Line mit Bettung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Bettungsgleise, Gleisbettungen, Einschottern =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Von Edbert van Eimeren''' ''(Diskussion willkommen)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Roco Line Gleise mit Bettung führen immer wieder zu Diskussionen über ihren Sinn oder Unsinn. Ich will hier versuchen die Vor- und Nachteile dieses Systems aufzuzeigen und damit etwas mehr Klarheit über die Einsatzmöglichkeiten zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter will ich auf die Alternativen Styroplast Gleisbettungen und das Selber Einschottern kurz eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Roco Line mit Bettung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roco Line Gleise mit Bettung bestehen aus dem normalen Roco Line Gleisen, der Bettung aus einem flexiblen Kunststoff und einem Kunststoffteil zur Versteifung des Gleises und zur zusätzlichen Stabilisierung der Verbindung zwischen zwei Gleisstücken. Form und Maße der Gleisbettung entsprechen dem Vorbild. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile und Einsatzgebiete ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Es gelten natürlich die allgemeinen Vorteile des Roco Line Gleissystems wie große Radien, Vielfalt an Weichen- und Gleistypen, gut abgestimmte Geometrie, die kaum Ausgleichstücke benötigt.&lt;br /&gt;
* Das Bettungsgleis ist vollständig. Das heißt, dass ohne weiteren Aufwand ein Gleis mit allen drum und dran verlegt werden kann.&lt;br /&gt;
* Das Bettungsgleis ist stabil (Roco bezeichnet es als trittsicher). Die Verbindung zwischen zwei Gleisstücken erfolgt nicht nur über die Schienenlaschen, sondern zusätzlich über die Kunststoff Versteifung. Dadurch lässt sich das Gleis sehr gut zum häufigen Auf- und Abbau verwenden.&lt;br /&gt;
* Der Hohlraum der Gleisbettung kann zum Verlegen von Kabeln genutzt werden.&lt;br /&gt;
* Die Weichen Antriebe (mit oder ohne Digital Dekoder) liegen innerhalb des Bettungskörpers, sind also 'unsichtbar'. Das erspart das mühsame Anbringen von Antrieben unterflur.&lt;br /&gt;
* Die Polarisiserung wird durch einfaches Einstecken eines Kabels (unabhängig ob ein elektrischer Antrieb vorhanden ist) realisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit Vorteile:''' Vollständiges Gleis, stabil, einfach aufzubauen, Weichenantriebe unsichtbar, Polarisiserung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit Einsatzgebiete:''' 'Teppich' Bahn, Einfaches Verlegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich gibt es auch Nachteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Preis der Roco Line Gleise mit Bettung ist deutlich höher als der, von Gleisen ohne Bettung. Dies trifft insbesondere auf die Weichen und das Flexgleis zu.&lt;br /&gt;
* Das Aussehen der Gleisbettung wird von vielen bemängelt. Dies betrifft einerseits die Farbgebung, die jedoch leicht angepasst werden kann. Andererseits ist die Struktur des Schotters zu rund und zu wenig hervorgehoben. Dies kann man (zumindest mit einfachen Mitteln) nicht ändern. Drittens ist die Trennfuge zwischen zwei Gleisstücken (wenn auch nur bei genauer Betrachtung) noch sichtbar.&lt;br /&gt;
* Die maßstäbliche Breite der Gleisbettung zwingt zum Verschnitt an der Böschung bei der Zusammenführung zweier Gleise an Weichen. Solche Gleise sind dann nicht mehr freizügig einsetzbar, oder müssen durch neue Böschungsstreifen repariert werden.&lt;br /&gt;
* Die Bettung ist zwar in sich elastisch, aber das Gleis muss dennoch auf der Trasse befestigt werden. Daher ist eine wesentliche Geräusch Dämmung nicht zu erwarten. Ganz im Gegenteil kann der Hohlraum unter der Bettung als Resonanzraum dienen und damit die Lautstärke erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit Nachteile:''' Preis, Optik (der Bettung), Verschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Weichenproblematik ist der Grund, warum Fleischmann seine Profi Gleise zwar mit Schotter aber ohne Böschung fertigt. Ebenso ist dies der Grund für die großen Abzweig Winkel beim Märklin M- und C-Gleis''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die obigen Aussagen treffen in den meisten Punkten sinngemäß auch auf das hier nicht betrachtete C-Gleis von Märklin zu.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gleisbettungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vielen Gleissystemen gibt es Gleisbettungen aus Styroplast von der Firma Merkur (H0: Märklin K Gleis, Fleischmann Modellgleis, Roco 2.5mm Gleis, Roco Line Gleis, Peco), (N: Arnold, Minitrix, Roco), (Z: Märklin) oder entsprechende Gleisbettungen des Herstellers (Tillig, Bemo, Peco).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Styroplast Gleisbettungen bestehen aus einem geschäumten Kunststoff, sowie einem Schotterbelag aus ??? (Kork?). Es gibt sie in allen Gleis- und Weichenformen sowie zusätzlich für Parallelgleise. Für den nicht sichtbaren Bereich gibt es Streifen ohne [[Böschung]] und [[Schotter]]. Der verwendete Kunststoff ist elastisch und damit Geräusch dämmend. Die Gleise werden einfach in die Bettungen eingedrückt und halten ohne weitere Befestigung. Sie sind problemlos wieder zu entfernen. Die Bettungen sind flach mit Überbreite (Parallelgleise). Zum Erhalt einer Böschung wird ein vorgeschnittenens Teil entfernt und der Schotterbelag entsprechend umgelegt. Der Schotter ist scharfkantiger und variert stärker in Größe und Farbe als bei den Roco Line Bettungen. Es gibt ein passendes Teil zur Gleis Überhöhung bei Bögen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einfaches Verlegen, da Gleise und Weichen exakt passen.&lt;br /&gt;
* Bettungen für Parallelgleise erleichtern das präzise Arbeiten.&lt;br /&gt;
* Gleise und Weichen können jederzeit wieder entfernt werden.&lt;br /&gt;
* Das Aussehen ist realistischer als bei Roco Line mit Bettung.&lt;br /&gt;
* Da keine mechanische Verbindung durch Nägel, Schrauben oder Leim zwischen Gleis und Trasse besteht, ergibt sich eine recht gute Geräusch Dämmung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man ist bezüglich des Aussehens (Schotterform, Größe, Farbe) festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kosten (ca. EUR 1.30 je Gleis, EUR 2.40 je Weiche, EUR 3.20 je Flexgleis)&lt;br /&gt;
*: ''(Ob ein selbst gefertigtes Gleisbett z.B. aus Korkstreifen plus Einschottern deutlich billiger ist, wage ich allerdings zu bezweifeln)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Streckentyp&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Wagenlänge Vorbild&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Schmalspur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bis 20m&lt;br /&gt;
! bis 24,2m&lt;br /&gt;
! bis 27,2m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''kleinster Radius'''&lt;br /&gt;
| '''22*G''' (363,0/198)&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''15*G''' (247,5/135)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Nebengleise (Bahnhof)'''&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''20*G''' (330,0/180)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Hauptgleise (Nebenbahn)'''&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''40*G''' (660,0/360)&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Hauptgleise (Hauptbahn)'''&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''40*G''' (660,0/360)&lt;br /&gt;
| '''45*G''' (742,5/405)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[FREMO]] [[Module]] gelten folgende Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Mindestradius der Streckengleise beträgt '''1000 mm'''. In Bahnhöfen sollte deutlich mehr genommen werden. Der Mindestradius der Rangiergleise beträgt 700mm, bei einem minimalen Weichenwinkel von 1:6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: '''Diese Radien gelten auch für verdeckte Strecken!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weichen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weichen mit ihren beweglichen Zungen, der Lücke im Herzstück Bereich, den Radlenkern und dem Zwang zur Richtungs Änderung stellen einen betrieblichen Problem Punkt dar. Daher sollte man in seiner Planung möglichst schlanke Weichen mit geringem Abzweig Winkel und großem Abzweig Radius vorsehen. Dies gilt insbesondere für zwei Situationen:&lt;br /&gt;
* Verbindung zwischen zwei parallelen Gleisen, da hier automatisch eine [[Gleisbau_einschließlich_Montage_und_Einschottern#S-Kurve|S-Kurve]] entsteht.&lt;br /&gt;
* Bogenweichen: die schon anspruchsvolle Situation durch Bogenfahrt und Weiche sollte nicht noch zusätzlich durch enge Bögen verschärft werden.&lt;br /&gt;
Generell gilt je größer der Weichen Radius, desto kleiner ist die Fahrwerks Auslenkung. Und damit gibt es dann im Betrieb weniger Probleme.&lt;br /&gt;
Im Zweifelsfall heisst es auch hier, lieber die Planung reduzieren, als die Betriebs Sicherheit gefährden. Also lieber zwei Gleise weniger im Bahnhof, als dass die Züge über zu enge Weichen holpern müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== S-Kurven ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verlegen von S-Kurven ist ein häufig gemachter Fehler. Durch den direkt an eine Bogen anschliessenden Gegenbogen sind die Richtungs Änderungen, die einem Fahrwerk aufgezwungen werden besonders groß. Es besteht daher an solchen Stellen besondere Entgleisungs Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abhilfe ist genauso einfach, wie manchmal durch den vorhandenen Platz nicht realisierbar. Zwischen Bogen und Gegenbogen muss eine kurze Gerade eingefügt werden. (Eine Loklänge reicht im allgemeinen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ kann man auch mehr Platz für den S-Bogen vorsehen und dann größere Radien oder noch besser Flexgleise verwenden. Wenn man ein Flexgleis nur an den beiden Enden fixiert ergibt sich automatisch ein betrieblich besserer variabler Radius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verbindung paralleler Gleis Strecken lässt sich die S-Kurve jedoch nicht vermeiden. Hier helfen nur schlanke Weichen mit möglichst großem Radius des Abzweigs. Ab 700 - 800 mm Weichenradius sollte es dann ohne betriebliche Probleme gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergangsbögen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Vorbild erfolgt der Wechsel von einer geraden Strecke in einen Bogen nicht abrupt, sondern durch sich stetig verkleinernde Radien, bis der Ziel Radius erreicht ist. Dies lässt den Radsätzen genug Zeit um sich auf die Kurvenfahrt einzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prinzipien der Fahrdynamik gelten auch für Modellbahn Fahrzeuge. Wenn auch die Bedingungnen bei der Modellbahn eher schlechter sind (ungefederte, ungedämpfte Radsätze und Drehgestelle). Daher ist es sicher eine gute Idee, Übergangs Bögen auch im Modellbahn Bereich einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies lässt sich auf zwei Arten erreichen:&lt;br /&gt;
* Durch Flexgleise, die entsprechend verlegt werden. Dies ist die beste Methode, da der Übergang kontinuierlich erfolgt.&lt;br /&gt;
* Durch Verwendung immer kleinerer Radien, sofern genügend große Radien als Fertiggleise zur Verfügung stehen. Dies ist sicher nicht optimal, da immer noch 'sprunghafte' Änderungen der Fahrt Richtung stattfinden. Dennoch sind diese Änderungen jeweils geringer, als wenn direkt der Zielradius benutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider gibt es hierbei auch einen Nachteil: Der Platzbedarf steigt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Thema Übergangsbögen siehe auch die [[NEM]] 113, im Internet auf der Seite von [http://home.wtal.de/dde/doc/dde-18.htm/ Dieter Demessieur] und die Ausführung auf dem [http://homepages.munich.netsurf.de/Thomas.Roedel/bahnnetz/mogl2_d.htm BahnNetz Server]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steigungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steigungen sind auf einer Modellbahn Anlage ein notwendiges Übel, um den Betrieb auf mehreren Ebenen zu erlauben. Hierbei ist eine Höhen Differenz von etwa 10cm (H0, je Ebene) zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt nun drei kritische Punkte bei Bau / Planung einer Steigung zu berücksichtigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Übergang in / aus der Steigung sollte allmählich erfolgen. Das heisst, entweder ein längeres Gleisstück entsprechend in der Vertikalen zu biegen oder den Übergang aus mehreren kurzen Gleisen zusammen zu setzen.&lt;br /&gt;
* Eine Steigung stellt eine zusätzliche Belastung für die Loks dar. Sie sollte daher möglichst gering sein. Ein Wert von 2% ist ideal. (2% == 2cm Höhen Differenz auf 100cm waagerechte Strecke.) Dies bedeutet 5m Strecke um auf eine andere Ebene (+/- 10cm, H0) zu kommen. Das ist jedoch oft nicht realisierbar. Daher sind auf vielen Modellbahn Anlagen eher Steigungen von 4% anzutreffen. Dabei kann schon die Grenzlast der Lokomotiven erreicht werden, was dazu zwingt die Zuglängen zu reduzieren. In Baugröße N wurde schon bei 3% Steigung und langen Zügen von Problemen berichtet.&lt;br /&gt;
* Bögen in Steigungen stellen eine zusätzliche Belastung dar. Sie sind daher mit möglichst großen Radien auszuführen. Dies gilt insbesondere für Gleiswendel. (Größerer Radius =&amp;gt; längere Strecke =&amp;gt; geringere Steigung ==&amp;gt; mehr Betriebs Sicherheit) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdeckte Streckenteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird oft gesagt, dass in den nicht sichtbaren Bereichen die kleineren Radien verwendet werden können. Dies ist äusserst problematisch. Gerade in den nicht sichtbaren Bereichen ist ein reibungsloser Betrieb absolut notwendig, da diese Bereiche bei der fertigen Anlage in der Regel nur schlecht zugänglich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher sollte man gerade hier keine Risiken eingehen und nicht unter 450mm Radius gehen. Ebenso sollte man im nicht sichtbaren Bereich keinesfalls die engsten oder abgefahrensten Weichen verwenden. Weiter sollte hier die Verlegung der Gleise mit besonderer Sorgfalt erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der oben angesprochenen Punkte müssen schon bei der Planung berücksichtigt werden, da sie nachträglich kaum noch geändert werden können. (Mindestradien, S-Kurven, Übergangsbögen, Steigungen, nicht sichtbare Bereiche) Manchmal hilft nur das Abspecken des Gleisplans um zu einer betriebssicheren Modellbahn Anlage zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Famous Last Words ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Dies ist die dritte Fassung der FAQ Gleissysteme. Wir hoffen, dass sie möglichst viele Fragen zum Thema Auswahl eines Gleissystems beantwortet. Falls etwas fehlt oder ihr noch Ergänzungen habt, schreibt einfach an einen der Autoren. (Edbert)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1927</id>
		<title>Gleisbau einschließlich Montage und Einschottern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1927"/>
				<updated>2005-06-30T08:36:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Bettungsgleise, Gleisbettungen, Einschottern =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Von Edbert van Eimeren''' ''(Diskussion willkommen)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Roco Line Gleise mit Bettung führen immer wieder zu Diskussionen über ihren Sinn oder Unsinn. Ich will hier versuchen die Vor- und Nachteile dieses Systems aufzuzeigen und damit etwas mehr Klarheit über die Einsatzmöglichkeiten zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter will ich auf die Alternativen Styroplast Gleisbettungen und das Selber Einschottern kurz eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Roco Line mit Bettung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roco Line Gleise mit Bettung bestehen aus dem normalen Roco Line Gleisen, der Bettung aus einem flexiblen Kunststoff und einem Kunststoffteil zur Versteifung des Gleises und zur zusätzlichen Stabilisierung der Verbindung zwischen zwei Gleisstücken. Form und Maße der Gleisbettung entsprechen dem Vorbild. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile und Einsatzgebiete ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Es gelten natürlich die allgemeinen Vorteile des Roco Line Gleissystems wie große Radien, Vielfalt an Weichen- und Gleistypen, gut abgestimmte Geometrie, die kaum Ausgleichstücke benötigt.&lt;br /&gt;
* Das Bettungsgleis ist vollständig. Das heißt, dass ohne weiteren Aufwand ein Gleis mit allen drum und dran verlegt werden kann.&lt;br /&gt;
* Das Bettungsgleis ist stabil (Roco bezeichnet es als trittsicher). Die Verbindung zwischen zwei Gleisstücken erfolgt nicht nur über die Schienenlaschen, sondern zusätzlich über die Kunststoff Versteifung. Dadurch lässt sich das Gleis sehr gut zum häufigen Auf- und Abbau verwenden.&lt;br /&gt;
* Der Hohlraum der Gleisbettung kann zum Verlegen von Kabeln genutzt werden.&lt;br /&gt;
* Die Weichen Antriebe (mit oder ohne Digital Dekoder) liegen innerhalb des Bettungskörpers, sind also 'unsichtbar'. Das erspart das mühsame Anbringen von Antrieben unterflur.&lt;br /&gt;
* Die Polarisiserung wird durch einfaches Einstecken eines Kabels (unabhängig ob ein elektrischer Antrieb vorhanden ist) realisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit Vorteile:''' Vollständiges Gleis, stabil, einfach aufzubauen, Weichenantriebe unsichtbar, Polarisiserung.&lt;br /&gt;
'''Fazit Einsatzgebiete:''' 'Teppich' Bahn, Einfaches Verlegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Streckentyp&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Wagenlänge Vorbild&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Schmalspur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bis 20m&lt;br /&gt;
! bis 24,2m&lt;br /&gt;
! bis 27,2m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''kleinster Radius'''&lt;br /&gt;
| '''22*G''' (363,0/198)&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''15*G''' (247,5/135)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Nebengleise (Bahnhof)'''&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''20*G''' (330,0/180)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Hauptgleise (Nebenbahn)'''&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''40*G''' (660,0/360)&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Hauptgleise (Hauptbahn)'''&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''40*G''' (660,0/360)&lt;br /&gt;
| '''45*G''' (742,5/405)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[FREMO]] [[Module]] gelten folgende Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Mindestradius der Streckengleise beträgt '''1000 mm'''. In Bahnhöfen sollte deutlich mehr genommen werden. Der Mindestradius der Rangiergleise beträgt 700mm, bei einem minimalen Weichenwinkel von 1:6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: '''Diese Radien gelten auch für verdeckte Strecken!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weichen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weichen mit ihren beweglichen Zungen, der Lücke im Herzstück Bereich, den Radlenkern und dem Zwang zur Richtungs Änderung stellen einen betrieblichen Problem Punkt dar. Daher sollte man in seiner Planung möglichst schlanke Weichen mit geringem Abzweig Winkel und großem Abzweig Radius vorsehen. Dies gilt insbesondere für zwei Situationen:&lt;br /&gt;
* Verbindung zwischen zwei parallelen Gleisen, da hier automatisch eine [[Gleisbau_einschließlich_Montage_und_Einschottern#S-Kurve|S-Kurve]] entsteht.&lt;br /&gt;
* Bogenweichen: die schon anspruchsvolle Situation durch Bogenfahrt und Weiche sollte nicht noch zusätzlich durch enge Bögen verschärft werden.&lt;br /&gt;
Generell gilt je größer der Weichen Radius, desto kleiner ist die Fahrwerks Auslenkung. Und damit gibt es dann im Betrieb weniger Probleme.&lt;br /&gt;
Im Zweifelsfall heisst es auch hier, lieber die Planung reduzieren, als die Betriebs Sicherheit gefährden. Also lieber zwei Gleise weniger im Bahnhof, als dass die Züge über zu enge Weichen holpern müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== S-Kurven ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verlegen von S-Kurven ist ein häufig gemachter Fehler. Durch den direkt an eine Bogen anschliessenden Gegenbogen sind die Richtungs Änderungen, die einem Fahrwerk aufgezwungen werden besonders groß. Es besteht daher an solchen Stellen besondere Entgleisungs Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abhilfe ist genauso einfach, wie manchmal durch den vorhandenen Platz nicht realisierbar. Zwischen Bogen und Gegenbogen muss eine kurze Gerade eingefügt werden. (Eine Loklänge reicht im allgemeinen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ kann man auch mehr Platz für den S-Bogen vorsehen und dann größere Radien oder noch besser Flexgleise verwenden. Wenn man ein Flexgleis nur an den beiden Enden fixiert ergibt sich automatisch ein betrieblich besserer variabler Radius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verbindung paralleler Gleis Strecken lässt sich die S-Kurve jedoch nicht vermeiden. Hier helfen nur schlanke Weichen mit möglichst großem Radius des Abzweigs. Ab 700 - 800 mm Weichenradius sollte es dann ohne betriebliche Probleme gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergangsbögen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Vorbild erfolgt der Wechsel von einer geraden Strecke in einen Bogen nicht abrupt, sondern durch sich stetig verkleinernde Radien, bis der Ziel Radius erreicht ist. Dies lässt den Radsätzen genug Zeit um sich auf die Kurvenfahrt einzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prinzipien der Fahrdynamik gelten auch für Modellbahn Fahrzeuge. Wenn auch die Bedingungnen bei der Modellbahn eher schlechter sind (ungefederte, ungedämpfte Radsätze und Drehgestelle). Daher ist es sicher eine gute Idee, Übergangs Bögen auch im Modellbahn Bereich einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies lässt sich auf zwei Arten erreichen:&lt;br /&gt;
* Durch Flexgleise, die entsprechend verlegt werden. Dies ist die beste Methode, da der Übergang kontinuierlich erfolgt.&lt;br /&gt;
* Durch Verwendung immer kleinerer Radien, sofern genügend große Radien als Fertiggleise zur Verfügung stehen. Dies ist sicher nicht optimal, da immer noch 'sprunghafte' Änderungen der Fahrt Richtung stattfinden. Dennoch sind diese Änderungen jeweils geringer, als wenn direkt der Zielradius benutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider gibt es hierbei auch einen Nachteil: Der Platzbedarf steigt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Thema Übergangsbögen siehe auch die [[NEM]] 113, im Internet auf der Seite von [http://home.wtal.de/dde/doc/dde-18.htm/ Dieter Demessieur] und die Ausführung auf dem [http://homepages.munich.netsurf.de/Thomas.Roedel/bahnnetz/mogl2_d.htm BahnNetz Server]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steigungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steigungen sind auf einer Modellbahn Anlage ein notwendiges Übel, um den Betrieb auf mehreren Ebenen zu erlauben. Hierbei ist eine Höhen Differenz von etwa 10cm (H0, je Ebene) zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt nun drei kritische Punkte bei Bau / Planung einer Steigung zu berücksichtigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Übergang in / aus der Steigung sollte allmählich erfolgen. Das heisst, entweder ein längeres Gleisstück entsprechend in der Vertikalen zu biegen oder den Übergang aus mehreren kurzen Gleisen zusammen zu setzen.&lt;br /&gt;
* Eine Steigung stellt eine zusätzliche Belastung für die Loks dar. Sie sollte daher möglichst gering sein. Ein Wert von 2% ist ideal. (2% == 2cm Höhen Differenz auf 100cm waagerechte Strecke.) Dies bedeutet 5m Strecke um auf eine andere Ebene (+/- 10cm, H0) zu kommen. Das ist jedoch oft nicht realisierbar. Daher sind auf vielen Modellbahn Anlagen eher Steigungen von 4% anzutreffen. Dabei kann schon die Grenzlast der Lokomotiven erreicht werden, was dazu zwingt die Zuglängen zu reduzieren. In Baugröße N wurde schon bei 3% Steigung und langen Zügen von Problemen berichtet.&lt;br /&gt;
* Bögen in Steigungen stellen eine zusätzliche Belastung dar. Sie sind daher mit möglichst großen Radien auszuführen. Dies gilt insbesondere für Gleiswendel. (Größerer Radius =&amp;gt; längere Strecke =&amp;gt; geringere Steigung ==&amp;gt; mehr Betriebs Sicherheit) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdeckte Streckenteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird oft gesagt, dass in den nicht sichtbaren Bereichen die kleineren Radien verwendet werden können. Dies ist äusserst problematisch. Gerade in den nicht sichtbaren Bereichen ist ein reibungsloser Betrieb absolut notwendig, da diese Bereiche bei der fertigen Anlage in der Regel nur schlecht zugänglich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher sollte man gerade hier keine Risiken eingehen und nicht unter 450mm Radius gehen. Ebenso sollte man im nicht sichtbaren Bereich keinesfalls die engsten oder abgefahrensten Weichen verwenden. Weiter sollte hier die Verlegung der Gleise mit besonderer Sorgfalt erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der oben angesprochenen Punkte müssen schon bei der Planung berücksichtigt werden, da sie nachträglich kaum noch geändert werden können. (Mindestradien, S-Kurven, Übergangsbögen, Steigungen, nicht sichtbare Bereiche) Manchmal hilft nur das Abspecken des Gleisplans um zu einer betriebssicheren Modellbahn Anlage zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Famous Last Words ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Dies ist die dritte Fassung der FAQ Gleissysteme. Wir hoffen, dass sie möglichst viele Fragen zum Thema Auswahl eines Gleissystems beantwortet. Falls etwas fehlt oder ihr noch Ergänzungen habt, schreibt einfach an einen der Autoren. (Edbert)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1926</id>
		<title>Gleisbau einschließlich Montage und Einschottern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1926"/>
				<updated>2005-06-30T08:32:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Streckentyp&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Wagenlänge Vorbild&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Schmalspur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bis 20m&lt;br /&gt;
! bis 24,2m&lt;br /&gt;
! bis 27,2m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''kleinster Radius'''&lt;br /&gt;
| '''22*G''' (363,0/198)&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''15*G''' (247,5/135)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Nebengleise (Bahnhof)'''&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''20*G''' (330,0/180)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Hauptgleise (Nebenbahn)'''&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''40*G''' (660,0/360)&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Hauptgleise (Hauptbahn)'''&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''40*G''' (660,0/360)&lt;br /&gt;
| '''45*G''' (742,5/405)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[FREMO]] [[Module]] gelten folgende Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Mindestradius der Streckengleise beträgt '''1000 mm'''. In Bahnhöfen sollte deutlich mehr genommen werden. Der Mindestradius der Rangiergleise beträgt 700mm, bei einem minimalen Weichenwinkel von 1:6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: '''Diese Radien gelten auch für verdeckte Strecken!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weichen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weichen mit ihren beweglichen Zungen, der Lücke im Herzstück Bereich, den Radlenkern und dem Zwang zur Richtungs Änderung stellen einen betrieblichen Problem Punkt dar. Daher sollte man in seiner Planung möglichst schlanke Weichen mit geringem Abzweig Winkel und großem Abzweig Radius vorsehen. Dies gilt insbesondere für zwei Situationen:&lt;br /&gt;
* Verbindung zwischen zwei parallelen Gleisen, da hier automatisch eine [[Gleisbau_einschließlich_Montage_und_Einschottern#S-Kurve|S-Kurve]] entsteht.&lt;br /&gt;
* Bogenweichen: die schon anspruchsvolle Situation durch Bogenfahrt und Weiche sollte nicht noch zusätzlich durch enge Bögen verschärft werden.&lt;br /&gt;
Generell gilt je größer der Weichen Radius, desto kleiner ist die Fahrwerks Auslenkung. Und damit gibt es dann im Betrieb weniger Probleme.&lt;br /&gt;
Im Zweifelsfall heisst es auch hier, lieber die Planung reduzieren, als die Betriebs Sicherheit gefährden. Also lieber zwei Gleise weniger im Bahnhof, als dass die Züge über zu enge Weichen holpern müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== S-Kurven ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verlegen von S-Kurven ist ein häufig gemachter Fehler. Durch den direkt an eine Bogen anschliessenden Gegenbogen sind die Richtungs Änderungen, die einem Fahrwerk aufgezwungen werden besonders groß. Es besteht daher an solchen Stellen besondere Entgleisungs Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abhilfe ist genauso einfach, wie manchmal durch den vorhandenen Platz nicht realisierbar. Zwischen Bogen und Gegenbogen muss eine kurze Gerade eingefügt werden. (Eine Loklänge reicht im allgemeinen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ kann man auch mehr Platz für den S-Bogen vorsehen und dann größere Radien oder noch besser Flexgleise verwenden. Wenn man ein Flexgleis nur an den beiden Enden fixiert ergibt sich automatisch ein betrieblich besserer variabler Radius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verbindung paralleler Gleis Strecken lässt sich die S-Kurve jedoch nicht vermeiden. Hier helfen nur schlanke Weichen mit möglichst großem Radius des Abzweigs. Ab 700 - 800 mm Weichenradius sollte es dann ohne betriebliche Probleme gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergangsbögen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Vorbild erfolgt der Wechsel von einer geraden Strecke in einen Bogen nicht abrupt, sondern durch sich stetig verkleinernde Radien, bis der Ziel Radius erreicht ist. Dies lässt den Radsätzen genug Zeit um sich auf die Kurvenfahrt einzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prinzipien der Fahrdynamik gelten auch für Modellbahn Fahrzeuge. Wenn auch die Bedingungnen bei der Modellbahn eher schlechter sind (ungefederte, ungedämpfte Radsätze und Drehgestelle). Daher ist es sicher eine gute Idee, Übergangs Bögen auch im Modellbahn Bereich einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies lässt sich auf zwei Arten erreichen:&lt;br /&gt;
* Durch Flexgleise, die entsprechend verlegt werden. Dies ist die beste Methode, da der Übergang kontinuierlich erfolgt.&lt;br /&gt;
* Durch Verwendung immer kleinerer Radien, sofern genügend große Radien als Fertiggleise zur Verfügung stehen. Dies ist sicher nicht optimal, da immer noch 'sprunghafte' Änderungen der Fahrt Richtung stattfinden. Dennoch sind diese Änderungen jeweils geringer, als wenn direkt der Zielradius benutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider gibt es hierbei auch einen Nachteil: Der Platzbedarf steigt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Thema Übergangsbögen siehe auch die [[NEM]] 113, im Internet auf der Seite von [http://home.wtal.de/dde/doc/dde-18.htm/ Dieter Demessieur] und die Ausführung auf dem [http://homepages.munich.netsurf.de/Thomas.Roedel/bahnnetz/mogl2_d.htm BahnNetz Server]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steigungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steigungen sind auf einer Modellbahn Anlage ein notwendiges Übel, um den Betrieb auf mehreren Ebenen zu erlauben. Hierbei ist eine Höhen Differenz von etwa 10cm (H0, je Ebene) zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt nun drei kritische Punkte bei Bau / Planung einer Steigung zu berücksichtigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Übergang in / aus der Steigung sollte allmählich erfolgen. Das heisst, entweder ein längeres Gleisstück entsprechend in der Vertikalen zu biegen oder den Übergang aus mehreren kurzen Gleisen zusammen zu setzen.&lt;br /&gt;
* Eine Steigung stellt eine zusätzliche Belastung für die Loks dar. Sie sollte daher möglichst gering sein. Ein Wert von 2% ist ideal. (2% == 2cm Höhen Differenz auf 100cm waagerechte Strecke.) Dies bedeutet 5m Strecke um auf eine andere Ebene (+/- 10cm, H0) zu kommen. Das ist jedoch oft nicht realisierbar. Daher sind auf vielen Modellbahn Anlagen eher Steigungen von 4% anzutreffen. Dabei kann schon die Grenzlast der Lokomotiven erreicht werden, was dazu zwingt die Zuglängen zu reduzieren. In Baugröße N wurde schon bei 3% Steigung und langen Zügen von Problemen berichtet.&lt;br /&gt;
* Bögen in Steigungen stellen eine zusätzliche Belastung dar. Sie sind daher mit möglichst großen Radien auszuführen. Dies gilt insbesondere für Gleiswendel. (Größerer Radius =&amp;gt; längere Strecke =&amp;gt; geringere Steigung ==&amp;gt; mehr Betriebs Sicherheit) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdeckte Streckenteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird oft gesagt, dass in den nicht sichtbaren Bereichen die kleineren Radien verwendet werden können. Dies ist äusserst problematisch. Gerade in den nicht sichtbaren Bereichen ist ein reibungsloser Betrieb absolut notwendig, da diese Bereiche bei der fertigen Anlage in der Regel nur schlecht zugänglich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher sollte man gerade hier keine Risiken eingehen und nicht unter 450mm Radius gehen. Ebenso sollte man im nicht sichtbaren Bereich keinesfalls die engsten oder abgefahrensten Weichen verwenden. Weiter sollte hier die Verlegung der Gleise mit besonderer Sorgfalt erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der oben angesprochenen Punkte müssen schon bei der Planung berücksichtigt werden, da sie nachträglich kaum noch geändert werden können. (Mindestradien, S-Kurven, Übergangsbögen, Steigungen, nicht sichtbare Bereiche) Manchmal hilft nur das Abspecken des Gleisplans um zu einer betriebssicheren Modellbahn Anlage zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Famous Last Words ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Dies ist die dritte Fassung der FAQ Gleissysteme. Wir hoffen, dass sie möglichst viele Fragen zum Thema Auswahl eines Gleissystems beantwortet. Falls etwas fehlt oder ihr noch Ergänzungen habt, schreibt einfach an einen der Autoren. (Edbert)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1925</id>
		<title>Gleisbau einschließlich Montage und Einschottern</title>
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				<updated>2005-06-30T08:22:05Z</updated>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Streckentyp&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Wagenlänge Vorbild&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! bis 20m&lt;br /&gt;
! bis 24,2m&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| '''kleinster Radius'''&lt;br /&gt;
| '''22*G''' (363,0/198)&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
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| '''Nebengleise (Bahnhof)'''&lt;br /&gt;
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		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

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| bis 24,2m&lt;br /&gt;
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| '''Hauptgleise (Nebenbahn)'''&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
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| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Hauptgleise (Hauptbahn)'''&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
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		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1923</id>
		<title>Gleisbau einschließlich Montage und Einschottern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1923"/>
				<updated>2005-06-30T08:17:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Streckentyp&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Wagenlänge Vorbild&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Schmalspur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| bis 20m&lt;br /&gt;
| bis 24,2m&lt;br /&gt;
| bis 27,2m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''kleinster Radius'''&lt;br /&gt;
| '''22*G''' (363,0/198)&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''15*G''' (247,5/135)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Nebengleise&lt;br /&gt;
(Bahnhof)'''&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''35*G''' (577,5/315)&lt;br /&gt;
| '''20*G''' (330,0/180)&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1922</id>
		<title>Gleisbau einschließlich Montage und Einschottern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1922"/>
				<updated>2005-06-30T08:14:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Streckentyp&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Wagenlänge Vorbild&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Schmalspur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| bis 20m&lt;br /&gt;
| bis 24,2m&lt;br /&gt;
| bis 27,2m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''kleinster Radius'''&lt;br /&gt;
| '''22*G''' (363,0/198)&lt;br /&gt;
| '''25*G''' (412,5/225)&lt;br /&gt;
| '''30*G''' (495,0/270)&lt;br /&gt;
| '''15*G''' (247,5/135)&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1921</id>
		<title>Gleisbau einschließlich Montage und Einschottern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Gleisbau_einschlie%C3%9Flich_Montage_und_Einschottern&amp;diff=1921"/>
				<updated>2005-06-30T08:12:59Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Streckentyp&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Wagenlänge Vorbild&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Schmalspur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| bis 20m&lt;br /&gt;
| bis 24,2m&lt;br /&gt;
| bis 27,2m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Selbstbau_Geb%C3%A4ude(FAQ)&amp;diff=5829</id>
		<title>Selbstbau Gebäude(FAQ)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Selbstbau_Geb%C3%A4ude(FAQ)&amp;diff=5829"/>
				<updated>2005-06-30T07:36:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Welche Schriftarten verwendet die &amp;quot;große&amp;quot; Bahn bei Bahnhofsschildern? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Miba 3/97 eignen sich folgende Schriftarten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# DIN Engschrift mit auf 120% vergrößerter Schrifthöhe für Länderbahnzeit bis in die zwanziger Jahre.&lt;br /&gt;
# Fette Fraktur, mit auf 120% vergrößerter Schrifthöhe oder Fraktur &amp;quot;Tannenberg&amp;quot; für die dreißiger und vierziger Jahre. Die &amp;quot;Tannenberg&amp;quot; gibt es bei www.fraktur.com zu kaufen.&lt;br /&gt;
# Univers Extra Condensed und Helvetica Ultra Compressed oder DIN Engschrift, wieder mit auf 120% vergrößerter Schrifhöhe, für Schilder in den dreißiger bis fünfziger Jahren.&lt;br /&gt;
# Futura Regular für Schilder seit den sechziger Jahren.&lt;br /&gt;
# Helvetica Bold für die neueren Bahnhofsschilder.&lt;br /&gt;
# Für die allerneuesten Bahnhofsschilder scheint sich auch die Schrift &amp;quot;Humana 777&amp;quot; zu eignen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Frank Wieduwilt, Sven Manias und Rainer Finke''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es im Netz Grafiken von Werbeplakaten zum Verzieren von Häusern und Plakatwänden? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier einige Links:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.art.com www.art.com]&lt;br /&gt;
* [http://www.persil.de/start.htm www.persil.de/start.htm]&lt;br /&gt;
* [http://www.koelln.de/shop.htm www.koelln.de/shop.htm]&lt;br /&gt;
* [http://www.stollwerck.de www.stollwerck.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.fruehkoelsch.de www.fruehkoelsch.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.kuepperskoelsch.de www.kuepperskoelsch.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.nostalgica.net www.nostalgica.net]&lt;br /&gt;
* [http://www.posterconnection.com/auctions/description.htm www.posterconnection.com/auctions/description.htm]&lt;br /&gt;
* [http://member.ycom.at/~kurthome/werbung/Werbung.htm member.ycom.at/~kurthome/werbung/Werbung.htm]&lt;br /&gt;
* [http://www.schilder-klar.de www.schilder-klar.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.emailleschilder.com www.emailleschilder.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ben Jorna, Peter Popp, Rudolf Wansorra, Horst-Dieter Schenkel, Karlheinz Dölker, Kurt Hörtner, Edgar Warnecke''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie kann man am besten (Rauh-) Putz nachbilden? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachbildung von Putz gibt es eine ganze Reihe von Methoden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Glattputz kann durch einfaches Anschleifen der Wände dargestellt werden.&lt;br /&gt;
* Spachteln des Rohbaus mit Kunstharzspachtel und anschließendes Schleifen des &amp;quot;Putzes&amp;quot;, wobei je nach Genauigkeit des Spachtelns und Schleifens unterschiedlich grobe Putzstrukturen entstehen.&lt;br /&gt;
* Anstreichen der Wände, wobei der Farbe Sandkörner in der gewünschten Größe beigemischt werden&lt;br /&gt;
* Bekleben des Rohbaus mit Schleifpapier, was allerdings sehr gleichmäßig aussieht. Wenn man benutztes Schleifpapier verwendet, sieht der Putz deutlich besser aus. Vorher ausgerissene Stellen ergeben Löcher im Putz.&lt;br /&gt;
* Bekleben mit Schreibpapier und Anstreichen mit dickflüssiger, darauf rauh auftrocknender Temperafarbe.&lt;br /&gt;
* Bestreichen des Rohbaus mit einem Brei aus Weißleim und feinem Sand.&lt;br /&gt;
* In Farbe von Revell oder Humbrol wird Porcellin, Quarzmehl oder Gips gemischt. Die Farbe wird mit Feuerzeugbenzin oder einem ähnlich schnell verfliegenden Lösungsmittel aufgetragen und ergibt einen schön &amp;quot;gammeligen&amp;quot; Putz. Nach dem Trocknen der Farbe den Putz anschleifen und altern.&lt;br /&gt;
* Schleifpapier in passender Körnung mit Nitroverdünnung vollträufeln, kurz auf die Wandoberfääche drücken, bald wieder entfernen, die Wand sofort mit Wasser abspülen.&lt;br /&gt;
* Dickflüssige Dispersions- oder Plakafarbe mit einem Pinsel auftupfen.&lt;br /&gt;
* Moltofill Innenspachtel in einer dünnen Schicht auftragen, mit 240er bis 360er Schleifpapier schleifen, bemalen. Um herausgebrochene Stellen nachzubilden, kann der Spachtel an einigen Stellen mit Klebeband wieder heruntergerissen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Moritz Gretzschel, Peter Popp, Armin Muehl, Bernd Nothnick, Frank Wieduwilt, Martin Kurz''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aus welchem Material kann man Wellblech, z. B. für Bahnsteigdächer, herstellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Als besonders preiswertes Material eignet sich ab Baugröße H0 und größer die Verpackung des Viererpacks von &amp;quot;Giotto&amp;quot;. Diese &amp;quot;Wellpappe&amp;quot; kann mit wasserlöslichen Farben bemalt werden.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Methode zum Herstellen von Wellblech ist das Prägen von starker Alufolie, z. B. aus Verpackungen von Tiefkühlgerichten oder Joghurtbecherdeckeln zwischen zwei PS-&amp;quot;Wellblech&amp;quot;-Platten von Brawa. Beim Umgang mit den fertigen Teilen ist allerdings höchste Vorsicht angeraten, weil das Blech sonst schnell wieder platt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Frank Wieduwilt und Harald Kiel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie kann man eine (Ziegel-) Mauerwerkstextur nachbilden? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Frage gab es eine Reihe von Vorschlägen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Überziehen der Mauer mit einer dünnen Schicht Gips, in die dann die Mauerwerksstruktur hineingeritzt wird – das düfte aber bei Baugrößen &amp;lt; 0 sehr schwierig werden. Bei der Verarbeitung von Gips ist zu beachten, dass sich Gips nur sehr schlecht mit Holz verbindet.&lt;br /&gt;
* Abformen einer handelsüblichen Polystyrol-Mauerwerksplatte mit Silikon und Gießen der benötigten Teile. Als Gussmasse hat sich Porcellin bewährt.&lt;br /&gt;
* Alternativ können die Gußformen auch aus Ton hergestellt werden, ein Beispiel dafür ist unter [http://www.datex.ch/peter www.datex.ch/peter] unter &amp;quot;Felsherstellung&amp;quot; zu finden.&lt;br /&gt;
* Spörle bietet Silikonformen zur Herstellung von Mauerwerk an.&lt;br /&gt;
* Zeichnen der Mauerwerksstruktur mit einem Grafik/CAD-Programm. Die Ausdrucke können dann beliebig zugeschnitten und aufgeklebt werden.&lt;br /&gt;
*: Ein Beispiel für selbst gedrucktes Mauerwerk ist unter [http://www.hhbg.de/hhbg-modulbau.html#Ziegelwiesenkai http://www.hhbg.de/hhbg-modulbau.html#Ziegelwiesenkai] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einigen Mitschreibern kam der Hinweis, dass es sich kaum lohne, Ziegelmauerwerk selbst machen zu wollen, besser sei es, in Architekturmodellbauläden nach günstigen Mauerplatten zu schauen:&lt;br /&gt;
[http://www.modulor.de/ Modulor] und&lt;br /&gt;
[http://www.schulcz.de/ Schulcz]&lt;br /&gt;
sind da gute Adressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Werner Falkenbach, Peter Popp, Peter Stoeckli, Mario Graul, Armin Mühl, Harald Kiel, Thomas Woditsch, Joachim Graf und Thorsten Meyer''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie kann ich Fensterstürze für Ziegelmauerwerk bauen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wenn Du das Mauerwerk wie weiter oben beschrieben selbst herstellst, ist es am einfachsten, alle Stürze und Fensteröffungen gleich mit auszudrucken und passend auszuschneiden.&lt;br /&gt;
* Von Kibri gibt es Ziegelmauerwerkplatten, an deren Spritzling gleich einige Stürze hängen.&lt;br /&gt;
* Die Bretterplatten von Evergreen eignen sich, senkrecht gestellt, zur Nachbildung waagerechter Stürze. Da die Platten sehr dünn sind, können sie, einseitig eingeschnitten, auch für leicht gebogene Stürze verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Frank Wieduwilt und Harald Kiel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie &amp;quot;verfuge&amp;quot; ich Mauerwerk? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wichtig ist, zum Verfugen kein reines Weiß zu verwenden, sondern gebrochene Farben: Grau, oder Braun eignen sich gut.&lt;br /&gt;
* Die einfachste Methode ist die, verdünnte (Plaka-) Farbe über die waagerecht liegenden Wandteile zu kippen und nach kurzer Zeit die Oberfläche mit einem Tuch, einem feuchten Schwämmchen oder einem Radiergummi wieder zu reinigen.&lt;br /&gt;
* Falls zu viel Farbe auf der Oberfläche zurück bleibt, kann man die Steine einzeln mit einem feinen Pinsel nachbemalen und dabei auch gleich unterschiedliche Rottöne verwenden, das macht die Mauer lebendiger.&lt;br /&gt;
* Armin Mühl empfiehlt, die Wand vor dem Verfugen mit einer Mischung aus Revell 36 und 75 zu lackieren, diesen Farbauftrag über einige Tage gut trocken zu lassen und dann die Fugen mit Revell 75 und viel Feuerzeugbenzin als Verdünnung zu färben. Wenn die graue Farbe trocken ist, schleift er die Farbe von den Steinen mit feinstem Schleifpapier an, teilweise bis zur Ursprungsfarbe der Mauerplatten.&lt;br /&gt;
* Fast bis auf die Konsistenz von Wasser verdünnte Farbe wird mit einem feinen Pinsel in die Fugen geschwemmt, ohne dass sie auf der Oberfläche der Steine stehen bleibt.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Möglichkeit ist, genau umgekehrt vorzugehen: Das ganze Gebäude wird in Fugenfarbe angemalt und anschließend die Ziegel mit eine breiten, fast trockenen Borstenpinsel wieder hervor gehoben. So bleibt auch die Möglichkeit, unterschiedliche Rottöne für die Ziegel zu verwenden.&lt;br /&gt;
* Man kann dieses Verfahren noch weiter verfeinern: Dazu graniert man die Steine nach dem Verfugen mit etwas Dunkelgrau oder Oliv, ehe dann die einzelnen Steine mit Ziegelrot graniert werden, dadurch wirkt das Mauerwerk etwas lebendiger (Holger Kruse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ralph Timmermann, Peter Popp, Andreas Lange, Tobias Meyer, Reinhard Peters, Armin Mühl, Steffen Laukat, Thomas Feldmann, Holger Kruse''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie stellt man Regenrinnen her? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt (wie immer) mehrere Möglichkeiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Man biegt dicke Alofolie über einem Schienenprofil oder einem dicken Draht in Form einer Rinne, verklebt wird das Ganze mit Sekundenkleber.&lt;br /&gt;
* Aus einem &amp;quot;Kupfereinzugsdraht&amp;quot; (für E-Installation, mit einem Querschnitt von 1,5 mm2, alte Bezeichnung Ye) wird der Leiter entfernt, die Isolierung in der Mitte auseinandergeschnitten und lackiert.&lt;br /&gt;
* Dachrinnen kann man auch aus aufgetrennten hohlen Kunststoffstielen von Wattestäbchen machen, die miteinander verklebt und dann matt lackiert werden.&lt;br /&gt;
* Im Flugzeugmodellbaugeschäft gibt (gab) es halbrunde Messingröhrchen, die auf die passende Länge geschnitten und lackiert werden.&lt;br /&gt;
* Kunststofftrinkhalme werden der Länge nach halbiert und mit Sekundenkleber aufeinander geklebt. Anschließend werden die Kanten auf Sandpapier vorsichtig geglättet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Peter Popp, Ismael Sailer, Moritz Gretzschel, Martin Kurz und Bernd Nothnick''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie kann man Dachluken nachbauen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier gibt es wieder einige Ideen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zuschneiden der Glasfläche aus dünnem Glas für Tiffany-Kunst; Rundum das Glas mit dünner Kupferfolie bekleben, anschließend die Folie verzinnen.&lt;br /&gt;
* Klares PS wird passend zugeschnitten, die Ränder rund gefeilt. Dann die Rückseite schwärzen. Das Teil auf ein größeres dünnes (0,25 mm) Stück PS kleben. Das &amp;quot;Glas&amp;quot;-Teil wird mit einem 0,75*0,25 mm messenden PS-Streifen als Fensterrahmen umwickelt. Das überstehende undurchsichtige PS wird jetzt abgeschnitten, kann aber auch als Bewehrung stehen bleiben.&lt;br /&gt;
* Die Dachfenster haben häufig einen Einsatz aus Draht, den man auf Papier ausdrucken und unter das Glas kleben kann. Die Bewehrung kann aus dicker Alufolie gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Dirk ?, Peter Popp und Harald Kiel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie kann ich Maueranker nachbilden? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maueranker aus 0,5 mm Draht biegen und oben und unten planfeilen. Die Befestigungen können aus feinen Fädchen, die mit Sekundenkleber getränkt werden, dargestellt werden. Möglicherweise könnte es auch gut aussehen, 0,3 mm Draht erst flachzuklopfen und dann zu biegen.&lt;br /&gt;
* Die ankerförmigen, verschnörkelten Maueranker kann man aus Draht biegen oder aus Karton bzw. dünnen Plastiksheets schnippeln. Alternativ aus einer Lochplatine Stücke so aussägen, das sich kleine ausgerundete Kreuze ergeben. Bei manchen Zahnpasten gibt es einen sternförmigen Frischeverschluss zum Herausdrehen bei Erstgebrauch. Auch der wäre evtl. geeignet. Die runden, scheibenförmigen Maueranker aus Gusseisen lassen sich mit kleinen Plastikdruckknöpfen aus dem Nähbedarf nachbilden.&lt;br /&gt;
* Alternativ könnte man auch auf Industrieteile zurückgreifen. Im Bausatz &amp;quot;Alte Maschienemfabrik&amp;quot; von Mamos/Auhagen sind solche verschnörkelten Maueranker enthalten, sie sind in etwa herzförmig.&lt;br /&gt;
* Für kleiner Baugrößen als H0 bietet es sich auch an, die Maueranker einfach mit Bleistift o. ä. auf die Wände aufzuzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Werner Falkenbach, Peter Popp, Bernd Nothnick, Andreas Lange, Dolf Wiertzema''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie kann man Reetdächer nachbilden? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Borsten von Besen oder Handfegern viel zu grob sind, ist es besser, z. B. Hanf, welcher von Klempnern zum Abdichten von Rohrverbindungen benutzt wird, zu verwenden.&lt;br /&gt;
Eine andere, noch nicht erprobte, Möglichkeit ist die Verwendung von feinsten Kupferlitzen, die gebündelt auf das Dach geklebt und eingefärbt werden werden.&lt;br /&gt;
In der niederländischen Zeitschrift &amp;quot;Railhobby&amp;quot; wurde 1990 folgende Methode vorgestellt, als Materialien werden gesiebtes Sägemehl, Holzleim und Pappe benötigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Sägemehl wird angefeuchtet und an einem warmen Ort so lange stehen gelassen, bis es die gewünschte Farbe angenommen hat. Jetzt das Sägemehl trocknen lassen.&lt;br /&gt;
* Die Pappe in etwa 15 mm breite Streifen schneiden und dachziegelartig übereinander kleben.&lt;br /&gt;
* Die Pappe dick mit Leim einstreichen, das Sägemehl aufstreuen und festklopfen. Den Leim trocknen lassen. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis die gewünschte Dicke des Daches erreicht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Peter Popp, Günter Jaritz, Dolf Wiertzema''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie kann man Solardächer darstellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten dadurch, dass man glasklares PS von hinten mit nachtblauer Farbe bemalt und dann mit silberner Farbe (z. B. aus einen feinen Faserstift) die Ränder nachbildet. Es kann sehr gut aussehen, wenn die blaue und schwarze Farbe sich nicht vollständig mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, engmaschigen Draht aus Feinfiltern hinter einen mit durchsichtigem Kunstoff verzierten Holzrahmen zu montieren. Der Rahmen wird auf einen schwarzblauen Untergrund, z. B. Pappe, geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Peter Popp, Andreas Bulkens''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie kann ich individuelle Industriegebäude herstellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom amerikanische Hersteller DPM gibt es ein modulares System von Bauteilen, aus denen man Fabrikgebäude in beliebiger Größe herstellen kann. Dazu passend gibt es Laderampen, Türen, Fenster und Dachelemente. Im Internet ist DPM unter [http://www.dpmkits.com http://www.dpmkits.com] erreichbar.&lt;br /&gt;
Auf den Internetseiten von DPM gibt es einen Planungsbogen, der alle Bauteile in Originalgröße enthält und mit dessen Hilfe man Gebäude schon mal probeweise zusammensetzen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Martin Fischer''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie kann man Gebäudeecken aus PS möglichst sauber anfertigen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, zu einer sauberen Gebäudeecke zu kommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Man legt die Bauplatten mit der strukturierten Seite nach unten auf die Kante eines Bretts und feilt vorsichtig von oben eine 45-Grad-Gehrung ein. Die Gehrung wird bei dieser Methode natürlich nicht hundertprozentig genau gelingen, deshalb sollten die Ecken noch mit Dreiecken aus PS verstärkt werden.&lt;br /&gt;
* Für das stumpfe Verkleben von Wänden bietet sich folgende Methode an:&lt;br /&gt;
*: Eine Wand mit der Außenseite nach unten auf eine total ebene Fläche legen. Die stumpf vorzusetzende Wand an der gemeinsamen Kante daran halten, so daß sie quasi aus dem Haus rauskippen will. Von der Seite einen Winkel dagebenhalten und mit diesem langsam in Richtung Haus rutschen. So richtet sich die Wand auf und gibt irgendwann mit der zweiten genau 90 Grad. Dann das ganze in der Ecke verkleben und von innen mit Dreiecken aus PS oder einem PS-Winkelprofil versteifen. Wenn man dabei sauber arbeitet, ist der Spachtel- und Schleifaufwand minimal.&lt;br /&gt;
* Wer den entsprechenden &amp;quot;Maschinenpark&amp;quot; besitzt kann mit der Böhler- Tischkreissäge bei geringer Drehzahl und gekippten Sägeblatt saubere 45-Grad Gehrungen herstellen.&lt;br /&gt;
* Um maximale Stabilität zu erreichen, kann es sinnvoll sein, das Gebäude um eine Grundplatte und einen &amp;quot;Dachboden&amp;quot; herum zu verkleben. Die Ecken können stumpf verklebt werden, wenn man sauber arbeitet, muss man auch nicht so viel schleifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Peter Popp, Moritz Gretschel, Michael Kurz, Ralph Timmermann, Harald Kiel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie bekommt man Ausschnitte für Fenster und Türen in PS-Bauplatten möglichst genau in die Wände? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wobei mit modellbahnhaushaltsüblichem Werkzeug keine hundertprozentige Genauigkeit erreicht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In &amp;quot;Grüße aus Ferbach&amp;quot; beschreibt J. le Plat seine Methode:&lt;br /&gt;
*: Die Wand wird in Höhe der Fensterober- und unterkante waagerecht geteilt. Die so entstandenen &amp;quot;Fensterbänder&amp;quot; werden zerschnitten und im Abstand der Fenster wieder zusammen geklebt, so dass die Fensteröffnungen frei bleiben. Wenn man die PS-Platte nur anritzt und bricht, erhält man eine saubere Kante, die nicht mehr groß nachgearbeitet und gespachtelt werden muss.&lt;br /&gt;
* Die Wand wird entlang des Fenterausschnittes angeritzt und dann von den Ecken ausgehend über Kreuz eingeschnitten. Die dabei entstehenden Dreiecke können herausgebrochen werden.&lt;br /&gt;
* In den Fensterecken werden kleine Löcher gebohrt, danach mit einem Skalpell oder Bastelmesser vorsichtig und ohne allzu großen Druck die Fensteröffungen von Loch zu Loch geschnitten. Je nach Stärke der Platten wird es notwendig sein, mehrmals die Schnittkante entlang zu fahren. Statt eines Messers kannst Du auch eine scharfe Reißnadel verwenden, die ebenfalls mit minimalem Druck so lange die Schneidkante entlang geführt wird bis die Fensteröffung herausfällt.&lt;br /&gt;
* Falls die Öffnung in der Wand von einem Rahmen verdeckt wird, reicht es, die Öffnung grob zu schneiden, den Rahmen aus PS-Profilen oder Holzleistchen einzusetzen und evtl. vorhandene Spalten zwischen Rahmen und Wand zu verspachteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bessere Ergebnisse sind mit einer Fräse oder einem Laserschneider zu erwarten. Erfahrungen, ob das Laserschneiden in PS klappt, gibt es aber noch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Plastruct und bei [http://www.modulor.de/ Modulor] gibt es sehr dünne Mauerplatten (˜ 0,3-0,5 mm stark), aus denen das Ausnehmen der Fensteröffnungen erheblich leichter sein dürfte als bei den herkömmlichen, fast 1 mm dicken Platten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Peter Popp, Harald Kiel, Andreas Lange, Stefan Zickenrott, Frank Wieduwilt, Joachim Graf, Will Berghoff''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wo kann man Silikon zum Herstellen von Formen bekommen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Silikon gibt es in kleinen Dosen im Bastelgeschäft zu kaufen.&lt;br /&gt;
* Die Firma [http://www.ebalta.de/ www.ebalta.de] bietet Silikon für die Formen und Gießharz auch in kleinen Mengen an und liefert auch an Privatpersonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Harald Kiel und Armin Mühl''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kann man Fensterrahmen selber gießen und falls ja, aus welchem Material? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formen kann man aus Silikon herstellen, die dann mit Gießharz ausgegossen werden. Für Fenster genügt eine einfach herzustellende einteilige Form. Die Form wird nach dem Füllen mit einem Stück Kunststoff abgedeckt, das am Gießharz nicht haften bleibt, so wird das Gussstück auf der Rückseite schön glatt.&lt;br /&gt;
Um das Gussstück etwas zu verstärken, kann man feine Drähte mit eingießen. Ein Problem besteht darin, das Silikon und Gießharz meistens in 500-ml-Gebinden verkauft werden.&lt;br /&gt;
''Armin Mühl''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Möglichkeit besteht darin, Fenster und Rahmen in einem Teil aus glasklarem Gießharz herzustellen und dann die Fensterrahmen aufzulakieren.&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass die Form absulut plan ist, damit die Scheiben nicht matt werden.&lt;br /&gt;
''Dolf Wiertzema''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Moritz Gretschel'' rät hingegen eher dazu, Fensterrahmen zu ätzen:&lt;br /&gt;
&amp;quot;[...] ich halte Fensterrahmen für das ideale Objekt schlechthin für erste Ätzversuche: Es handelt sich um reine Durchätzungen (also keine nur halb abzutragenden Oberflächen), so daß sogar simpelstes Schalenätzen in Frage kommt. Und bei den klaren geometrischen Formen üblicher Fensterrahmen und der meist überschaubaren Stückzahl kann man sich u.U. sogar das ganze Photoprocessing schenken und die Teile 1:1 mit Folienstift aufs Blech zeichnen. Die Rückseite kann man komplett schwärzen, es dauert dann halt etwas länger, und die Ränder kommen leicht angeschrägt heraus, was bei mir gar nicht mal soo übel bei Fensterrahmen sogar sehr realistisch ausschaute. Auslagen wären dabei: Ein Stück 0.3mm-Blech, ein Beutel sFe-III-Chlorid (Pfennigartikel) und ein wasserfester Folienschreiber.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Ausnahmsweise mal als Vollzitat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mit welchem Material kann man Silikonformen für feine Teile ausgießen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Materialien, die nicht so brüchig sind wie Gips:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Hydrocal - Eine gipsähnliche Gießmasse im Vertrieb von Noch.&lt;br /&gt;
# Epoxyd-Harz - Das Gussstück sollte auf der Rückseite noch mit einigen kleinen Stücken Glasfasermatte stabilisiert werden.&lt;br /&gt;
# Urethan - Urethan hat gegenüber Epoxy den Vorteil, das es die Silikonform nicht angreift.&lt;br /&gt;
# Porcellin - Porcellin ist eine Keramikmasse, die auch von Klaus Spörle zum Ausgießen seiner Silikonformen empfohlen wird. Porcellin ist feiner, schwerer und härter als Gips.&lt;br /&gt;
# Stabilit Express - Dieser 2K-Kleber eignet sich zum Abgießen kleinerer Teile, wenn der Kleber vor dem Guss leicht(!) erwärmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma Rai-Ro ([http://home.t-online.de/home/rai-ro/haupt.htm http://home.t-online.de/home/rai-ro/haupt.htm]) bietet Gießharz und andere nützliche Materialien zum Selbergießen an. (s. auch Markus Klünder: Eigene Modelle in kleiner Serie, in: Miba 7/98, S. 70.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Janos Ero, Waldemar Rodenberg, Thomas Woditsch, Martin Fischer''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Wie kann ich Gussformen für Mauerwerk herstellen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst baut man ein Urmodell aus PS oder Gips (in Gips läßt sich die Mauerwerkstruktur gut einritzen), um das Urmodell herum baut man einen Kasten aus Lego und gießt das Urmodell mit Silikon aus dem Bastelgeschäft ab. Um das Entformen zu erleichtern, kann man das Urmodell noch mit Silikonöl einpinseln, das ist aber meistens nicht nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Stefan Zickenrott''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kann man Silikon aus dem Baumarkt für die Herstellung von Gussformen verwenden? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Baumarkt gibt es Silikon zum Herstellen von Abdichtungen in praktischen Kartuschen. Dieses Silikon ist zwar billiger als Silikon zur Herstellung von Gussformen, aber aus verschiedenen Gründen nicht dafür geeignet, Formen herzustellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Baulsilikon ist sehr viel zäher als Modellbausilikon RTV/NV, das es z. B. bei [http://www.weissmetal.de/ weissmetal.de] zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
*: Dadurch wird die Unterseite der Form nicht glatt genug und die Teile werden krumm. Hinweise zum Herstellen von Gussformen gibt es auf [http://www.mec-krefeld.de www.mec-krefeld.de].&lt;br /&gt;
* Es ist nicht klar, inweiweit das Bausilikon beim Aushärten schrumpft.&lt;br /&gt;
* In Bausilikon sind möglicherweise giftige Zusatzstoffe enthalten, die das Schimmeln verhindern sollen.&lt;br /&gt;
* Bausilikon soll genau das Gegenteil von dem bewirken, was bei Formsilikon erwünscht ist: Bausilikon soll auf möglichst vielen Untergründen haften bleiben, Formsilikon darf sich hingegen mit dem Urmodell keineswegs verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Waldemar Schmidt, Jan Bartels, Peter Popp''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie bemale ich am besten Bauelemente aus Gips? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, die Farben, z. B. Wasserfarben so zu mischen, dass mit jedem Aufnehmen des Pinsels ein anderer Farbton entsteht. Anschließend sollten noch einzelne Steine mit unterschiedlichen Farbtönen hervorgehoben werden.&lt;br /&gt;
Zum Schluss alles mit einer leicht schwarzen Brühe überziehen, die sich vorwiegend in den Mauerfugen absetzt.&lt;br /&gt;
''Werner Falkenbach''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegelmauern: Ziegelrote Abtönfarbe unverdünnt auftragen und danach mit stark verdünnter schwarzer Tusche die Fugen hervorheben. Zum Schluss sollten noch einzelne Steine mit leicht hellbrauner Farbe (Gemisch aus Weiß und Ocker) hervorgehoben werden.&lt;br /&gt;
Steinpflaster: Grundfarbe aus Schwarz und Weiß gemischt, Nachbehandlung wie bei Ziegelmauern.&lt;br /&gt;
''Stefan Zickenrott''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie fixiert man am besten Pulverfarben (z. B. aus zerriebener Pastellkreide)? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zerriebene Pastellkreide eignet sich hervorragend zum Altern von Gebäuden und Fahrzeugen.&lt;br /&gt;
Die Kreide gibt es in verschiedenen Härtegraden im Künstlerbedarf.&lt;br /&gt;
Um den feinen Kreidestaub zu fixieren, sollte das fertig gealterte Modell mit mattem Klarlack überzogen werden. Bei Verwendung des Klarlacks von Graupner dunkelt die Pastellkreide nicht so stark nach. Auch Fixativ aus dem Künstlerbedarf, das zum Fixieren von Kohle- und Kreidezeichnungen verwendet wird, ist geeignet. Fixativ sollte äußerst sparsam verwendet werden, weil es sonst glänzt.&lt;br /&gt;
Gut geeignet ist auch der Mattlack Top Coat, den es unter anderem bei Conrad gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Stefan Zickenrott, Peter Popp, Harald Kiel, Stefan Karzauninkat''&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebaeudebau-wohnhaus.jpg&amp;diff=7922</id>
		<title>Datei:Gebaeudebau-wohnhaus.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebaeudebau-wohnhaus.jpg&amp;diff=7922"/>
				<updated>2005-06-30T06:57:47Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: Wohnhaus. Gebaut aus PS, die Wände sind mit Kunstharzspachtel verputzt. Fenster und Tür wieder aus PS, Dachplatte von Kibri.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wohnhaus. Gebaut aus PS, die Wände sind mit Kunstharzspachtel verputzt. Fenster und Tür wieder aus PS, Dachplatte von Kibri.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebaeudebau-schuppen.jpg&amp;diff=7921</id>
		<title>Datei:Gebaeudebau-schuppen.jpg</title>
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				<updated>2005-06-30T06:53:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: Lagerschuppen. Der Schuppen hat einen Kern aus PS, der dann mit gebeizten Kiefernholzleistchen verkleidet wurde.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Lagerschuppen. Der Schuppen hat einen Kern aus PS, der dann mit gebeizten Kiefernholzleistchen verkleidet wurde.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=3944</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=3944"/>
				<updated>2005-06-30T06:35:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|framed|Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. rechts, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-holzrohbau.jpg|framed|Zusammenbau eines Holzschuppens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Abbildung sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg|framed|Auf eine PS-Platte aufgeklebte Bauteile, zum Teil schon ausgeschnitten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-rohbau-1.jpg|framed|Rohbau eines Hauses aus Polystyrol]]&amp;lt;!--[[Bild:Gebaeudebau-eckverbindungen.png|framed|Eckverbindungen: Links auf Gehrung gefeilt, rechts stumpf verklebt]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. ''&amp;quot;Auf eine PS-Platte aufgeklebte Bauteile...&amp;quot;'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-putz-1.jpg|framed|Rohbau nach dem ersten &amp;quot;Verputzen&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-putz-2.jpg|framed|Rohbau eines Hauses mit verschliffenem &amp;quot;Putz&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;). Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann. Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt. Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe). Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp hat nach der oben beschriebenen Methode einige Häuser aus einem massiven Styrodurkern gebaut, auf seiner [http://www.peter-popp.de/bahn/pm_bauernh.html Website] kannst Du Beispiele für gebaute Häuser sehen, die nach der oben beschriebenen Technik entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier noch einige Beispiele für komplett selbst gebaute Gebäude&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-eg.jpg|Das Empfangsgebäude Wöstendollen Hafen, der Bauplan für dieses Gebäude befindet sich oben im Text. Die Ziegelsteinmauerplatten sind von Kibri, das Fachwerk wurde aus PS-Streifen aufgeklebt. Türen und Fenster sind aus PS-Platten und -Profilen gebaut.]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;''Das Empfangsgebäude Wöstendollen Hafen, der Bauplan für dieses Gebäude befindet sich [#Planung oben] im Text. Die Ziegelsteinmauerplatten sind von Kibri, das Fachwerk wurde aus PS-Streifen aufgeklebt. Türen und Fenster sind aus PS-Platten und -Profilen gebaut.''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebaeudebau-eg.jpg&amp;diff=7919</id>
		<title>Datei:Gebaeudebau-eg.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebaeudebau-eg.jpg&amp;diff=7919"/>
				<updated>2005-06-30T06:19:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: Das Empfangsgebäude Wöstendollen Hafen. Die Ziegelsteinmauerplatten sind von Kibri, das Fachwerk wurde aus PS-Streifen aufgeklebt. Türen und Fenster sind aus PS-Platten und -Profilen gebaut.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Empfangsgebäude Wöstendollen Hafen. Die Ziegelsteinmauerplatten sind von Kibri, das Fachwerk wurde aus PS-Streifen aufgeklebt. Türen und Fenster sind aus PS-Platten und -Profilen gebaut.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1915</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1915"/>
				<updated>2005-06-30T06:11:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Steinbau */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|framed|Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. rechts, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-holzrohbau.jpg|framed|Zusammenbau eines Holzschuppens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Abbildung sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg|framed|Auf eine PS-Platte aufgeklebte Bauteile, zum Teil schon ausgeschnitten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-rohbau-1.jpg|framed|Rohbau eines Hauses aus Polystyrol]]&amp;lt;!--[[Bild:Gebaeudebau-eckverbindungen.png|framed|Eckverbindungen: Links auf Gehrung gefeilt, rechts stumpf verklebt]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. ''&amp;quot;Auf eine PS-Platte aufgeklebte Bauteile...&amp;quot;'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-putz-1.jpg|framed|Rohbau nach dem ersten &amp;quot;Verputzen&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-putz-2.jpg|framed|Rohbau eines Hauses mit verschliffenem &amp;quot;Putz&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;). Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann. Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt. Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe). Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1914</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1914"/>
				<updated>2005-06-30T06:10:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Steinbau */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|framed|Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. rechts, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-holzrohbau.jpg|framed|Zusammenbau eines Holzschuppens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Abbildung sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg|framed|Auf eine PS-Platte aufgeklebte Bauteile, zum Teil schon ausgeschnitten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-rohbau-1.jpg|framed|Rohbau eines Hauses aus Polystyrol]]&amp;lt;!--[[Bild:Gebaeudebau-eckverbindungen.png|framed|Eckverbindungen: Links auf Gehrung gefeilt, rechts stumpf verklebt]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. ''&amp;quot;Auf eine PS-Platte aufgeklebte Bauteile...&amp;quot;'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-putz-1.jpg|framed|Rohbau nach dem ersten &amp;quot;Verputzen&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-putz-2.jpg|framed|Rohbau eines Hauses mit verschliffenem &amp;quot;Putz&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;). Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann. Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt. Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe). Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebaeudebau-putz-2.jpg&amp;diff=7918</id>
		<title>Datei:Gebaeudebau-putz-2.jpg</title>
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				<updated>2005-06-30T06:06:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: Rohbau eines Hauses mit verschliffenem &amp;quot;Putz&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Rohbau eines Hauses mit verschliffenem &amp;quot;Putz&amp;quot;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebaeudebau-putz-1.jpg&amp;diff=7917</id>
		<title>Datei:Gebaeudebau-putz-1.jpg</title>
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				<updated>2005-06-30T06:01:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: Rohbau nach dem ersten &amp;quot;Verputzen&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Rohbau nach dem ersten &amp;quot;Verputzen&amp;quot;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Datei:Gebaeudebau-rohbau-1.jpg</title>
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				<updated>2005-06-30T05:55:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: Zusammenbau eines Holzschuppens&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zusammenbau eines Holzschuppens&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebaeudebau-eckverbindungen.png&amp;diff=7915</id>
		<title>Datei:Gebaeudebau-eckverbindungen.png</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: Zusammenbau eines Holzschuppens&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zusammenbau eines Holzschuppens&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg&amp;diff=7914</id>
		<title>Datei:Gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg</title>
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				<updated>2005-06-30T05:32:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: Zusammenbau eines Holzschuppens&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zusammenbau eines Holzschuppens&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1913</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1913"/>
				<updated>2005-06-30T05:29:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Holzbauten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|framed|Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. rechts, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebaeudebau-holzrohbau.jpg|framed|Zusammenbau eines Holzschuppens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Abbildung sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;). Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann. Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt. Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe). Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebaeudebau-holzrohbau.jpg&amp;diff=7913</id>
		<title>Datei:Gebaeudebau-holzrohbau.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebaeudebau-holzrohbau.jpg&amp;diff=7913"/>
				<updated>2005-06-30T05:23:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: Zusammenbau eines Holzschuppens&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zusammenbau eines Holzschuppens&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1912</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1912"/>
				<updated>2005-06-29T17:40:11Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Fachwerkbauten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|framed|Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;). Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann. Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt. Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe). Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1911</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1911"/>
				<updated>2005-06-29T17:07:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Planung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|framed|Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;).&lt;br /&gt;
      Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann.&lt;br /&gt;
      Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt.&lt;br /&gt;
      Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe).&lt;br /&gt;
      Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1910</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1910"/>
				<updated>2005-06-29T16:53:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Planung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|frame|80px|Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux, für einen Bauplan im H0-Maßstab als pdf einfach draufklicken.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;).&lt;br /&gt;
      Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann.&lt;br /&gt;
      Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt.&lt;br /&gt;
      Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe).&lt;br /&gt;
      Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1909</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1909"/>
				<updated>2005-06-29T16:52:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Planung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|frame|Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux, für einen Bauplan im H0-Maßstab als pdf einfach draufklicken.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;).&lt;br /&gt;
      Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann.&lt;br /&gt;
      Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt.&lt;br /&gt;
      Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe).&lt;br /&gt;
      Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1908</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1908"/>
				<updated>2005-06-29T16:48:11Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Planung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|frame|100px|Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux, für einen Bauplan im H0-Maßstab als pdf einfach draufklicken.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;).&lt;br /&gt;
      Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann.&lt;br /&gt;
      Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt.&lt;br /&gt;
      Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe).&lt;br /&gt;
      Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1907</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1907"/>
				<updated>2005-06-29T16:47:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Planung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|frame|100px|Beschreibung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;).&lt;br /&gt;
      Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann.&lt;br /&gt;
      Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt.&lt;br /&gt;
      Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe).&lt;br /&gt;
      Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1906</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1906"/>
				<updated>2005-06-29T16:46:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Planung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|thumb|100px|Beschreibung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;).&lt;br /&gt;
      Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann.&lt;br /&gt;
      Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt.&lt;br /&gt;
      Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe).&lt;br /&gt;
      Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1905</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1905"/>
				<updated>2005-06-29T16:45:59Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Planung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|frame|Ein Korb voller Speisepilze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;).&lt;br /&gt;
      Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann.&lt;br /&gt;
      Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt.&lt;br /&gt;
      Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe).&lt;br /&gt;
      Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1904</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
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				<updated>2005-06-29T16:45:28Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Planung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|thumb|none|100px|Ein Korb voller Speisepilze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;).&lt;br /&gt;
      Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann.&lt;br /&gt;
      Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt.&lt;br /&gt;
      Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe).&lt;br /&gt;
      Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1903</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
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				<updated>2005-06-29T16:43:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Planung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png|thumb|none|200px|Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux, für einen Bauplan im H0-Maßstab als pdf einfach draufklicken!]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;).&lt;br /&gt;
      Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann.&lt;br /&gt;
      Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt.&lt;br /&gt;
      Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe).&lt;br /&gt;
      Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1902</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1902"/>
				<updated>2005-06-29T16:40:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: /* Planung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gebauedebau-bauzeichnung.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;).&lt;br /&gt;
      Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann.&lt;br /&gt;
      Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt.&lt;br /&gt;
      Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe).&lt;br /&gt;
      Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

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		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Datei:Gebauedebau-bauzeichnung.png&amp;diff=7910</id>
		<title>Datei:Gebauedebau-bauzeichnung.png</title>
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				<updated>2005-06-29T16:39:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux, für einen Bauplan im H0-Maßstab als pdf einfach draufklicken!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beispiel für eine Bauzeichnung, gezeichnet mit kontour unter Linux, für einen Bauplan im H0-Maßstab als pdf einfach draufklicken!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.der-moba.de/index.php?title=Geb%C3%A4ude-Selbstbau&amp;diff=1901</id>
		<title>Gebäude-Selbstbau</title>
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				<updated>2005-06-29T16:38:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Pichler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Text möchte ich einige Hinweise und Anleitungen zum Selbstbau von Gebäuden auf Modellbahnanlagen geben. Ich beziehe mich auf keine bestimmte Baugröße oder Epoche, die Beispiele sind allgemein gehalten, so dass (hoffentlich) jeder etwas damit anfangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschreibe meine Art, Gebäude zu bauen. Es gibt mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten, wer mag, kann mir ja schreiben, ich werde diesen Text dann ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Ich baue meine Häuser aus Plastik, aus Polystyrol, PS, genau gesagt. PS gibt es in Platten- und Profilform im Modellbauladen zu kaufen. PS ist billig, einfach zu verkleben und leicht zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang steht ein Bauplan. Wenn es für das gewünschte Gebäude keinen fertigen Plan aus einem Buch oder einer Zeitschrift gibt, musst Du selber einen Plan zeichnen. Das hört sich schwieriger an als es ist. Am einfachsten ist es, Du skizzierst Deine Vorstellungen mit ungefähren Maßangaben auf einem Blatt Papier und zeichnest anschließend mit einem Illustrations- oder CAD-Programm den Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich genauso gut möglich, einen Bauplan mit Papier und Bleistift zu zeichnen, ich bin davon aber abgekommen, weil es viel einfacher ist, einen Plan in einem Programm als in einer Zeichnung zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, eine Empfehlung für ein bestimmtes Programm abzugeben. Unter Windows habe ich mit dem Freeware-CAD-Programm [http://www.cadstd.com/ CADStd] sehr gute Erfahrungen gemacht, unter Linux benutze ich das Illustrationsprogramm [http://koffice.kde.org/kontour Kontour] oder [http://www.qcad.org/ QCAD], ein kostenloses CAD-Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebauedebau-bauzeichnung.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass das verwendete Programm das Zeichnen auf mehreren Ebenen unterstützt. So kannst Du die Umrisse der Wandteile auf eine eigene Ebene legen, separat ausdrucken und auf die PS-Platten kleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier keine Anleitung zum Zeichnen von Gebäudebauplänen schreiben, wenn Du so etwas benötigst, findest Du eine Anleitung, die sich an kontour orientiert, unter [http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html http://pages.vossnet.de/frankw/modellbahn/plaenezeichnen.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Werkzeug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Zeichnung fertig gezeichnet oder fotokopiert ist, ist es an der Zeit, die nötigen Werkzeuge bereit zu legen und das Material zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du benötigst nicht besonders viel Werkzeug und auch kein teures Material&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Polystyrolplatten in den Stärken 1,0, 0,5 und 0,3 mm&lt;br /&gt;
* Styrodur&lt;br /&gt;
* Evtl. Mauerwerks- und Dachplatten aus PS&lt;br /&gt;
* Polystyrolprofile für Fenster und Türen&lt;br /&gt;
* Holzleisten in verschiedenen Formaten&lt;br /&gt;
* Bausatzreste (sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig)&lt;br /&gt;
* 1,5 mm Messingdraht&lt;br /&gt;
* Messingrohr&lt;br /&gt;
* Lackspachtel&lt;br /&gt;
* Beize&lt;br /&gt;
* Kontaktkleber&lt;br /&gt;
* Polystyrolkleber&lt;br /&gt;
* Fotokleber&lt;br /&gt;
* Sekundenkleber&lt;br /&gt;
* Matte Acryl- oder Kunstharzfarben&lt;br /&gt;
* Wasserfarben&lt;br /&gt;
* Farbpigmente zum Altern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass natürlich nicht für jedes Projekt alle Materialien benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Teppichmesser, Skalpell oder Cutter&lt;br /&gt;
* Laubsäge&lt;br /&gt;
* Minibohrmaschine mit Trenn- und Polierscheibe, eine Metallsäge tut es natürlich auch&lt;br /&gt;
* Stahllineal&lt;br /&gt;
* Geodreieck&lt;br /&gt;
* Glashaarradierer&lt;br /&gt;
* Spachtel&lt;br /&gt;
* Schleifpapier&lt;br /&gt;
* Pinsel in verschiedenen Größen&lt;br /&gt;
* Winkel&lt;br /&gt;
* Pinzette&lt;br /&gt;
* Feilen&lt;br /&gt;
* Messschieber&lt;br /&gt;
* verschiedene Zangen&lt;br /&gt;
* Schere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werkzeuge sollten in jedem Modellbahnerhaushalt vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise zur Erstellung des Rohbaus ist je nach Vorbild unterschiedlich. Ich beschreibe in diesem Kapitel drei verschiedene Bauweisen: Holzhäuser, Bauten aus Stein und Fachwerkhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Peter Popp stammt die Idee, den Rohbau des Gebäudes aus Styrodur zu bauen. Peter baut einen Klotz aus Styrodur in der Form des Hauses, schneidet die Fensteröffungen heraus und höhlt den Klotz hinter den Fenstern vorsichtig aus. Der ganze Klotz wird dann mit einem Sand-Leim-Gemisch verputzt bzw. mit feinen Brettchen verbrettert. Das Dach entsteht aus PS-Bauplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle nach Vorbildern aus Holz sollte man auch aus Holz bauen. Die Maserung der meisten Hölzer ist zwar für H0 und mehr noch für TT oder N zu grob, ich meine aber, dass Holz trotzdem immer noch besser wirkt als Holzplatten aus Polystyrol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden freilich Holzwände, die beim Vorbild glatt geschliffen sind. Solche Wände kann man am einfachsten mit PS-Platten von Evergreen nachbilden, die es in verschiedenen Größen und Formen zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für Bretterwände aus Holzleisten bieten sich zwei Möglichkeiten an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bau eines Fachwerkes aus Holzleisten.&lt;br /&gt;
# Bau eines Gebäudekernes aus Polystyrol oder Sperrholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Methode empfiehlt sich, wenn man in das Gebäude hineinsehen kann, also z. B. bei offenen Schuppen, die zweite Methode bietet ein Höchstmaß an Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein tragendes, möglichst stabiles und rechtwinkliges Fachwerk zu erhalten, ist es am einfachsten, die Rahmenteile auf der Bauzeichnung zusammenzubauen. Dazu druckt man sich eine Zeichnung des Fachwerkes aus und legt eine Kopierfolie darüber. An der Zeichnung können jetzt die Maße für die einzelnen Balken abgenommen werden. Die Balken werden gegebenenfalls gebeizt und dann auf der Folie mit Weißleim verklebt. Das Beizen muss unbedingt vor dem Verkleben erfolgen, weil sonst die Beize auf Klebestellen nicht hält. Der Weißleim haftet zwar auf der Folie, ist jedoch leicht wieder abzulösen. (s. Abb. 2, leider ist die Transparentfolie auf dem Foto nicht so gut zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Fachwerkteile fertig sind, werden sie mit Hilfe eines Stahlwinkels oder eines Geodreieckes zusammengeklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Trocknen der Fachwerkteile wird das Fachwerk mit Brettern verkleidet. Passende Leisten erhält man in Geschäften für Schiffsmodellbau, man kann sich aber die Bretter auch selbst aus 0,5 mm starkem Balsaholz zuschneiden. Wiederum gilt, dass alle Holzteile vor dem Verkleben gebeizt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abb. 2 sind die Wände einer kleinen Feldscheune während des Zusammenbaus zu sehen. Da ich die Scheune erst nach dem Zusammenbau mit Acrylfarben bemalt habe, konnte ich die einzelnen Bretter ungefärbt verarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-holzrohbau.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Gebäudeinnere nicht einsehbar ist, wie bei Lagerschuppen oder Holzwohnhäusern, ist es einfacher, einen Gebäudekern aus Polystyrolplatten zu bauen und die Verbretterung daran zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wird ein Ausdruck oder eine Kopie des Bauplanes grob ausgeschnitten und die einzelnen Wandelemente mit Foto- oder Montagekleber auf 1 mm starkes Polystyrol geklebt. Man kann die Teile auch auf Transparentfolie drucken und auf die PS-Platten kleben. Die Einzelteile werden sorgfältig mit einem Messer ausgeschnitten. Nach dem Ausschneiden kann das Papier einfach abgerissen und der Fotokleber abgerubbelt werden (darum Fotokleber). Die Wandelemente werden mit flüssigem Polystyrolkleber um eine Grundplatte herum verklebt. Wenn möglich, solltest Du schwarze Bauplatten verwenden, damit nicht weißer Kunststoff zwischen den einzelnen Holzstreifen zu sehen ist. Auf dem Gebäudekern wird jetzt eine Unterkonstruktion aus 0,5 mm starken Leisten mit Kontaktkleber quer zur Verbretterung angebracht. Dieser Unterkonstruktion wird mit stark verdünnter schwarzer Farbe bemalt, damit kein unbehandeltes Holz durch die Außenwände hindurch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du weißes Polystyrol für die Wände verwendet hast, solltest Du es jetzt auch schwarz färben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abschluss werden die Außenwände verbrettert, die einzelnen Brettchen werden mit Weißleim oder Alleskleber auf der Unterkonstruktion bzw. dem Fachwerk befestigt. Achte dabei darauf, dass die Bretter einigermaßen senkrecht angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial für Bauten aus Stein, Backstein oder verputztem Mauerwerk verwende ich Polystyrolplatten, die es in verschiedenen Stärken für wenig Geld zu kaufen gibt. Polystyrol ist verzugsfrei, stabil und mit handelsüblichem PS-Kleber sicher und alterungsbeständig zu verkleben, für feine Teile kann man auch Universalverdünnung nehmen. Fensteröffnungen sind mit einem Messer leicht und genau auszuschneiden. Das Material kann mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau von Häusern mit Ziegelmauerwerk gibt es Bauplatten von verschiedenen Herstellern, deren Struktur, zumindest in H0, aber etwas groß ausgefallen ist. Für H0-Bauten empfielt sich die N-Ziegelmauerplatte von Kibri, die zudem noch einige gebogene Fensterstürze enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesen Platten werden mit Fotokleber Ausdrucke oder Kopien der Bauzeichnung befestigt. Es ist einfacher, das Papier nach dem Ausschneiden wieder herunterzupuhlen als die Maße genau auf die Bauplatten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-bauteile-aufgeklebt.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes werden die Fensterausschnitte sorgfältig aus der Platte herausgeschnitten. Es genügt, die Schnittlinien nur bis etwa zur Hälfte der Stärke der Bauplatte anzuritzen und dann den Fensterausschnitt kreuzweise einzuschneiden. Jetzt können die dabei entstandenen Dreiecke vorsichtig nach innen herausgebrochen werden und fertig ist eine saubere Fensteröffnung. Die beim Schneiden von Polystyrol neben dem Schnitt entstehenden Wülste können mit feinem Schleifpapier oder durch Schaben mit einem Messer entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudeecken können auf unterschiedliche Arten gestaltet werden. Bei der Verwendung von Ziegelmauerplatten ist es am besten, die Platten auf Gehrung zu feilen und zusammen zu setzen, Wände, die später verputzt werden, können auch stumpf verklebt werden (s. Abb. 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-eckverbindungen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertigen Wände werden miteinander und mit einer Grundplatte verklebt. Am besten eignet sich dafür dickflüssiger PS-Kleber aus der Tube. Die Grundplatte sollte in Höhe des Erdgeschossfußbodens eingebaut werden, so können vor dem Aufsetzen des Daches noch Figuren im Inneren des Hauses platziert werden. Wenn Du Deine Häuser von innen beleuchten willst, solltest Du eine Öffnung in die Grundplatte schneiden sobald der Kleber getrocknet ist, oder gleich statt der Grundplatte einen Rahmen aus Polystyrol einkleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-rohbau-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Stabilität des Rohbaus zu erhöhen, kann es bei größeren Gebäuden nötig sein, eine oder mehrere weitere &amp;quot;Zwischendecke(n)&amp;quot; einzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäude aus Natur- oder Backstein erhalten jetzt Fenster- und Türstürze, die aus 0,3 mm starkem Polystyrol geschnitten und mit einer Dreikantfeile strukturiert werden. Die Stürze werden auf die Wände geklebt. Wenn Du die Mauerplatten von Kibri verwendest, kannst Du natürlich auch die mitgelieferten Stürze verwenden. Für diese Stürze müssen allerdings Ausschnitte in die Wäde gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Putzbauten müssen natürlich noch ihren &amp;quot;Putz&amp;quot; erhalten. Ich verwende dazu Lackspachtel, der mit einem Japanspachtel auf den Rohbau aufgetragen wird. Wichtig ist, den Rohbau aus Polystyrol vor dem Auftragen des Spachtels zu entfetten, was am einfachsten in warmem Wasser mit Spülmittel geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Spachtel trocken ist, wird er verschliffen. Je nachdem wie sorgfältig Du dabei vorgehst, entsteht eine mehr oder weniger glatte Oberfläche. Für ein altes Haus kann eine unebene, rissige Oberfläche durchaus erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist, ist es manchmal nötig, das Spachteln und Schleifen mehrmals zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:http://www.der-moba.de/Inhalt/Artikelverzeichnis/gebaeudebau-putz-2.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du ein Haus mit Glattputz nachbilden möchtest, reicht es auch, den fertigen Rohbau mit matten Weißlack aus der Sprühdose zu spritzen. Wenn das Spritzen mehrmals wiederholt wird, entsteht eine leicht rauhe Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fertigstellung des Rohbaus fehlen jetzt nur noch die Fensterbänke. Sie entstehen aus 0,5 mm starken Kunststoffstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachwerkbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachwerkwände werden zunächst wie oben beschrieben aus den Bauplatten ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Fachwerk gibt es verschiedene Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, das Fachwerk durch Einritzen der Balken in die Seitenwände darzustellen. Wenn man die Wände aus Polystyrol herstellt, hat man so schon ein schönes Fachwerk, das nur noch angemalt werden muss. Die beim Einritzen entstehenden Einschnitte in der Wandoberfläche verhindern, dass die Farbe des Fachwerks auf die Wandflächen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Variante besteht darin, das Fachwerk aus Holz oder Polystyrolprofilen auf die Wände aufzukleben und die Zwischenräume mit passend zugeschnittenen Stücken Mauerplatte, Karton oder mit Gips aufzufüllen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Mauern recht dick werden und die Fenster daher sehr genau in die Mauer eingepasst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit ist, die &amp;quot;Balken&amp;quot; des Fachwerkes auf die Mauerplatten zu kleben. Nimmt man dünnes Holz oder Kunststoffpofile (so um 0,3 bis maximal 0,5 mm), ist die Wirkung sehr gut und die Herstellung nicht so eine Fieselei wie bei der zweiten Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgebung ist bei der dritten Methode auch recht einfach: Du lackierst zunächst das Mauerwerk in der gewünschten Farbe. Falls dabei etwas Farbe auf die Fachwerkbalken gelangen sollte, ist das kein Problem. Die Seiten der Balken sollten unbedingt in der Wandfarbe bemalt werden. Wenn die Farbe getrocknet ist, wird die Oberfläche des Fachwerks lackiert. Dadurch dass die Seiten der &amp;quot;Balken&amp;quot; in der Wandfarbe lackiert sind, wirken die Balken nicht mehr so dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Michael Krause kam ein weiterer Tip, wie man Fachwerkwände bauen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Materialien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* lufttrocknende Modelliermasse (etwa Efa - Plast)&lt;br /&gt;
* PS - Platten (0,8mm, 0,5mm, 0,3mm), evtl. auch Architekturkarton 5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rohbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den schon beschriebenen Methoden lassen sich auch hervorragende Ergebnisse erzielen, wenn mit 5mm Architekturkarton gearbeitet wird. Das Material ist leicht zu schneiden und aufgund der Schaumschicht zwischen den Kartonplatten auch weitestgehend verzugsfrei. Lediglich die Stärke ist ein Problem: Die Verglasung der Fenster sollte deshalb außen auf den Karton geklebt werden, der innen liegende Fensterrahmen kann mit Streifen aus Papier oder dünnem PS verkleidet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch ergeben sich zwei Vorteile für Detailliebhaber: auf der &amp;quot;Fensterbank&amp;quot; ist ausreichend Platz für &amp;quot;Blumentöpfe&amp;quot; (aus Resten von Spritzlingen), die Gardinen haben etwas Abstand zum Fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachwerk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wird zuerst als Ganzes aus PS geschnitten (die Methode beschreibt auch Jacques Le Plat in den &amp;quot;Grüßen aus Ferbach&amp;quot;).&lt;br /&gt;
      Für sehr filigranes Fachwerk mit komplizierter Struktur bietet sich das dünnere Material aus 0,3 oder 0,5 mm PS an. Hier muss allerings sehr vorsichtig geschnitten werden, weil schon ein kleiner Ausrutscher die Balken durchtrennen kann.&lt;br /&gt;
      Grobere und einfach Strukturen lassen sich auch aus 0,8 mm PS schneiden. Hierbei ist die Ritztechnik zu empfehlen (dabei wird das Messer mit der stumpfen Seite der Spitze entlang der Schnittlinie geführt. In der so entstandenen Rille läßt sich das Material leichter schneiden und auch ausbrechen).&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse wird dünn (etwa 1-2mm) auf Alu-Folie ausgerollt, dazu eignen sich Tapeten-Andruckroller aus Moosgummi, Flaschen oder das gemeine Nudelholz (allerdings nur in der Marmor-Ausführung, am Holz bleibt die Masse zu sehr kleben).&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse dünn ausgerollt ist, das Fachwerk mit der Rolle eindrücken. Mit einem dünnen Messer oder einem Nagel die einzelnen Balken nachdrücken, so das die Masse zwischen den Balken hervorquillt.&lt;br /&gt;
      Anschließend wird die Putzstruktur mit einer Zahnbürste oder einem Borstenpinsel in die Gefachfüllung getupft.&lt;br /&gt;
# Nach kurzer Antrockenzeit wird das Fachwerk vorsichtig wieder aus der Masse gehoben, die Gefache können bemalt werden (ich benutze dafür Acryl- Bastelfarbe).&lt;br /&gt;
      Eventuell muss der Putz nochmal mit Bürste oder Pinsel nachgetupft werden, weil die Wasserhaltige Farbe die Oberfläche der Masse wieder aufweicht und so die Struktur verschmiert wird.&lt;br /&gt;
# Die Modelliermasse auf die vorbereitete Wand aufkleben, z.B. mit Weißleim (ich klebe die Wände erst später zusammen – für das Fachwerk ist es günstiger, mit den Einzelteilen zu arbeiten).&lt;br /&gt;
# Das Fachwerk wieder locker wieder eindrücken: Dabei müssen alle Balken richtig in der Modelliermasse liegen, die Masse zieht sich beim Durchtrocknen leicht zusammen (deshalb muss sie auch aufgeklebt werden – das verhindert, dass sich die Modelliermasse zu sehr verzieht).&lt;br /&gt;
# Während des Durchtrocknens nochmal kontrollieren, ob sich das Fachwerk leicht herausnehmen lässt, anschließend wieder einlegen.&lt;br /&gt;
# Wenn die Masse durchgetrocknet ist, das Fachwerk herausnehmen: Mit einer Holzraspel, grobem Schmirgelpapier und einem Messer die Holsstruktur ritzen, anschließend anmalen.&lt;br /&gt;
# Fachwerk einkleben, Wände zusammenbauen, evtl. entstandene Lücken im Fachwerk an den Hausecken lassen sich mit Modelliermasse spachteln.&lt;br /&gt;
# Der übrige Putz an Wänden ohne Fachwerk läßt sich mit einem lang gewalzten Stück Modelliermasse auf dem zusammengebauten Rohbau an einem Stück anfertigen. Bruchsteinmauern als Fundament, Mauerwerk um Portale oder an Ecken und ähnliches können mit einem gebogenen Draht oder dem Messer problemlos eingedrückt werden, so entsehen auch an den Ecken keine störenden Lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meines Erachtens nach hat die Methode einige wesentliche Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die Gefachefüllungen sind höher als das Fachwerk, was dem Vobild sehr nahe kommt.&lt;br /&gt;
# Fachwerk und Wand lassen sich separat bemalen, die Feinarbeit mit dem Pinsel fällt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modelliermasse unter dem Fachwerk wird die Materialstärke etwa unberechenbar, deshalb mache ich die äusseren Balken in der Regel etwas breiter, die können vor dem dem Zusammenbau dann noch angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausschneiden des Fachwerkes &amp;quot;am Stück&amp;quot; erfordert etwas Übung, die man aber schnell bekommt, wenn man mit einfachen Strukturen anfängt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbgebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Rohbau steht, ist es Zeit, sich Gedanken über die Farbgebung des Gebäudes zu machen. Der Rohbau ist zunächst auf Risse und Spalten zu kontrollieren, die gegebenenfalls verspachtelt und verschliffen werden müssen. Anschließend ist das Gebäude in warmem Spülwasser wieder von Fettflecken und Schleifrückständen zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Du Acryl- Wasser- oder Kunstharzfarben verwendest, ist unwichtig, Du solltest aber bei einer einmal gewählten Farbsorte bleiben, oder das Gebäude mit Kunstharz- oder Acrylfarben grundieren und die Verwitterungsspuren dann mit Wasserfarben anbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, nur matte Farben zu verwenden. Selbst Gebäudeteile, die in Wirklichkeit mit glänzenden Lacken gestrichen werden, wie zum Beispiel Fensterrahmen, wirken im Modell besser, wenn sie matt lackiert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bemalen von Holz ist es wichtig, die Verwendung im Auge zu behalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster und Türen sind meistens sorgfältig geschliffen und gestrichen, so dass die Maserung nicht mehr sichtbar ist. Diese Bauteile können also aus Kunststoff gebaut und einfach lackiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bretterwände von Scheunen oder Lagerschuppen sind häufig nicht so glatt gehobelt. Hier ist ein Anstrich mit stark verdünnter Acrylfarbe am besten, der die Feinheiten nicht zuschmiert. Imprägniertes Holz läßt sich gut mit dunkelbrauner Holzbeize darstellen. Die einzelnen Teile müssen aber vor dem Zusammenbau gebeizt werden, da die Beize Klebstoff nicht durchdringen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Putzbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Putz wie im Abschnitt Rohbau beschrieben mit Spachtelmasse dargestellt wird, müssen die Wände jetzt nur noch in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Sehr gut eignet sich die relativ dickflüssige Plakafarbe, die leicht tupfend mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Durch das Tupfen ergibt sich eine sehr schöne Putzstruktur. Nach dem Trocknen der Farbe kann man stark verdünnte schwarzgraue Farbe in die Vertiefungen laufen lassen, was die Struktur der Wände noch weiter betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegelbauten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstoffziegelplatten haben meistens schon einen brauchbaren Grundton, nur glänzen sie zu stark und die Fugen sind rot und nicht grau oder weiß. Eine Mattierung der Oberfläche und eine Färbung der Fugen erreicht man, indem man stark verdünnte hellgraue Farbe auf der waagerecht liegenden Wand verlaufen läßt. Die Farbe sammelt sich in den Fugen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche zurück. Nach leichtem Antrocknen konnen die Wände noch mit einem Tuch abgewischt und so von zu viel aufgetragener Farbe befreit werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fenster und Türen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten ist es, industriell hergestellte Fenster und Türen zu verwenden. Wer keine vielzitierte Bastelkiste besitzt, aus der er oder sie so etwas fischen könnte, kann auf Bauteilsortimente verschiedener Hersteller zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine fertigen Fenster oder Türen zur Verfügung stehen, können diese Teile auch leicht selbst gebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster entstehen aus zwei Lagen Polystyrol und einigen Polystyrolprofilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obere Lage ist 0,5 mm dick und auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Fensterausschnitt in der Wand. Die untere Lage ist 0,3 mm dick und nochmals auf jeder Seite 1/2 mm schmaler als der Ausschnitt in der oberen Lage. In der unteren Lage bleibt das Fensterkreuz stehen. Auf dem Fensterkreuz werden mit feinen Polystyrolprofilen Schlagleisten und Streben nachgebildet. Die Verglasung erfolgt mit glasklarem Polystyrol, wie man es z.B. in Kragenversteifungen in Verpackungen von Herrenhemden findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fenster kann man auch aus glasklarem PS und DC-Fix herstellen. Dazu wird das DC-Fix auf das PS aufgeklebt und mit einem Messer vorsichtig der Fensterumriss nachgefahren, ohne das PS zu durchschneiden. Wenn man jetzt das DC-Fix vorsichtig abhebt, hat man schon einen schönen Fensterrahmen. Die Sprossen werden entweder aus feinen DC-Fix-Streifen aufgeklebt oder gleich mit ausgeschnitten. Diese Fenster wirken nicht ganz so plastisch wie Fenster aus PS-Profilen sind aber leichter zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabrikfenster mit feinen Streben zeichne ich am PC vor und lasse sie dann auf Kopierfolie drucken. Aus der Folie schneide ich die benötigten Fenster aus und klebe sie mit Kontaktkleber hinter die Fensteröffnungen. Diese Fenster wirken zwar etwas &amp;quot;flach&amp;quot;, sind aber sehr fein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardinen entstehen aus einer Lage eines Papiertaschentuches, das mit etwas Abstand hinter die Fenster geklebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild fehlt!&lt;br /&gt;
Abb. 9: Fenster aus Polystyrolprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türen werden wie Fenster aus mehreren Lagen Polystyrol in unterschiedlicher Dicke gebaut. Der Aufbau erfolgt genau wie bei den Fenstern. Die Türklinke wird aus dünnem Messingdraht gebogen und in ein 0,5 mm großes Loch geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneneinrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häuser, in die man hineinsehen kann, also Fabrikgebäude mit großen Fenstern, Häuser am Anlagen- oder Modulrand und Läden mit großen Schaufenstern sollten eine zumindest angedeutete Inneneinrichtung bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schaufensterpuppen kann man die Einfachfiguren von Kibri verwenden, Büromöbel sind schnell aus PS-Platten zurecht geschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziegeldächer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegeldächer können am einfachsten aus handelsüblichen Polystyrolbauplatten gebaut werden. Die verschiedensten Ziegelformen sind erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platten werden zugeschnitten und am First passend gefeilt, so dass keine Spalten mehr sichtbar sind. Die Öffnungen für Schornsteine, Dachgauben und Antennen werden gebohrt bzw. ausgeschnitten. Anschließend werden die Dachplatten mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und mit flüssigem Polystyrolkleber miteinander, aber noch nicht mit den Wänden verbunden. Bei größeren Dachflächen hat sich das Einkleben von Verstärkungsdreiecken bewärt. Nach dem Trocknen des Klebers wird das Dach nochmals abgenommen und mit Schornsteinen, Gauben und anderen Zubehörteilen versehen, die sich einfacher befestigen lassen, wenn man das Dach noch abnehmen kann. Wenn das Dach fertig ist, wird es wieder mit Gummibändern auf dem Haus befestigt und, wenn möglich von innen, mit flüssigem Polystyrolkleber befestigt. So vermeidet man es, das Haus von außen mit Kleber zu beschmieren. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird der First flachgefeilt und mit Firstziegeln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss wird dem Dach mit stark verdünnter matter hellgrauer Farbe der Plastikglanz genommen. Dazu legst Du das Modell so hin, dass die Dachfläche waagerecht liegt und läßt die Farbe vorsichtig über die Dachfläche laufen. Die Farbe sammelt sich in den Vertiefungen und bleibt hauchdünn auf der Oberfläche liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dächer aus Dachpappe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachpappdächer schneidet man sich Dachplatten aus 1 mm starkem Polystyrol zu und befestigt sie auf dem Gebäude. Aus dünnem Papier schneidet man für H0 11 mm (entspricht für H0 etwa 1 m im Original) breite Streifen, die mit Alleskleber auf dem Dach befestigt werden. Das Dach wird abschließend mit grauschwarzer Farbe bemalt. Es ist ebenso möglich, Dachpappe mit feinem Schleifpapier nachzubilden, mir ist aber die Struktur von Schleifpapier zu grob und das Schleifpapier zu dick und zu steif. Auch das oft empfohlene Krepppapier ist m. E. zu dick und zu stark strukturiert, um als Dachpappe durchgehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schornsteine sind meistens aus Ziegelsteinen gemauert. Im Modell entstehen sie aus entsprechend zugeschnittenen Stücken Ziegelmauerplatte, die um eine Holzleiste herum geklebt werden. Die Abdeckung aus Beton wird aus Kunstoffprofilen geschnitten und aufgeklebt. Wer möchte, kann die Walzblei-Einfassung des Schornsteins auf dem Dach noch mit feinen Papierstreifen nachbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenrinnen und Fallrohre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dachrinnen bedient man sich aus der Bastelkiste oder aus einer Bauteilesammlung. Man kann auch Messingrohre mit 2 mm Durchmesser nehmen und die Hälfte vom Rohr herunterfeilen, was sehr mühsam ist. Die Regenrinnen werden mit matten Farben lackiert und an das Gebäude geklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Popp baut Regenrinnen aus dicker Alufolie, die er über einem Rundholz biegt. Man kann aus schmalen Streifen der Folie noch die Rinnenhalter aufkleben: &amp;quot;Perfekt wird es, wenn man Alufolie über einen dünnen Draht (max.0,3 mm) faltet und das dann über Rundmaterial biegt - die Drahteinlage gibt den rundgebördelten Aussenrand der Dachrinne.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fallrohre werden aus 1,5 mm starkem Messingdraht gebogen und vor der Montage lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenbriefkästen kann man am einfachsten aus Holz- oder Kunststoffresten zurechtfeilen und an der Hauswand anbringen. Gut macht sich auch eine Zeitungsröhre an der Gartentür, zurechtgefeilt aus einem Stück Kunststoffspritzling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blumenkästen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenkästen entstehen aus zurechtgefeilten und bemalten Leisten oder Kunststoffprofilen, die mit 0,5 mm Messingdraht an den Fenstebänken aufgehängt werden können. Die Blumen werden von bunten Schaumstoffflocken dargestellt, die auf die Kästen geklebt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anbringen von Verschmutzungsspuren ist heikel, weil die Gefahr groß ist, das Gebäudemodell dabei zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Fugen und das Mauerwerk bereits mattiert und auch das Dach von seinem unnatürlichen Plastikglanz befreit hast, bleibt eigentlich wenig zu tun. Lokschuppen oder Gebäude in der Nähe des Bahnhofes oder einer Fabrik können noch mit verdünnter schwarzer Farbe eingerußt werden. Am besten geht das mit einer Spritzpistole. Spuren herabgelaufenen Wassers auf der Fassade kannst Du mit feinen Buntstiften in grau, weiß oder grün andeuten. Am besten ist es, Du schaust Dich einmal um, welcher Dreck auf Gebäuden im Original zu finden ist und versuchst zunächst dezent, später etwas auffälliger, diese Spuren nachzubilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Literaturstellen stellen natürlich nur eine Auswahl dar. Es handelt sich um Artikel und Bücher, in denen zu jeder Bauzeichnung auch eine oder mehrere Anleitungen abgedruckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruns, Jan/Uhlig, Lars-Christian: ''Blockstelle Leinakanal. Die neue Lust am Basteln.'' In: ''MIBA.'' 9/93 und 11/93. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fromm, Günter: ''Modellbahn-Betriebsbauwerke'' Düsseldorf 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hellmann, Mathias: ''Blickfang am Feldrand. Feldscheune als erstes Bauobjekt'' In: ''Miba'' 4/95 S. 70. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koch, Sebastian: ''Kleines preußisches Empfangsgebäude. Individueller Bahnhof im Eigenbau'' In ''Miba'' 8/00 S. 30. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Nicht nur eine Haltestelle. Ein Dienstgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 6/00 S. 78. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kuhl, Lutz: ''Von der Schiene auf die Straße Güterschuppen, Laderampen und Ladestraßen'' In: ''Miba Spezial'' 36 S. 22. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langer, Bertold: ''Bahnhof für Müllem. Nachhaltiges Provisorium'' In: ''EK'' 11/98 S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mäser, Andreas: ''Rotes Nordlicht. Ein Empfangsgebäude für die Kleinbahn'' In: ''Miba'' 4/97 S. 66. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mauer, Thomas: ''Ein Güterschuppen nach eigenem Entwurf. Selbstgeplant und selbstgebaut'' In: ''Miba'' 2/95 S. 38. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* : ''Modellbahn-Atelier'' In: ''Miba Spezial'' 17. Miba-Verlag Nürnberg 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nawrocki, Leo: ''Nicht nur Elloks unter Dach und Fach. Rechteckschuppen in der Baugröße H0'' In: Miba 6/00 S. 20. VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schubert, Dieter E.: ''Der Güterschuppen von Hecklingen'' In: &amp;quot;MJ&amp;quot; 3/99 S. 74.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Pichler</name></author>	</entry>

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